Killing you softly

3D-Action mit Nexuiz

01.09.2005
Ballern bis der Arzt kommt - und das Ganze ohne Cedega-Abo. Nexuiz machts möglich. Der 3D-Egoshooter läuft nativ unter Linux, basiert auf der Quake-Engine und hat im Juni den "großen Sprung nach vorn" gemacht.

Immer mehr 3D-Spiele laufen mittlerweile auch unter Linux. Allerdings benötigen Sie den Windows-Emulator Cedega, zudem klappt die Installation nicht immer ohne Probleme. Anders ist das bei Nexuiz: der 3D-Egoshooter funktioniert nativ unter Linux, also ohne Windows-Emulator. Das trifft nur auf wenige 3D-Spiele für Linux zu, zudem läuft Nexuiz (Abbildung 1) plattformübergreifend und steht unter der GPL. Die erste Ankündigung des Spiels Ende Mai kam etwas zu früh, ein Patch hat mittlerweile (fast) sämtliche Probleme behoben. In den Leveln tauchen annehmbare Computergegner auf, die Grafik ist flüssig, und es gibt viele neue Optionen, um den Spielverlauf zu beeinflussen. Auch über das Internet funktioniert das Spielen einwandfrei – vorausgesetzt die eigene Bandbreite und der Ping-Wert des Spiel-Servers stimmen.

Abbildung 1: Der 3D-Egoshooter Nexuiz basiert auf einer modifizierten Quake1-Engine. Er läuft nativ unter Linux, braucht also keinen Windows-Emulator.

Was rappelt in der Kiste?

Nexuiz basiert auf einer Grafik-Engine, die auf den Namen Darkplaces hört und eine sehr stark modifizierte Version der Quake1-Engine ist. Es gibt momentan 18 verschiedene Level und 15 Spielermodelle. So nutzen Sie abwechselnd die Avatare eines Menschen oder eines fiesen Aliens. Die Spielfiguren sind grafisch allerdings eher weniger gelungen (Abbildung 2).

Abbildung 2: Die Oberflächen der Avatare brauchen noch einen Feinschliff. Aus der Entfernung sehen die Figuren recht pixelig aus.

Das Readme zum Spiel empfiehlt eine Prozessortaktung von mindestens 1500 MHz, eine Grafikkarte wie die nVidia 5700fx oder ATI 9600 und wenigstens 256 MByte Hauptspeicher, wollen Sie mit annehmbaren grafischen Effekten spielen. Als Minimalanforderungen reichen auch 800 MHz, eine GeForce-artige Grafikkarte und 256 MByte RAM. Aber das Spielen am unteren Limit bereitet keine Freude.

Auf geht's…

Das Spiel Nexuiz laden Sie von [1] herunter. Sie benötigen sowohl das Nexuiz 1.1 Release als auch den dazu gehörigen Patch. Die beiden Pakete sind etwa 175 MByte groß – je nach Bandbreite dauert der Download also. Zusätzlich müssen Sie die 3D-Treiber für Ihre Grafikkarte installieren, was mitunter etwas umständlich ist, aber im Internet gibt es Hilfe zum Thema [2]. Ob ein 3D-Treiber installiert ist, überprüfen Sie über den Befehl glxinfo. In der Ausgabe erscheint dann hinter dem Eintrag OpenGL renderer string der Name Ihrer Grafikkarte.

Im Download-Verzeichnis erzeugen Sie einen Ordner nexuiz11, wechseln in dieses Verzeichnis und entpacken die Zip-Datei mit unzip /Pfad/zu/nexuiz11.zip. Für den Code-Flicken erzeugen Sie ein Verzeichnis, das Sie patch11 nennen und entpacken den Patch auf dem selben Weg dorthin. Um die Nexuiz-Dateien mit den Patch-Dateien zu überschreiben, wechseln Sie in das patch11-Verzeichnis und geben folgenden Befehl ein:

cp *.* /Pfad/zum/Verzeichnis↩
/nexuiz11/Nexuiz/

Anschließend tippen Sie:

cd /Pfad/zum/Verzeichnis/↩
nexuiz11/Nexuiz/

um in das Verzeichnis mit den ausführbaren Dateien zu gelangen. Abhängig davon, ob Sie das OpenGL-Interface GLX oder die Multimediabibliothek SDL bevorzugen, geben Sie chmod u+x nexuiz-linux-x86-sdl oder chmod u+x nexuiz-linux-x86-glx ein. Nutzen Sie einen 64-Bit-Prozessor, wählen Sie den Dateinamen, der x86_64 enthält. Wahlweise kompilieren Sie das Programm aus den Sourcen: Das Makefile finden Sie im Darkplaces-Verzeichnis im Unterordner sources. Haben Sie vor, einen Dedicated Server aufzusetzen, finden Sie im Nexuiz-Forum [3] eine Anleitung.

