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Die Rückkehr der Antenne

DVB-T über USB

Digitaler Recorder

Mehr Komfort bietet MythTV, das neben einfachem Live-Fernsehen auch komplexe, programmierte Aufnahmen ermöglicht. Zusätzlich entfernt MythTV Werbung, konvertiert die Aufnahme in andere Formate und vieles mehr. Informationen zur Installation von MythTV finden Sie im LinuxUser-Artikel [4], die nötige Pakete für Fedora auf der beiliegenden Heft-CD. Wir beschränken uns hier auf die DVB-Konfiguration des Programms. Für vollständige DVB-Unterstützung konfigurieren Sie zum Selberkompilieren die Source mit:

./configure --enable-dvb ↩
--dvb-path=/lib/modules/2.6.12-↩
1.1372_FC3/source/include ↩
--enable-dvb-eit

Abweichend von der üblichen Prozedur, müssen Sie vor dem make noch qmake settings.pro ausführen, um das Makefile zu erzeugen.

Das erste, was Sie neben der eigentlichen Software brauchen, ist eine Datenbank. MythTV benutzt dafür den freien Datenbankserver MySQL. Die Datenbank mythconverg legen Sie mithilfe der Datei mc.sql an. Sie findet sich im Unterverzeichnis database der MythTV-Source-Distribution. Haben Sie ein Binärpaket installiert, liegt die SQL-Datei in /usr/share/doc/mythtv-0.18.1/database, /usr/share/mythtv/database oder ähnlichen Verzeichnissen. Mit einem einfachen Befehl lesen Sie sie ein:

mysql -u root < database/mc.sql

Ja nach Ihrer MySQL-Konfiguration müssen Sie eventuell ein Passwort für den Datenbankbenutzer root eingeben. Dazu dient der Parameter -p. Dürfen Sie auch mit der normalen Benutzer-ID Datenbanken anlegen, lassen Sie -u root weg. Eventuelle Fehler TEMPORARY TABLES betreffend können Sie getrost ignorieren. Sie stammen daher, dass das SQL-Skript spezielle Fähigkeiten von MySQL 4 benutzt, deren Fehlen für MySQL 3 allerdings kein Problem darstellt.

MythTV einrichten

Haben Sie MythTV und die Datenbank vorbereitet, starten Sie mit mythtv-setup die Konfiguration. Das Programm kennt übrigens die Option -geometry, hinter der Sie Fensterbreite und -höhe getrennt durch ein x angeben, zum Beispiel 640x480. Andernfalls nimmt das Setup-Programm nämlich gleich den ganzen Bildschirm ein. Die Server-Einstellungen des Backends (IP-Adresse, Port und so fort) können Sie bei den Vorgaben belassen, die Verzeichnisse für Aufnahmen und den Datenpuffer (Vorgabe: /mnt/store) müssen für Sie schreibbar sein. Die Tabelle der Senderfrequenzen ebenfalls nicht, weil wir den über DVB ausgestrahlten elektronischen Programmführer (EPG) benutzen. Die Fernsehnorm spielt beim DVB-Empfang keine Rolle.

Im zweiten Konfigurationspunkt TV-Karten legen Sie eine neue Karte an. Haben Sie die Cinergy T2 eingesteckt, taucht unter Kartenname der Treibername Terratec/qanu ... auf, wenn Sie als Kartentyp Digital Video Broadcast Karte (DVB) wählen. Haben Sie die Einrichtung der ersten Karte abgeschlossen, taucht Sie in der Liste als DVB:0 auf. Sie verlassen die Kartenkonfiguration mit [Esc].

Damit Sie in MythTV nach Sendern suchen können, müssen Sie im dritten Konfigurationspunkt eine Videoquelle anlegen. Tatsächlich handelt es sich eher um eine Quelle für Programminformationen. Wählen Sie als Namen für die Quelle dvb.guide.

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LinuxUser 06/2012

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