Home / LinuxUser / 2005 / 07 / Palms synchronisieren mit Suse 9.3

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Im Gleichtakt

Palms synchronisieren mit Suse 9.3

Mehr Rechte

Als müssen Sie bei Suse die Rechte der Devices anzupassen, auf denen der Palm Pilot zu erwarten ist. Dies ließe sich mit chmod 666 /dev/usb/ttyUSBX erledigen. Besser ist es aber den User, der den Palm benutzen will, der Gruppe uucp hinzuzufügen, der die Devices gehören. Dazu ermitteln Sie mit groups die aktuellen Gruppen, zu denen der User gehört. Dann nutzen Sie als Root dann den Befehl usermod und fügen die Gruppe uucp den durch Komma getrennten vorhandenen Gruppen an, also zum Beispiel

usermod -G users,dialup,↩
video,uucp testuser

Alternativ könnnen Sie diese Aufgaben auch via Yast erledigen, den Sie ohnehin brauchen, falls J-Pilot noch nicht installiert ist.

Die bei Suse 9.3 verwendete Version von J-Pilot stürzt reproduzierbar ab, nachdem der PDA schon eine erfolgreiche Synchronisation gemeldet hat. Abgeglichens Daten sind jedoch anschließend nicht im J-Pilot vorhanden. Als Ursache stellt sich die per Default aktivierte Mail-Synchronisation heraus, die sich laut der Entwickler noch im Alpha-Stadium befindet. Deaktivieren Sie sie unter File | Preferences | Conduits das Pilot-MailSync-Plugin (Abbildung 1), so gehören die Abstürze der Vergangenheit an. Allerdings hat die bei Suse mitgelieferte Version auch Probleme mit den Umlauten. Die J-Pilot-FAQ empfiehlt hier, unter File | Preferences | Locale die Einstellung Host UTF-8 < -> Palm Windows 1250 (EE) zu wählen. Doch davon zeigt sich das Programm unbeeindruckt. Abhilfe schafft das Neukomplilieren aus den Quellen mit GTK-2-Unterstützung. Besorgen Sie sich dazu die J-Pilot-Sourcen von http://www.jpilot.org/ und installieren Sie über Yast zusätzlich die pilot-link-Headerfiles, also das Paket pilot-link-devel und die Pango-Headerfiles, die im Paket pango-devel stecken.

Abbildung 1: Der bei Suse 9.3 mitgelieferte JPilot hat die experimentelle Mailsync-Unterstützung aktiviert. Das führt zu reproduzierbaren Crashes beim Synchronisieren. Deshalb: Den zweiten Punkt von unten abschalten.

Nach dem Entpacken der J-Pilot-Quellen mit tar xvzf jpilot-0.99.7.tgz wechseln Sie in das entstandene Verzeichnis und bauen mit

./configure --enable-gtk2;make

die Software. Ein anschließendes make install als Root installiert den frisch hergestellten J-Pilot unterhalb von /usr/local, so dass Sie die alte, unter /usr/bin liegende Version noch zur Verfügung haben. Ein Aufruf von

/usr/local/bin/jpilot

demonstriert, dass die neue Software die vorhandenen Daten anstandslos benutzt, und jetzt auch die Umlaute richtig darstellt (Abbildung 2).

Abbildung 2: Nur ein neu kompiliertes JPilot war in der Lage, Umlaute richtig darzustellen.

Abbildung 3: Der Wizard von KPilot sucht automatisch nach Handhelds.

Kontakthemmungen

Kontact (beziehungsweise KPilot) hat einen Wizard (Abbildung 3), der an den üblichen verdächtigen Stellen nach einem Handheld sucht, USB-Ports inklusive. Er erkennt einen vorhandenen Palm Pilot aber nur, wenn der der Besitzer auch zur Gruppe uucp gehört. Von geänderten Rechten an den Gerätedateien lässt er sich nicht beeindrucken, sondern verweigerte die Erkennung. Sind die Rechte richtig gesetzt, gibt sich das der Zauberer trotzdem bockig, wenn auch manchmal nur scheinbar. Nach erfolgreicher Erkennung der Hardware inklusive Synchronisation und zufriedenem Piepen des Palms murrt er nämlich in einem Bildschirmfenster, er könne leider kein Gerät erkennen (Abbildung 4). Die Daten waren aber bereits in Kontact angelangt, auch wenn sich die Oberfläche bemühte, sie nach Kräften vor dem Anwender zu verbergen (Abbildung 5). Der "Formatted Name" bleibt leer und bei einer fehlenden E-Mail-Adresse sieht der Nutzer auf den ersten Blick gar keine Daten. Erst ein Verschieben der Feldbegrenzer nach links macht sie sichtbar.