Es gibt zwei Möglichkeiten, das Spiel zu starten: Entweder Sie wechseln in das oben genannte Verzeichnis und geben ./nexuiz-linux-x86[Ihre Version] ein oder Sie legen sich eine Verknüpfung auf den KDE- oder Gnome-Desktop. In der Zeile Befehl in den Eigenschaften Ihrer Verknüpfung nehmen Sie folgenden Eintrag vor:

cd /Pfad/zum/Verzeichnis/↩
nexuiz11/Nexuiz/; ./nexuiz-lin↩
ux-x86[Ihre Version]

Zusätzlich kreuzen Sie unter Erweitert die Option In Terminal starten an. Über die eingerichtete Verknüpfung starten Sie das Spiel nun per Mausklick.

Happy Fragging

Das Spielprinzip von Egoshootern ist seit den 90er Jahren unverändert: Schießt du mich, schieß' ich dich. Wer schneller ist, gewinnt – einen tödlichen Treffer nennt man Frag. Um schnell ein paar Frags zu machen, haben Sie zwei Optionen. Nutzen Sie eine DSL-Leitung, wählen Sie am besten die Option Join Game, um an einem Spiel im Internet teilzunehmen. Das Spiel stellt über das Internet eine Liste aktuell verfügbarer Server zusammen. Je geringer die dort angegebenen Ping-Werte, desto besser erreichbar ist der dazugehörige Server, wodurch Sie Ihre Chancen auf ein ruckelfreies Spiel vergrößern (Abbildung 3). Wollen Sie zunächst die Grafik testen, starten Sie ein lokales Spiel über Create Game. Die Voreinstellungen stimmen, drücken Sie also einfach auf den Button Start. Sie steuern den Avatar über die Tastatur und die Maus. Mit [W] gehen Sie vorwärts mit [S] zurück, nach rechts und links bewegen Sie sich mit [D] und [A]. Die Maus benutzen Sie, um die Blickrichtung zu ändern und um zu schießen, wobei die Bewegungsrichtung immer Ihrer Blickrichtung folgt. Sie schießen mit der linken Maustaste, aber meist verfügen die Waffen auch noch über alternative Funktionen, die Sie über einen Rechtsklick auslösen. Es empfiehlt sich, zum Testen auch ein paar Bots unter Create Game zu aktivieren. Mit [F10] beenden Sie das Spiel abrupt - eine wichtige Funktion für das heimliche Spielen am Arbeitsplatz.

Abbildung 3: Links in der Grafik sehen Sie die Ping-Werte. Je niedriger der Wert ist, desto besser erreichbar ist der Server und das Spiel läuft flüssig.

