Hardware

01.09.2005

Spiele-Nostalgie auf Digitalkameras

Pacman, Donkey Kong und Doom – diese Spiele kennt so mancher noch aus der Spielhalle oder von den Videospiel-Konsolen für zuhause. Heute laufen sie sogar auf einer Digitalkamera. Das funktioniert allerdings nur mit Kameras, die das Betriebssystem Flashpoint Digita OS (ein Derivat von VxWorks) verwenden. Dazu gehören einige Modelle der DC-Reihe von Kodak, die Minolta Dimage 1500 EX sowie einige Geräte von Pentax und HP.

Ermöglicht wird das Kunststück durch das Projekt MAMED http://digita.mame.net von James Surine. Er hat die Emulatoren MAME und MESS, die alte Spiele-Hardware nachbilden, auf das Kamera-Betriebssystem portiert. Auch für die Dreamcast-Konsole von Sega existiert eine MAMED-Version. Auf der Website des Projekts stehen neben der Spieleplattform selbst nur eine freie Tetris- und Doom-Version zum Download bereit. Die ROM-Images kommerzieller Spieleklassiker muss sich der Benutzer aus rechtlichen Gründen selbst besorgen.

Daneben lassen sich aber auch eigene Spiele und Anwendungen für die Kameras unter Linux entwickeln. Der GCC dient dabei als Cross-Compiler, die Kommunikation mit der Kamera übernehmen die Open Digita Services (http://ods.sourceforge.net).

Abbildung 1: Verblüffend: Der Spieleklassiker Pacman auf der Digitalkamera DC265 von Kodak.

Treiber-Updates von AVM

Für alle aktuellen Fritz!Card-Produkte stellt AVM nun Treiber für 64-Bit-Linux zur Verfügung. Die Updates unterstützen die Prozessor-Architekturen AMD64 von EM64T von Intel. Die Downloads unter http://www.avm.de/Download/ enthalten vorkompilierte Module für die 64-Bit-Version von Suse Linux Professional. Die CAPI4Linux-Funktionen lassen sich bequem im Konfigurationsmanger Yast einrichten. Zum Kompilieren auf anderen Distributionen hat AVM den Quellcode dazugepackt.

Auch für 32-Bit-Systeme sind Updates verfügbar. Nach eigenen Angaben hat AVM die Treiber an Kernel 2.6 angepasst und auf DSL-Geschwindigkeiten bis 6 MBit/s vorbereitet.

Abbildung 2: Für die Fritz!Card-Produkte von AVM gibt es nun 64-Bit-Treiber.

Ubuntu vorinstalliert

Der IT-Service Marcus Fihlon http://www.fihlon.de bietet ab August PCs mit vorinstalliertem und konfiguriertem Ubuntu 5.04 ("hoary hedgehog") an. Das Angebot richtet sich vor allem an Privatanwender und kleine Büros.

Die Ubuntu-Rechner sind in drei Varianten erhältlich, beginnend mit dem Einstiegsmodell Basic. Es kostet rund 300 Euro und ist mit dem AMD-Prozessor Sempron 2004+ und 256 MByte RAM, einer 80-GByte-Festplatte und einem DVD-Laufwerk ausgestattet.

Am üppigsten ist die Variante Extended bestückt: Für rund 500 Euro gibt es den Sempron-Prozessor 2800+, 1 GByte RAM, 160 GByte Plattenspeicher sowie einen DVD-Brenner mit Double-Layer-Technologie. Allen Ubuntu-PCs liegen außerdem je eine Installations- und eine Live-CD bei.

Kleine Knipse, große Auflösung

Fujifilm (http://www.fujifilm.de) hat für Oktober eine digitale Kompaktkamera mit 9 Megapixeln Auflösung angekündigt. Das Modell namens Finepix E900 nimmt Bilder in einer maximalen Größe von 3488 mal 2616 Pixeln auf. Der neu entwickelte Bildsensor hat laut Hersteller eine von ISO-Empfindlichkeit von 800. Die hauseigene Real-Photo-Technik soll selbst bei dieser hohen Lichtempfindlichkeit das unerwünschte Farbrauschen gering halten.

Der Apparat verfügt über ein Vierfach-Zoom-Objektiv. Die Brennweite lässt sich von 32 bis 128 Milimeter (bezogen auf Kleinbildformat) einstellen. Die Blendenöffnung reicht von 2,8 bis 5,6, die Verschlusszeit von 15 bis 1/2000 Sekunden. Die Finepix hat sowohl einen optischen Sucher als auch einen 2 Zoll großen TFT-Monitor mit rund 100 000 Pixeln. Das Scharfstellen erfolgt manuell oder in einer der vier Autofokus-Einstellungen. Ein kleiner Automatikblitz hilft bei Aufnahmen bis 4,7 Meter Entfernung.

Die Kamera verwendet die Methode USB-Mass-Storage zum Übertragen der Bilder und sollte daher mit Linux-Systemen zusammenspielen. Zur Stromversorgung dienen zwei AA-Zellen. Deshalb lässt sich die Finepix sowohl mit den mitgelieferten Ni-MH-Akkus als auch mit handelsüblichen Batterien betreiben. Ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist eine XD-Speicherkarte mit 128 MByte Kapazität.

Die Kompaktkamera wiegt rund 200 Gramm und misst 102 x 63 x 35 Milimeter. Eine Preisempfehlung hat Fujifilm bis zum Redaktionsschluss leider nicht abgeben. (Mathias Huber)

Abbildung 3: 9 Megapixel für den Consumer-Markt: die handliche Finepix E900 von Fujifilm.

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