Privoxy und Webcleaner im Test

Torwächter

Bild: A.25.04.819 Normalerweise hat ein Nutzer kaum Kontrolle darüber, welche Daten über den Browser auf seinen Rechner ein- und ausgehen. Content-Filter helfen, sowohl die Privatsphäre des Surfers zu wahren als auch die Werbeflut einzudämmen.

Content-Filter bieten dem oft ungezügelten Datenverkehr zwischen Browser und Webserver Einhalt und übermitteln nur die Inhalte, die der Anwender auch übertragen möchte. Das gilt sowohl für eingehenden Traffic, den ein Content-Filter von Werbung, Webbugs, Cookies, ungewolltem Javascript und sonstigem Ungemach befreit, als auch für ausgehende Daten, die der Filter auf das gewünschte Maß reduziert.

Als positiver Nebeneffekt erhöht sich mit dem Verwenden von Content-Filtern bei richtiger Konfiguration auch der Schutz vor Sicherheitslöchern in Browsern, die nach wie vor in leidiger Regelmässigkeit auftreten.

Im folgenden besprechen wir Privoxy [1] und Webcleaner [2]. Beide arbeiten als Content-Filter, jedoch mit unterschiedlichen Intentionen: Während sich Privoxy auf das Filtern von Web-Inhalten beschränkt, verfügt Webcleaner über diverse Zusatzfunktionen wie Virenfilter und Image-Kompressor.

Funktionsweise

Content-Filter arbeiten wie Proxy-Server als Vermittlungseinheit zwischen Browser und Web-Server. Um sie zu nutzen, leiten Sie den Webzugriff des Browsers auf die Adresse den Content-Filters um, indem Sie in den Verbindungseinstellungen Ihres Browsers die IP-Adresse und den Port des Content-Filters eintragen. Arbeitet der Filter auf dem lokalen Rechner, handelt es sich hier um die Adresse 127.0.0.1 ("localhost").

Privoxy

Der auf Junkbuster basierende Privacy Enhancing Proxy – kurz Privoxy – arbeitet als reiner Content-Filter ohne Zwischenspeicherung (Caching). Anders als ein reiner URL-Filter prüft das Programm den gesamten Inhalt einer Webseite anhand vordefinierter Regeln.

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