Der Grafik Beine machen

Gutes Fraggen ist nur mit einer flüssigen Grafik möglich, Verzögerungen stören den Spielablauf mitunter empfindlich. Ruckelt die Grafik, verlassen Sie das Spiel mit [Esc] und modifizieren die Grafikeinstellungen innerhalb der Options. Darunter summieren sich eine Reihe von Einstellungen, die Sie Ihren Wünschen anpassen. Wählen Sie zunächst den Eintrag Video. Dort stellen Sie die Bildschirmauflösung ein: 800x600 Pixel bei einem Wert von 16 Bits per Pixel genügen meist. Durch dreimaliges Drücken von [Esc] kehren Sie in das Spiel zurück, um zu testen, ob sich etwas geändert hat. Bleibt der Bildschirm schwarz, beenden Sie das Spiel mit [F10] und starten es neu: Dann war die Auflösung zu niedrig oder zu hoch gewählt. Läuft noch immer nicht alles flüssig, kehren Sie zu den Options zurück und wählen Sie Effects (Abbildung 4). Hier sind nun detailliert die Effekte aufgelistet, die das Spiel unterstützt. Bei Bedarf schalten Sie sämtliche Effekte ab, was sich natürlich auf die Grafik auswirkt. So radikal müssen Sie nicht vorgehen – es reicht meist, wenn Sie den ein oder anderen Effekt deaktivieren. Die Real Time World Lights sind beeindruckend, aber nicht unbedingt notwendig. Sie sorgen unter anderem dafür, dass fliegende Raketen oder Laserstrahlen Licht auf ihre Umgebung abstrahlen. Die Decals können Sie getrost abschalten, sie verursachen Blut-Effekte im Spiel, die eher vom Geschehen ablenken. Die Particles erzeugen unter anderem die Effekte für die Waffen, Einschusslöcher und weitere Details: Ohne Particles sehen die Geschosse wesentlich unspektakulärer aus. Probieren Sie einfach die verschiedenen Einstellungen aus, bis Ihr Spiel flüssig läuft. Geübte Gamer verzichten ohnehin auf jegliche grafische Finessen, um eine optimale Performance aus dem Spiel herauszuholen und den Ping-Wert möglichst klein zu halten.

Abbildung 4: Ruckelt die Grafik? Schalten Sie die grafischen Spielereien je nach Bedarf ein und aus. Profis verzichten zugunsten der Performance ohnehin auf Effekte.

Ist Ihr Spiel insgesamt zu dunkel, wechseln Sie im linken Bereich zum Eintrag Color Control. Dort modifizieren Sie die Helligkeit und die Farbwerte für das Spiel.

Global Player

Beim Spielen im Internet ist es wichtig, die potentiellen Gegner schon im Vorfeld mit einem angemessenen Kampfnamen und überzeugendem martialischen Aussehen einzuschüchtern. Unter der Option Player müssen Sie dazu ein wenig kreativ werden. Schnucki als Kampfname geht gar nicht, tragen Sie unter Player Name lieber ^Bl00dh0und^ oder -_D3Struct0r_- ein. Links neben dem Namen sehen Sie ein Bild des Avatars, darüber steht der Name der entsprechenden Spezies, denn die Kämpfer kommen – wie so häufig – aus dem gesamten Universum. Indem Sie auf die kleinen Pfeile über dem Bild klicken, rufen Sie eine andere Spezies auf. Nexuiz unterstützt aktuell als Game Mode nur das Deathmatch, also den Kampf Jeder gegen Jeden. Wie Sie über die Konsole Teams einrichten, lesen Sie weiter unten. Das Field of view meint das Sichtfeld, wobei Werte über 100 zum Fischaugeneffekt, Werte unter 100 zum Tunnelblick führen. Spieler nutzen tendenziell Werte über 100, um einen besseren Überblick über die Map – also das Spielfeld – zu erhalten. Über die View Size ändern Sie die Größe des Bildausschnitts, Crosshair Type und Crosshair Size beeinflussen Größe und Aussehen des Fadenkreuzes.

Unter dem Eintrag Controls modifizieren Sie bei Bedarf die Tastaturbelegung für das Spiel. Klicken Sie auf einen zugeordneten Buchstaben und tippen Sie dann auf die neu einzurichtende Taste. Im Bereich Audio ändern Sie die Lautstärke der Musik und der akustischen Effekte, der Eintrag Input regelt die Empfindlichkeit der Maus. Je höher der dort eingetragene Wert ist, desto schneller dreht sich Ihre Figur bei einer Mausbewegung. Dadurch reagieren Sie zügiger auf Angriffe, allerdings wird das Zielen schwieriger.

Spiel ohne Grenzen

Nun spielen Sie: Entweder allein gegen Computergegner, gegen die Freunde und Kollegen im LAN oder über das Internet mit dem Rest der Welt. Unter Create Game nehmen Sie alle notwendigen Einstellungen für ein privates Spielchen vor. Das geschieht über die fünf Optionen im oberen Bereich. Setzen Sie zunächst unter den Basic Options (Abbildung 5) den Public Server auf Disabled und stellen Sie Spielregeln auf. Unter Frag Limit legen Sie fest, nach wie vielen Frags das Spiel vorbei ist, die Option Max Players begrenzt die Anzahl der Spieler in einem Level. Die Option Bot Count bestimmt darüber, wie viele Computergegner im Spiel erscheinen, im Bereich darunter entscheiden Sie, wie gut diese sind. Sollten Sie nicht ständig Nexuiz spielen, haben Sie auf der höchsten Stufe allerdings kaum eine Chance – lassen Sie es also locker angehen.

