Schwer auf Draht
Drei analoge Modems im Test
U.S. Robotics Faxmodem 5630B
Das Faxmodem V.92 seriell von U.S. Robotics war mit knapp 70 Euro das mit Abstand teuerste Gerät im Test, ohne dies jedoch durch eine entsprechende Ausstattung zu rechtfertigen: Technisch entspricht es im wesentlichen Creative Labs seriellem Faxmodem, besitzt jedoch lediglich vier Leuchtdioden für die Diagnose.
Auch beim Relais hat der Hersteller gespart. Schließt man das Modem an eine herkömmliche TAE-NFN-Dose an, sind das Telefon und alle anderen Geräte außer Betrieb – man muss also jedes mal das Kabel herausziehen und vor der nächsten Internet-Sitzung wieder einstecken.
Das Modem besitzt eine 25-polige serielle Schnittstelle, der Hersteller liefert jedoch ein entsprechendes Kabel für den Anschluss an herkömmliche 9-polige Sub-D-Stecker an heutigen Computern mit. Ein Anschlusskabel mit zwei Größen wie bei Creative Labs gibt es nicht.
Die mitgelieferte Kurzanleitung beschreibt lediglich den Anschluss des Modems, auf der CD hat U.S. Robotics das deutschsprachige Handbuch unter gebracht, in dem auch die AT-Befehle ausführlich und in Deutsch beschrieben sind.
Faxversand mit Hylafax
Die beiden seriellen Modems von Creative Labs und U.S. Robotics eignen sich zusätzlich für den Fax-Versand und -Empfang mit Hylafax. Während CAPI-Suite eingehende Faxe komfortabel als E-Mail zustellt, speichert sie der Fax-Server Hylafax im Spooling-Verzeichnis
/var/spool/fax, wo sie sich der Benutzer etwa mit dem Programm
susefaxselbst abholen muss. Auch für den Fax-Versand ist
susefaxzuständig, wobei es letztlich die Daten nur an den Hylafax-Server weiter reicht.
Die Einrichtung ist relativ kompliziert und erfolgt an der Kommandozeile, da Hylafax in keiner Weise in YaST integriert ist – die Fax-Einrichtung in der Rubrik
Netzwerkbezieht sich ausschließlich auf ISDN-Karten mit CAPI-Treiber. Eine Anleitung dazu finden Sie unter [3].
Das Frontend Susefax wirkt sehr altbacken und wird offenbar schon lange nicht mehr gewartet. Wie in Abbildung 5 zu sehen, funktionieren nicht einmal die Umlaute und es kommt zu Darstellungsfehlern auf der Oberfläche. Modernere Programme sind dem Autor nicht bekannt, zumal die meisten wie zum Beispiel kfax ohnehin nur empfangene G3-Faxe anzeigen, aber nicht versenden können.



