Home / LinuxUser / 2005 / 09 / 3D-Action mit Nexuiz

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Debian 7.1 ist erschienen
(179 Punkte bei 5 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Killing you softly

3D-Action mit Nexuiz

Global Player

Beim Spielen im Internet ist es wichtig, die potentiellen Gegner schon im Vorfeld mit einem angemessenen Kampfnamen und überzeugendem martialischen Aussehen einzuschüchtern. Unter der Option Player müssen Sie dazu ein wenig kreativ werden. Schnucki als Kampfname geht gar nicht, tragen Sie unter Player Name lieber ^Bl00dh0und^ oder -_D3Struct0r_- ein. Links neben dem Namen sehen Sie ein Bild des Avatars, darüber steht der Name der entsprechenden Spezies, denn die Kämpfer kommen – wie so häufig – aus dem gesamten Universum. Indem Sie auf die kleinen Pfeile über dem Bild klicken, rufen Sie eine andere Spezies auf. Nexuiz unterstützt aktuell als Game Mode nur das Deathmatch, also den Kampf Jeder gegen Jeden. Wie Sie über die Konsole Teams einrichten, lesen Sie weiter unten. Das Field of view meint das Sichtfeld, wobei Werte über 100 zum Fischaugeneffekt, Werte unter 100 zum Tunnelblick führen. Spieler nutzen tendenziell Werte über 100, um einen besseren Überblick über die Map – also das Spielfeld – zu erhalten. Über die View Size ändern Sie die Größe des Bildausschnitts, Crosshair Type und Crosshair Size beeinflussen Größe und Aussehen des Fadenkreuzes.

Unter dem Eintrag Controls modifizieren Sie bei Bedarf die Tastaturbelegung für das Spiel. Klicken Sie auf einen zugeordneten Buchstaben und tippen Sie dann auf die neu einzurichtende Taste. Im Bereich Audio ändern Sie die Lautstärke der Musik und der akustischen Effekte, der Eintrag Input regelt die Empfindlichkeit der Maus. Je höher der dort eingetragene Wert ist, desto schneller dreht sich Ihre Figur bei einer Mausbewegung. Dadurch reagieren Sie zügiger auf Angriffe, allerdings wird das Zielen schwieriger.

Spiel ohne Grenzen

Nun spielen Sie: Entweder allein gegen Computergegner, gegen die Freunde und Kollegen im LAN oder über das Internet mit dem Rest der Welt. Unter Create Game nehmen Sie alle notwendigen Einstellungen für ein privates Spielchen vor. Das geschieht über die fünf Optionen im oberen Bereich. Setzen Sie zunächst unter den Basic Options (Abbildung 5) den Public Server auf Disabled und stellen Sie Spielregeln auf. Unter Frag Limit legen Sie fest, nach wie vielen Frags das Spiel vorbei ist, die Option Max Players begrenzt die Anzahl der Spieler in einem Level. Die Option Bot Count bestimmt darüber, wie viele Computergegner im Spiel erscheinen, im Bereich darunter entscheiden Sie, wie gut diese sind. Sollten Sie nicht ständig Nexuiz spielen, haben Sie auf der höchsten Stufe allerdings kaum eine Chance – lassen Sie es also locker angehen.

Abbildung 5: Bevor Sie ein neues Spiel starten, legen Sie die Regeln fest. Wieviele Bots wollen Sie im Level? Wie stark sollen die Bots sein, und wann ist ein Spiel vorbei?