Abbildung 5: Bevor Sie ein neues Spiel starten, legen Sie die Regeln fest. Wieviele Bots wollen Sie im Level? Wie stark sollen die Bots sein, und wann ist ein Spiel vorbei?

Links neben den Optionen zeigt ein Screenshot die ausgewählte Map. Mit Hilfe der kleinen Pfeile über dem Bild wechseln Sie zwischen verschiedenen Maps. Gewöhnlich erscheint automatisch nach jedem vollendeten Level das nächste Spielfeld. Welche Map Sie in die Rotation aufnehmen, bestimmen Sie unter der Option Map List, rechts neben den Basic Options. Ein Doppelklick auf eine Map befördert diese in die Cycle List. Nun geht es um die Game Settings. Auch dort existieren zahlreiche Optionen, die wichtigsten seien hier kurz erläutert: Instagib ist ein Modus, in dem jeder Spieler nur einen Schuss hat, um den Gegner ins virtuelle Nirvana zu schicken, in der Rocket Arena stehen ausschließlich Raketenwerfer zur Verfügung und im Vampire Mode erhalten Sie die Punkte, die Sie anderen an Schaden zufügen. Passionierten Unreal- oder Counterstrike-Spielern mögen einige Bewegungsabläufe ungewohnt vorkommen, auch solche Details kann man in Nexuiz ändern. Spielen Sie Gott und regeln Sie über Level Gravity die Schwerkraft nach oben und nach unten, begrenzen oder erhöhen Sie bei Bedarf die Sprunghöhe oder beschleunigen Sie über Game Speed den gesamten Spielablauf. Wie schnell die Avatare sind, legen Sie über Player Maxspeed fest. Hier lösen Sie auch alle Fragen, die mit der Gesundheit zusammenhängen. Nexuiz fördert die Gesundheit nach einem eigenen System: Sie pendelt sich gewöhnlich bei 100 Punkten ein. Sie steigt durch die Aufnahme so genannter Medi-Packs kurzfristig an und sinkt dann bald wieder auf 100 Punkte ab. Daher fackeln die Spieler nicht lange, sondern greifen an, bevor die Gesundheit wieder schwindet. Umgekehrt regeneriert sich die Gesundheit von selbst auf 100 Punkte, wenn die Figur verletzt wird. Wie schnell sich der Verfall vollzieht, legt der Eintrag Health Rot fest, während die Health Regeneration Speed über die automatische Genesung bestimmt. Die selben Mechanismen gelten auch für die Rüstung. Self Damage bezeichnet den Schaden, den man sich selbst beim unsachgemäßen Hantieren mit der eigenen Waffe zufügt. Die Geschwindigkeit des Waffenwechsels bestimmt der Weapon Switch Delay. Da die Effektivität der Waffen häufig von Ihrer Einsatzumgebung abhängt, machen schnelle Waffenwechsel Sinn.

Waffen passen Sie über die Weapon Settings (Abbildung 6) ebenfalls dem eigenen Geschmack an. So wird das Gewehr sehr attraktiv, wenn Sie den Shotgun Damage von 6 auf 67 erhöhen, denn dann schicken Sie die Gegner mit einem einzigen Schuss auf die Bretter. Die Option Rocket Launcher Refire regelt, in welchem Abstand die Raketen den Raketenwerfer verlassen. Senken Sie die Latenzzeit auf 0.00, dann schicken Sie ganze Raketensalven auf die Reise.

Abbildung 6: Wahl der Waffen. Mit Hilfe zahlreicher Optionen passen Sie die Waffen an Ihre Bedürfnisse an. Eine ansonsten harmlose Schrotflinte richtet danach mitunter ziemlichen Schaden an.

Aufgrund der zahlreichen Optionen dauert es eine Weile, bevor Sie die passenden Einstellungen für Ihre Spielanforderungen finden. Damit Sie nicht beim nächsten Neustart wieder bei Null anfangen, sichern Sie Ihre Änderungen. Dazu gibt es unter Create Game die Option Management. Jeweils individuell speichern Sie die Konfigurationen für Maplist, Weapons und Game ab.

