Alternative für die Linux-Befehlszeile

BashPodder [8] von Linc Fessenden umfasst nur 44 Zeilen Bash-Code und benötigt lediglich bash, wget und sed, die allesamt zur Standardausrüstung der meisten Linux-Distributionen gehören.

Der Autor beschreibt seine Motivation so: "BashPodder wurde geschrieben, um klein und schnell zu sein und was noch wichtiger ist, um die KISS-Regel (Keep It Simple Stupid) einzuhalten. So darf jeder nach eigenem Bedarf das Skript ergänzen oder auch etwas aus dem Skript streichen (von meiner Seite her herzlich gerne)."

Wenn Sie BashPodder einsetzen wollen, downloaden Sie das Hauptprogramm bashpodder.shell sowie das Konfigurationsbeispiel bp.conf und legen Sie beide Dateien im Ordner ab, in dem Sie Ihre Podcasts speichern wollen. Sonst gibt es nichts zu entpacken oder zu installieren, Sie müssen lediglich chmod +x bashpodder.shell eingeben, um das Skript ausführbar zu machen. Bei bp.conf handelt es sich um eine einfache Textdatei, die je eine URL pro Feed auflistet. Sie können bp.conf mit einem Texteditor bearbeiten und Zeilen hinzufügen oder löschen.

Standardmäßig speichert BashPodder die Podcasts in einem Verzeichnis unterhalb des Ordners, in dem Sie das Tool ausführen. Dabei benennt es das Unterverzeichnis nach dem aktuellen Zeitstempel. Im Beispiel soll der Download-Ordner wieder ~/podin heißen. Um den Namen zu ändern, laden Sie das Skript mit Ihrem bevorzugten Editor, suchen Sie die Stelle mit der datadir-Definition und ändern die Definition von datadir=$(date +%Y-%m-%d) in datadir=/Pfad/zu/podin

Um das Skript automatisch auszuführen, setzen am besten Cron ein, den System-Daemon für regelmäßige Arbeiten. Standardmäßig bearbeitet man die entsprechende Datei crontab mit dem Editor Vi. Um dafür ein anderes Programm zu verwenden, exportieren Sie seinen Namen als Umgebungsvariable EDITOR. Weil zum Beispiel joe bevorzugt, gibt folgendes:

export EDITOR=joe
crontab -e

Um bashpodder.shell so einzustellen, dass es jeden Tag um 9.00 ausgeführt wird, tragen Sie eine Zeile wie diese ein:

0 9 * * * ↩
/Pfad/zu/bashpodder.shell

Die Homepage von BashPodder bietet außerdem viele Änderungen und Ergänzungen für das Skript, die von Usern stammen, wie BPConf von Leon Penningtons, ein einfaches Front-End für die KDE-Konfiguration [9]

Bereit zum Synchronisieren

Was passiert, wenn Sie Ihren Player anschließen, hängt stark von Ihrer Distribution ab. So benutzt Suse 9.2 zum Beispiel subfs/submount und mountet den Player automatisch unter einem Namen, der sich von der Seriennummer des Geräts ableitet. Als weitere Besonderheit der Suse-Distribution verwendet sie das Verzeichnis /media/, während andere Distributionen /mnt/ verwenden. Verbindet man beispielsweise einen PowerMusic-MP3-Player mit einer Suse-Maschine, legt sie automatisch einen Mountpoint mit dem wenig intuitiven Namen /media/usb-035211010152:0:0:0p1 an. Um eine allgemeine Lösung zu bieten, soll der Mountpoint für den verwendeten MP3-Player im weiteren Artikel einfach /pfad/zu/mp3player heißen. Legen Sie am besten einen symbolischen Link an, den Sie sich leicht merken können:

ln -s /media/usb-↩
035211010152:0:0:0p1 ↩
/pfad/zu/mp3player

Der neue Ordner namens ~/podin nimmt bereits die neuen Podcasts auf. Jetzt fehlt noch ein weiteren Ordner namens ~/podmirror, der eine Kopie der Dateien auf dem MP3-Player enthalten soll. Um zu vermeiden, dass die Podcasts anderen Musikstücken auf dem MP3-Player in die Quere kommen, können Sie dort einen Ordner anlegen, der zum Beispiel /pfad/zu/mp3player/podcasts/ heißt.

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