Normalerweise ist es der Chinese um die Ecke, der einem mit klugen Sprüchen aus Glückskeksen die Stimmung versüßt oder auch verhagelt. Wenn Ihnen das nicht reicht oder Sie viel zu selten asiatisch essen gehen, bringen Sie Ihrem Computer bei, auf Kommando und zu allen möglichen Gelegenheiten Sprüche zu klopfen. Wir werfen einen Blick auf Fortune, das diese Aufgabe bravourös erledigt.
Versionswirrwar
Die meisten Linux-Distributionen bringen Fortune von Haus aus mit, so dass Sie es nur von den Installationsmedien einspielen müssen. Bei Bei SuSE Linux 9.3 heißt das Paket fortune. Gentoo-Nutzer erweitern ihre Software-Kollektion mit dem Befehl emerge fortune-mod um den virtuellen Sprücheklopfer. Wie der unterschiedliche Name schon andeutet, handelt es sich bei diesem Paket tatsächlich um eine andere Version als unter Suse Linux. Das Original-Fortune wurde 1986 von Ken Arnold geschrieben und über die Jahre weiterentwickelt. 1995 veröffentlichte Amy A. Lewis eine verbesserte Version, aus der im Jahr 2004 fortune-mod [1] hervorging.
Dieser Artikel konzentriert sich auf die klassische Variante. Fast alle Beispiele können Sie jedoch genau wie hier beschrieben auch dann nachvollziehen, wenn Ihre Distribution stattdessen das Paket fortune-mod mitbringt.
Lockere Sprüche
Die einfachste Aufrufvariante des Tools besteht in der Eingabe von fortune, die ein Zitat oder einen Witz ausgibt. Die Texte stammen aus Datenbank-Dateien, die zum Lieferumfang des Programms gehören. Diese liegen zumeist im Verzeichnis /usr/share/fortune/. Mandrake-Nutzer sind dagegen im Ordner /usr/share/games/fortunes am richtigen Ort. Noch schneller erfahren Sie mit dem Befehl fortune -f, zu welchen Themengebieten Fortune passende Sprüche auf Lager hat.
Soll fortune nur Zitate aus einigen ausgewählten Dateien ausgeben, genügt es, ihm diese als Parameter zu übergeben. Ein
fortune startrek linuxcookie
gibt nur Zitate aus StarTrek (inkl. Angabe der Sternzeit) und Sprüche rund um Linux aus.