Links neben den Optionen zeigt ein Screenshot die ausgewählte Map. Mit Hilfe der kleinen Pfeile über dem Bild wechseln Sie zwischen verschiedenen Maps. Gewöhnlich erscheint automatisch nach jedem vollendeten Level das nächste Spielfeld. Welche Map Sie in die Rotation aufnehmen, bestimmen Sie unter der Option Map List, rechts neben den Basic Options. Ein Doppelklick auf eine Map befördert diese in die Cycle List. Nun geht es um die Game Settings. Auch dort existieren zahlreiche Optionen, die wichtigsten seien hier kurz erläutert: Instagib ist ein Modus, in dem jeder Spieler nur einen Schuss hat, um den Gegner ins virtuelle Nirvana zu schicken, in der Rocket Arena stehen ausschließlich Raketenwerfer zur Verfügung und im Vampire Mode erhalten Sie die Punkte, die Sie anderen an Schaden zufügen. Passionierten Unreal- oder Counterstrike-Spielern mögen einige Bewegungsabläufe ungewohnt vorkommen, auch solche Details kann man in Nexuiz ändern. Spielen Sie Gott und regeln Sie über Level Gravity die Schwerkraft nach oben und nach unten, begrenzen oder erhöhen Sie bei Bedarf die Sprunghöhe oder beschleunigen Sie über Game Speed den gesamten Spielablauf. Wie schnell die Avatare sind, legen Sie über Player Maxspeed fest. Hier lösen Sie auch alle Fragen, die mit der Gesundheit zusammenhängen. Nexuiz fördert die Gesundheit nach einem eigenen System: Sie pendelt sich gewöhnlich bei 100 Punkten ein. Sie steigt durch die Aufnahme so genannter Medi-Packs kurzfristig an und sinkt dann bald wieder auf 100 Punkte ab. Daher fackeln die Spieler nicht lange, sondern greifen an, bevor die Gesundheit wieder schwindet. Umgekehrt regeneriert sich die Gesundheit von selbst auf 100 Punkte, wenn die Figur verletzt wird. Wie schnell sich der Verfall vollzieht, legt der Eintrag Health Rot fest, während die Health Regeneration Speed über die automatische Genesung bestimmt. Die selben Mechanismen gelten auch für die Rüstung. Self Damage bezeichnet den Schaden, den man sich selbst beim unsachgemäßen Hantieren mit der eigenen Waffe zufügt. Die Geschwindigkeit des Waffenwechsels bestimmt der Weapon Switch Delay. Da die Effektivität der Waffen häufig von Ihrer Einsatzumgebung abhängt, machen schnelle Waffenwechsel Sinn.

Waffen passen Sie über die Weapon Settings (Abbildung 6) ebenfalls dem eigenen Geschmack an. So wird das Gewehr sehr attraktiv, wenn Sie den Shotgun Damage von 6 auf 67 erhöhen, denn dann schicken Sie die Gegner mit einem einzigen Schuss auf die Bretter. Die Option Rocket Launcher Refire regelt, in welchem Abstand die Raketen den Raketenwerfer verlassen. Senken Sie die Latenzzeit auf 0.00, dann schicken Sie ganze Raketensalven auf die Reise.

Abbildung 6: Wahl der Waffen. Mit Hilfe zahlreicher Optionen passen Sie die Waffen an Ihre Bedürfnisse an. Eine ansonsten harmlose Schrotflinte richtet danach mitunter ziemlichen Schaden an.

Aufgrund der zahlreichen Optionen dauert es eine Weile, bevor Sie die passenden Einstellungen für Ihre Spielanforderungen finden. Damit Sie nicht beim nächsten Neustart wieder bei Null anfangen, sichern Sie Ihre Änderungen. Dazu gibt es unter Create Game die Option Management. Jeweils individuell speichern Sie die Konfigurationen für Maplist, Weapons und Game ab.

Fühlen Sie sich bereit, gegen Spieler aus dem Netz anzutreten, wählen Sie Join Game und sehen Sie nach, welche der aufgeführten Server überhaupt bevölkert sind. Das zeigen die NP/MP-Werte. MP zeigt die maximal mögliche Anzahl von Spielern an, NP informiert, wie viele Spieler tatsächlich im Level sind, wobei gegen Abend erfahrungsgemäß mehr Betrieb herrscht. Sie müssen nicht unbedingt ein Superspieler sein, um im Netz mitzuhalten. Mit etwas Glück treffen Sie auf einem der Server ebenbürtige Gegner. Vergessen Sie nicht, auf den Ping-Wert zu achten, um einen Server mit hoher Geschwindigkeit zu erreichen. Im Online-Spiel gehen Ihre eigenen Einstellungen zum Teil verloren, die Spielregeln stellen die Betreiber der Server auf. Nur die Grafikeinstellungen bleiben erhalten.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 89 Punkte (7 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 07/13

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

whowatch
Nutzer und Prozesse mit whowatch überwachen
Tim Schürmann, 18.06.2013 12:49, 0 Kommentare

Wenn Administratoren herausfinden wollen oder müssen, was die Benutzer auf einem System gerade so treiben, dann hilft ihnen whowatch. Das kleine Kommandozeilenprogramm zeigt in Ec...

Aktuelle Fragen

SUSE 12.3 64Bit: Miro funzt nicht
Wimpy *, 14.06.2013 13:05, 5 Antworten
Seit Installation von openSUSE 12.3 64Bit startet Miro nicht. (Version 5.0.4-1.24-x86_64 von Pa...
Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 4 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...