Abbildung 4: Der KPilot Configuration Wizard findet keine Hardware – manchmal aber auch nur scheinbar. Das Fenster tauchte gelegentlich auch bei erfolgreicher Kontaktaufnahme zum Pilot auf.

Abbildung 5: Kontact referenziert Adressen nach dem "Formatted Name". Beim Palm-Import blieb dieses Feld jedoch leer. Kontact hat gelegentlich auch mit Umlauten zu kämpfen.

Tatsächlich oder scheinbar erfolglose Erkennungsversuche bringen das mitunter etwas labile Konstrukt aus Udev-Filesystem, Hotplug-Daemon und speziellen Skripten für die Zusammenarbeit von Palm und KDE manchmal so aus dem Tritt, dass nach der Erkennung keine Synchronisation erfolgt. Abziehen und späteres Wiedereinstecken des USB-Kabels führen dann unter Umständen doch noch dazu, dass nicht nur die Erkennung der Hardware funktionierte, sondern auch die Synchronisation. Mit Umlauten und Sonderzeichen hat aber auch Kontact zu kämpfen.

Davon abgesehen stellt Kontact unter Suse 9.3 sicherlich die bequemste Art dar, Daten zu sychronisieren, wenn es einmal funktioniert. Ein Skript erledigt im Hintergrund die Aktualisierung der Daten. Es genügt, den Palm anzuschließen und den Sync-Knopf zu drücken, unabhängig davon, ob Kontact gerade läuft oder nicht. Wer kein Freund integrierter Lösungen ist, hat mit einem neu kompilierten J-Pilot eine ausgereifte Software zur Verfügung – unter Verzicht auf etwas Bequemlichkeit.

Ubuntu und Evolution

Unter der Debian-basierten Distributione Ubuntu erweist sich der Datenabgleich als problemlos. Ubuntu Linux setzt auf den Gnome-Desktop, das heitß: Evolution als PIM. Hier funktioniert die Erkennung und Synchronisation des Tungsten E auf Anhieb. Unter Tools | Pilot Settings tragen Sie /dev/ttyUSB1 ein. Im Reiter Conduits müssen Sie anschließend die entsprechenden Hilfprogramme zur Synchronisation auswählen, hier sind standardmäßig alle deaktiviert. Ärgerlich allerdings, dass auch hier die Umlaute nicht funktionierten. Wer auf ernsthafte Schwierigkeiten beim Synchronisieren stößt, sollte überprüfen, ob das Paket pilot-link vorhanden ist, und gegebenenfalls über Synaptic oder apt-get install pilot-link nachinstallieren. Eine kurzes Howto für den offensichtlich störrischeren Zire 31 ist auf [6] zu finden.

Glossar

Conduits

Hilfsprogramme zur Sychronisation bestimmter Datentypen zwischen PDA und PC. Für die Synchronisation von Kontaktdaten, To-Do-Listen, Kalendereinträgen, Dateien und so weiter ist jeweils immer ein bestimmtes Conduit verantwortlich.

Infos

[1] J-Pilot: http://www.jpilot.org

[2] Kontact: http://www.kontact.org/

[3] Pilot-Link http://www.pilot-link.org/

[4] Palm-USB-Howto: http://pilot-link.org/README.usb

[5] Marcel Hilzinger, Oliver Frommel, Rene Rebe: "Mit heißer Nadel", LinuxUser 03/2005, S. 91 ff.

[6] Palm Zire Howto für Ubuntu: http://www.ubuntulinux.org/wiki/PalmZire31HOWTO

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 0 Punkte (1 Stimme)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...