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Hardware

01.08.2005

Neue Linux-Handys für Asien

Immer mehr Handy-Firmen setzen offensichtlich auf Linux als Betriebssystem für ihre Mobiltelefone. Ende des Jahres wird beispielsweise Motorola (http://www.motorola.com) ein neues Dreiband-Telefon in der Region Asien/Pazifik vermarkten. Das Modell Motorola E895 verwendet einen 2.4-Linux-Kernel vom Embedded-Spezialisten Montavista auf einem Intel-XScale-Prozessor mit 208MHz. Das Fotohandy mit 1,3 Megapixeln spielt Videos und Musik ab und unterstützt Java-Anwendungen. Die Benutzerdaten speichert das Multimedia-Telefon auf auswechselbarem Flash-Speicher, den der Benutzer bis auf 512 MByte aufrüsten kann.

Ebenfalls mit einer 1,3-Megapixel-Kamera ist das neueste chinesische Linux-Handy ausgestattet. Die Firma Zhongxing Telecommunication Equipment (http://www.zte.com.cn), einer der größten Hersteller in China, hat dabei mit skandinavischen Softwarefirmen zusammengearbeitet: Die Oberfläche basiert auf der Qtopia Phone Editon der Firma Trolltech, der Web-Browser stammt von Opera. Neben den üblichen Multimediafunktionen verfügt das GSM-Telefon über eine eingebaute Übersetzungssoftware mit über 350 000 Chinesisch-Englischen Einträgen.

Abbildung 1

Abbildung 1: Video, Musik, Java: Im neuen Multimedia-Handy E895 von Motorola steckt ein 208-MHz-Prozessor und Linux.

Kompakter Player mit Ogg-Unterstützung

Die Musikplayer von iRiver (http://www.iriver.com) erfreuen sich in der Open-Source-Gemeinde großer Beliebtheit: Sie gehören zu den wenigen Geräten, die auch Dateien im freien Ogg-Vorbis-Format wiedergeben. Im Juli bringt der Hersteller einen neuen kompakten Player mit Flashspeicher auf den Markt: Der T30 misst 64 x 32 x 22 Milimeter, wiegt 27 Gramm und spielt mit einer einzigen Micro-Batterie (AAA-Format) rund 20 Stunden lang.

Der Player unterstützt neben Ogg-Vorbis auch die Formate MP3, WMA und ASF. Über den Line-Eingang kann der Anwender direkt Aufnahmen im MP3-Format machen, und mit dem eingebauten Mikrofon lässt sich der Musikspieler als Diktiergerät einsetzen. Musikdateien vom PC gelangen per USB 2.0 auf das kleine Gerät.

Durch die Audiosammlung navigiert der Musikfreund auf einem vierzeiligen LCD-Menü mit Hintergrundbeleuchtung, wo er auch zahlreiche Equalizer-Einstellungen vornehmen kann. Das Gerät gibt es in zwei Speichervarianten: Die Version im metallic-roten Gehäuse mit 1 GByte Speicher kostet rund 150 Euro, die grüne Variante mit 512 GByte rund 150 Euro.

Abbildung 2

Abbildung 2: Klein, bunt, und spielt neben MP3 auch Ogg-Vorbis: Der Musikplayer T30 von iRiver.

Tastatur – nicht zum Anfassen

Eine Tastatur, die kein Objekt zum Anfassen mehr ist, sondern nur noch eine Projektion: Was vor kurzem noch wie Science Fiction klang, bringt nun eine kleine Firma aus dem Vogtland auf den Markt.

Beim Celluon Laserkey der GETT GmbH (http://www.gett.de) handelt es sich um einen kleinen Projektor, der mit Laserlicht das Abbild einer PC-Tastatur auf eine undurchsichtige Unterlage wirft. Eine Infrarotschicht 2 Millimeter über der Oberfläche registriert die Tastaturanschläge des Benutzers. Auch die Mausfunktion haben die Entwickler auf diese Weise umgesetzt. All das funktioniert selbst bei Tageslicht.

Mit dem Rechner, PDA oder Smartphone kommuniziert die Laser-Projektionstastatur per Bluetooth oder über die serielle Schnittstelle. Das handliche Gerät, das rund 110 Gramm wiegt, bezieht seine Energie von einem Lithium-Ionen-Akku und eignet sich daher für den mobilen Betrieb. Als weiteres Einsatzgebiet für die Projektionstechnologie gilt die Medizintechnik – bei einer virtuellen Tastatur bereitet die Desinfektion keine Probleme mehr.

Das ungewöhnliche Eingabegerät kostet rund 260 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Zurzeit steht nur ein US-Tastaturlayout zur Verfügung, andere sind nach Angaben des Herstellers in Vorbereitung. Die Redaktion des LinuxUser hat bereits ein Testgerät angefordert, um festzustellen, wie gut die Tastatur mit Linux zusammenarbeitet.

Abbildung 3

Abbildung 3: Keine Tasten mehr, alles nur Projektion: die Lasertastatur von GETT.

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