Fühlen Sie sich bereit, gegen Spieler aus dem Netz anzutreten, wählen Sie Join Game und sehen Sie nach, welche der aufgeführten Server überhaupt bevölkert sind. Das zeigen die NP/MP-Werte. MP zeigt die maximal mögliche Anzahl von Spielern an, NP informiert, wie viele Spieler tatsächlich im Level sind, wobei gegen Abend erfahrungsgemäß mehr Betrieb herrscht. Sie müssen nicht unbedingt ein Superspieler sein, um im Netz mitzuhalten. Mit etwas Glück treffen Sie auf einem der Server ebenbürtige Gegner. Vergessen Sie nicht, auf den Ping-Wert zu achten, um einen Server mit hoher Geschwindigkeit zu erreichen. Im Online-Spiel gehen Ihre eigenen Einstellungen zum Teil verloren, die Spielregeln stellen die Betreiber der Server auf. Nur die Grafikeinstellungen bleiben erhalten.

Konsolen-Hacks für LAN-Games und Teamplay

Wie in anderen Ego-Shootern auch, nehmen Sie einige Einstellungen während des Spiels direkt über die Konsole vor (Abbildung 7). Zwar erreichen Sie viele Optionen über die grafischen Menüs, einige Einstellungen sind aber nur über die Konsole möglich, wie das Spielen im LAN. Die Konsole eignet sich zudem dafür, Optionen einmal schnell während eines Spiels zu verändern.

Abbildung 7: Über die Konsole ändern Sie Parameter im laufenden Spiel. Vorher müssen Sie der Konsole eine gut erreichbare Taste zuweisen.

Kommandos, welche die Konsole versteht, finden Sie unter anderem in der Datei config.cfg im Unterordner ./nexuiz/data/ Ihres Home-Verzeichnisses. Ein Problem: Die Taste zum Aktivieren der Konsole ist schlecht gewählt. Öffnen Sie erstmal die Datei config.cfg mit Kate und geben Sie dort bind "c" "toggleconsole" ein. Nun erscheint die Konsole im Spiel durch Drücken von [C] und schließt mit [Esc]. Wollen Sie sich per LAN mit anderen Spielern messen, benötigen Sie die IP-Adresse Ihres Rechners. Die erhalten Sie, indem Sie

/sbin/ifconfig | grep Bcast

in eine Linux-Konsole tippen. Starten Sie dann ein Spiel über Create Game, wobei der Public Server auch auf Disabled stehen darf. Gewöhnlich funktioniert ein LAN-Game so, dass sich die anderen Spieler über Join Game in ein offenes Spiel im lokale Netzwerk einloggen – nicht so in Nexuiz. Hier starten Sie und alle Mitspieler über Create Game ein jeweils eigenes Spiel. Die Mitspieler öffnen dann über [C] die Konsole und geben connect IP-Adresse ein, wobei die IP-Adresse Ihre IP-Adresse ist. Auf diese Weise klinken sich die anderen Spieler in Ihr offenes Spiel ein. Das Team-Game aktivieren Sie über die Konsole mit teamplay 1, dann wählen die Spieler ihre Farben über die Player-Option den Options.

Betrachten Sie die Datei config.cfg etwas genauer. Die Zeilen, die mit seta beginnen, ändern Sie ebenfalls über die Konsole. Bevor Sie irgendwelche Veränderungen vornehmen, sollten Sie allerdings eine Sicherheitskopie der config.cfg anlegen. Ein Beispiel: Die Eingabe von seta bot_number 3 setzt die Anzahl der im Spiel vorhandenen Bots auf 3. Sehr beliebt ist auch der Befehl set showfps 1, der im Spiel die Anzahl der Frames pro Sekunde anzeigt und Ihnen hilft, Performance-Gewinne zu erkennen.

Experimentieren Sie ruhig ein bisschen. Bei offenen Fragen lohnt es sich, im Nexuiz-Forum vorbei zu schauen [4]. Ein Tipp ist das Spiel auf jeden Fall, auch wenn an einigen Details wie den Spielerskins und den Bewegungsabläufen der Bots noch gefeilt werden muss. Aber da Nexuiz ein Open-Source-Produkt ist, wird es sicher noch zahlreiche Verbesserungen geben.

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