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Gnomogramm

01.09.2005

Kurz notiert

Anfang Juli bekam der Gnome-Server, der bisher im Red-Hat-Hauptquartier stand, ein neues Zuhause. Red Hat lagerte ihn sowie verschiedene andere öffentliche Server zu einer Zweigstelle in Phoenix aus. Trotz guter Vorbereitung waren die Mailing-Listen, Bugzilla und CVS zwei Tage nicht erreichbar. Die Administratoren sind aber der festen Überzeugung, dass diese Offline-Phase der Entwicklung nicht geschadet hat und die künftige Arbeit für alle einfacher macht.

Wer mehr über das neue Nokia 770 erfahren will, für den hält das Internet Radio Lug-Radio in seiner 31. Sendung ein Interview mit den Nokia Entwicklern Yannick Pellet und Carlos Guerreiro bereit. In dem elfminütigen Beitrag erzählen die beiden, wie aus einem reinem Forschungsprojekt ein fertiges Produkt wurde und warum man sich für die Kombination Gnome und Linux entschied. Außerdem geben sie einen Ausblick, wie es mit Linux bei Nokia weiter gehen soll.

Die siebte Guadec findet 2006 in der Fira de Barcelona in Spanien statt. Als Organisatoren sind neben der Gnome Community die katalanische Regierung, der Stadtrat von Barcelona und der Internet Global Congress mit von der Partie. Nach 2002 gastiert die Guadec damit das zweite Mal in Spanien. Angesichts des Engagements der spanischen Behörden im Bereich Open Source verwundert dies nicht.

Der LinuxTag 2005 war für den Gnome Deutschland e.V. ein großer Erfolg. Auf dem Messestand des Vereins brachten die Helfer über 1 000 Ubuntu-CDs sowie 250 auf Ubuntu basierende Gnoppix-Live-CDs unter die Besucher. Wer keine CD ergattert hat, kann sich die Images in Kürze unter http://www.gnome-ev.org herunterladen. Außerdem beschloss der Verein auf der Veranstaltung in einer abschließenden Mitgliederversammlung, seine PR-Aktivitäten zu erweitern.

Ein Festplatten-Crash sorgte Anfang Juli dafür, dass die Web-Seiten http://gnomedesktop.org, http://gnomesupport.org und http://gdesklets.org über mehrere Tage nicht verfügbar waren. Der Betreiber nahm dies zum Anlass, einen komplett neuen Rechner aufzusetzen. Während http://gnomedesktop.org und http://gnomesupport.org bereits Mitte Juli wieder erreichbar waren, lässt http://gdesklets.org zum aktuellen Zeitpunkt noch auf sich warten.

Eine Reihe neuer Patches erweitert den Dateimanager Nautilus um nützliche Funktionen wie ein neues Sidepanel, das die Entwickler beim GTK File-Chooser abschauten. Ein neues Pathbar und die GTK2-Lesezeichen helfen bei der Navgation im Dateisystem. Besonders hilfreich ist eine Erweiterung, die automatisch eine Textdatei anlegt, so bald der Anwender Text via Drag&Drop in einem Nautilus-Fenster ablegt. Es lohnt sich also, Nautilus zu patchen.

Mit der Kastanie schneller online sein

Wer in Zeiten von DSL und WLAN noch mit einem Modem online geht, wünscht sich wenigstens ein komfortables Einwahlprogramm wie Chestnut-Dialer (http://chestnut-dialer.sourceforge.net). Die in Python geschriebene Software läuft neben GTK2 auch auf den QT-Bibliotheken oder ganz ohne grafische Oberfläche komplett von der Kommandozeile: Sie lässt sich damit universell einsetzen.

Das Programm verwaltet mehrere Benutzerzugänge und importiert problemlos Zugangsdaten aus anderen Programm wie WVDial, KPPP oder Gnome-PPP. Der weitere Funktionsumfang entspricht dem gängiger Dialer: Von der Übertragungsgeschwindigkeit über die Authentifizierungsmethode bis zum DNS-Eintrag legen Sie für jeden Zugang alle Einstellungen nach eigenem Gusto fest.

Dabei können Sie sogar einer Rückrufnummer festlegen sowie automatisiert Skripts beim Verbindungsaufbau und -abbau starten. Besitzen Sie mehrere Modems, können Sie jedem Einwahlzugang bei Bedarf ein separates Modem zuweisen.

Aktuell liegt Chestnut-Dialer in der Version 0.2.2 vor. Diese beseitigt einen Fehler, der beim Entfernen des Lock-Files auftrat, und eliminiert eine Reihe von überflüssigen Warnmeldungen.

chestnut-dialer-02.png

Die Konfigurationspalette der Einwahl-Software reicht von der Authentifizierung bis zur Modemeinstellung.

