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01.07.2005

Handliche Kamera mit hoher Auflösung

Im Markt der Digitalkameras verschieben sich die Obergrenzen für die Bildgrößen quasi im Wochen-Rhythmus nach oben: Mit dem Modell CR-8530 stellt nun der Hersteller Acer (http://www.acer.de) ein Modell vor, das bei kompakter Bauweise rund 8 Megapixel auf den Chip bannt.

Dabei bringt das Gerät einen Pluspunkt für Linux-Nutzer mit: Unter dem freien Betriebssystem lässt es sich als USB-Massespeicher ansprechen und verhält sich daher zum System wie eine externe Festplatte. Das Herunterladen der Bilder gelingt damit denkbar einfach.

Die Kamera verfügt über eine USB-2.0-Schnittstelle zum schnellen Transfer der Daten. Der wieder aufladbare Lithium-Ionen-Akku erlaubt bis zu 400 Fotos bei einer maximalen Auflösung von 3264x2448 Bildpunkten. Der CCD-Sensor bietet einen dreifachen optischen Zoom, der durch einen vierfachen digitalen Zoom ergänzt wird.

Das Gerät kostet rund 350 Euro, wobei der Preis eine Speicherkarte mit 64 MByte umfasst. Ausführliche Informationen zur Integration von Digitalkameras lesen Sie auch in der Ausgabe 06/2005 unserer Schwesterzeitschrift EasyLinux.

Die Acer CR-8530 bietet bei kompaktem Design eine hohe Auflösung von rund 8 Megapixel.

Plextor mahnt Linux-Entwickler ab

Der japanische Konzern Shinano Keshi, zu dem das Unternehmen Plextor (http://www.plextor.be) mit europäischem Firmensitz in Belgien gehört, verschickte vor kurzem über eine Rechtsanwaltskanzlei Unterlassungserklärungen an Open-Source-Entwickler, die Software für die Prüffunktionen in Plextor-Brennern geschrieben haben. Die Developer sollen mit ihrem Porgramm angeblich dem Ruf der Firma und ihren Produkten schaden.

Aus der Community schwappte eine Welle der Entrüstung. Das einzig verfügbare Pendant zur Open-Source-Software bilden die sogenannten Plextools, die Plextor für rund 40 Euro verkauft – allerdings nur in der Windows-Version. Daher argumentierte einer der entwickler auch, dass er nur die gleiche Leistung vom Gerät fordere, wie andere Anwender auch.

Plextor selbst verfolgt schon seit einiger Zeit eine Strategie der Kooperation zum Open-Source-Umfeld. So verlinkt das Unternehmen auf seinen Web-Seiten etliche Linux-Tools. Wie aus Firmenkreisen zu vernehmen war, ist man über die Klage des Mutterkonzerns nicht sehr glücklich, da das eigentlich gute Ansehen von Plextor in der Community dadurch beschädigt würde.

Der Mutterkonzern von Plextor versuch Open-Source-Software für die Produkte des Tochterunternehmens zu verbieten.

Linux-Surfboard von Nokia

Überraschend präsentierte der Handy-Hersteller Nokia am 25. Mai in New York einen Taschencomputer, der komplett unter Linux läuft. Das Nokia 770 Internet Tablet ist für die Bedienung im Querformat ausgelegt. Links neben dem Display finden sich drei Funkionstasten und ein Cursorkreuz, die rechte Hand bleibt für den Eingabestift des Touchscreen frei.

Das TFT-Display mit Touchscreen ist 800 mal 480 Pixel groß und bietet eine Auflösung von 225 dpi und 16-Bit-Farbe. Das Gerät verwendet einen ARM-Prozessor OMAP von Texas Instruments und bringt mit 64 MByte RAM und 128 MByte Flash-Speicher mit. Über einen Mini-MMC-Slot lässt sich weiterer Flashspeicher nachrüsten, zur Kommunikation dienen Bluetooth und WLAN.

Auf dem System arbeiten Linux 2.6 sowie der X-Server K-Drive. Das Nokia 770 ist im Moment noch mehr als Entwicklungsplattform denn als fertiges Produkt für den Endkunden zu versthen. Zur Portierung von Software auf das Gerät hat Nokia die Entwicklungsumgebung Maemo (http://www.maemo.org) aus der Taufe gehoben. Die bereits existierende grafische Oberfläche Hildon mit Mailclient und Browser basiert auf Gnome-Technologie. Das Gerät soll ab Herbst für weniger als 500 Euro auf den Markt kommen. (Andreas Bohle/Nils Faerber/mhu)

Kontraststreicher Touchscreen im Querformat: Das Linux-basierte Nokia Internet Tablet 770.

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