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Feuerteufel

Firewall auf Live-CD: Devil-Linux 1.2.5

Auf Dauer eingestellt

Hinter dem Menüpunkt Config versteckt sich das elegante Devil-Linux-Programm save-config. Es lässt sich auch manuell von der Konsole starten und speichert alle Änderungen zurück auf das Wechselmedium. Über das setup-Programm via Menü aufgerufen, fordert das Speicherprogramm zum Einlegen einer Diskette beziehungsweise zum Anstöpseln eines USB-Sticks auf.

Von seiner besten Seite zeigt sich das Tool, wenn der Admin eine Diskette einlegt, auf der sich bereits eine Konfiguration befindet – zum Beispiel die beim ersten Booten angelegte Default-Konfiguration. Abbildung 4 zeigt die übersichtliche Arbeitsweise von save-config: Es findet alle Unterschiede (Größe der Dateien, Modifikationsdatum und mehr) zwischen den Daten der Diskette und den auf dem System vorhandenen heraus.

Mit diesen Detailinformationen ausgestattet, fällt die Antwort auf die folgende Frage leichter – Devil will wissen, ob die Veränderungen Eingang in die neue, auf Floppy zu speichernde Systemkonfiguration finden sollen. Beim Speichern kreiert Devil-Linux erneut ein etc.tar.gz-File und schreibt es auf die Diskette.

Abbildung 4: Das Save-Config-Programm benutzt unter anderem Diff, um dem Admin alle Konfigurationsänderungen detailliert anzuzeigen. Das soll verhindern, dass er versehentlich die falsche Diskette überschreibt.

Änderungen in fremder Umgebung

Wie zu Beginn erwähnt, hat das Ein-Datei-Prinzip einige Vorteile in der täglichen Praxis. Das File lässt sich leicht auf einen separaten Computer kopieren – als Datensicherung und als praktische Möglichkeit, die Konfiguration in einem anderen Rechner zu verwalten.

Dazu genügt es, das Archiv auszupacken, die enthaltenen Dateien anzupassen und das Paket erneut zu schnüren. Die geänderte etc.tar.gz kommt wieder auf die Diskette und diese in den Devil-Linux-Rechner. Noch einfacher ist es, das etc-Paket über das Netzwerk zu kopieren. Aber Achtung: Dafür empfehlen sich nur sichere Transportprotokolle wie OpenSSH – das Paket enthält auch alle Kennwörter, inklusive des Root-Passworts.

Ist die Grundkonfiguration inklusive Netzwerk abgeschlossen, fehlt noch die Konfiguration der gewünschten Dienste. Hier hilft nur, die Anleitung für den jeweiligen Dienst zu studieren – und in bester Unix-Tradition die Dateien von Hand zu bearbeiten.

Als IPtables-Firewall arbeitet Devil-Linux auch hervorragend mit dem grafischen FWBuilder [7] [8] zusammen; dieses Programm läuft auf einem eigenen Rechner und erzeugt die Konfiguration in dieser geschützen Umgebung. Ein zu Devil Linux passendes Policy-Installationsskript bringt FWBuilder praktischerweise schon mit: Es schreibt die neu erstellten Filterregeln direkt in die Konfigurationsdiskette. Damit klappt die Fernwartung per Diskette oder USB-Stick problemlos und sehr bequem.

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LinuxUser 06/2012

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