Speicherfresser beobachten

Das Programm Baobab (http://www.marzocca.net/linux/baobab.html) hilft Ihnen, den Platz auf Ihrer Festplatte besser zu verwalten. Dazu ermittelt es den verbrauchten Platz im Verzeichnisbaum der Partition oder in einem beliebigen Unterverzeichnis. So sehen Sie sofort, welches Verzeichnis ungewöhnlich viel Platz belegt.

Baobab durchforsten die Platte und zeigt in einer übersichtlichen Tabelle an, wieviele Dateien in dem jeweiligen Verzeichnis lagern und wieviel Platz diese belegen. Zur besseren Übersicht können Sie das Ergebnis alphabetisch oder nach Größe sortieren. Farbige Balken signalisieren außerdem den relativen Füllstand eines Verzeichnisses.

Wem dies nicht aussagekräftig genug ist, der kann den Füllstand wahlweise in Megabyte oder Prozent anzeigen lassen. Bedauerlicherweise berücksichtigt Baobab bei der Balken- und Prozentanzeige nur die im Verzeichnis enthaltenen Dateien. Durch Unterverzeichnisse belegte Bytes werden nur in der Megabyte-Anzeige mit berechnet.

Damit Sie die Verzeichnisse und Dateien direkt bearbeiten können, ermöglicht Baobab den direkten Zugriff mit Nautilus auf einen Ordner oder eine Datei. Das Programm liegt zur Zeit in der Version 1.0.1 vor, die für das Kompilieren mit dem neuen GCC 4 extra überarbeitet wurde.

baobab-01.png

Baobab zeigt, wieviel Datenmüll sich im Home-Verzeichnis ansammelt.

Immer die gleiche Lautstärke mit Gnormalize

Wer schon seinen eigenen Musik-Sampler zusammengestellt hat, kennt das Phänomen: Musikstücke aus unterschiedlichen Quellen haben nie die gleiche Lautstärke. Das Programm Gnormalize (http://gnormalize.sourceforge.net) sorgt dafür, dass der Hörer nicht taub wird. Das Perl-Programm konvertiert dazu MP3-, MP4- oder Ogg-Dateien ins WAV-Format, vereinheitlicht die Lautstärke dieser WAV-Datei und kodiert die normalisierte Datei anschließend wieder ins Ursprungsformat zurück.

Das Programm arbeitet lediglich als Frontend für die Software Normalize, die WAV-Dateien vereinheitlicht. Gnormalize verfügt über einen größeren Funktionsumfang: Es kann CDs zu rippen und als MP3- oder Ogg-Datei ablegen. Haben Sie das Perl-Module CDDB_get installiert, greift das Programm außerdem auf die Musikdatenbank http://freedb.org zu und schreibt alle Informationen den jeweiligen Titel betreffend in das jeweilige ID-Tag.

Die Vielseitigkeit der Software hängt jedoch von zahlreichen Zusatzprogrammen ab. In der aktuellen Version 0.3.2 benötigt Gnormalize neben den bereits erwähnten Programmen noch Paranoia, Lame, Faac, Flac und das Modul Audio::CD, um seinen vollen Funktionsumfang bereitzustellen.

gnormalize-01.png

Auch das Rippen von CDs ist für Gnormalize kein Thema.

Keine Zeit verschwenden

Wenn Sie häufig zwischen verschiedenen Aufgaben hin und her wechseln und es wichtig wäre, zu wissen, wieviel Zeit Sie pro Aufgabe investieren, leistet das Programm WFVD (http://www.plope.com/software/wfyd) Ihnen dabei als digitale Stechuhr gute Dienste. Die Bedienung fällt mehr als leicht: Geben Sie Ihrer Aufgabe einfach einen Namen und – wenn Sie mögen – eine kurze Beschreibung. Drücken Sie anschließend den Knopf Hinzufügen und schon zählt WFVD die Zeit.

Ein Klick auf den Button Stop nimmt die Zeitspanne in die zur Aufgabe gehörende Liste auf. Zu jedem in der Liste eingetragenen Zeitintervall können Sie außerdem noch eine Notiz ablegen. Die Liste sortiert das Programm nach dem Datum, erlaubt aber auch eine Sortierung nach Zeitintervallen oder Notizen.

Die jetzt erschienene Version 0.4 von WFVD bietet einige Verbesserungen. So entfernten die Entwickler einen Fortschrittsbalken, überarbeiteten die Hilfe und führten eine Suchfunktion ein.

wfyd-01.png

Einfacher geht Aufgabenplanung wirklich nicht mehr.

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LinuxUser 05/2014

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