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Geht nicht, gibt's nicht

HP-Notebook NC4200 mit Ubuntu Linux

Dritte Maustaste

Das Touchpad als Mausersatz ist gelungen: Neben der sensitiven Fläche und den zwei Maustasten besitzt es am rechten Rand eine Riffelung (Abbildung 3), die das Scroll-Rad einer Maus emuliert. Zudem reagiert der geriffelte Bereich beim Antippen wie die mittlere Maustaste, so dass die bekannten Probleme von Copy & Paste mittels Maus beim HP NC4200 endlich ein Ende gefunden haben. Einzig die Anordnung der Riffelung stört ein wenig: Als Rechtshänder gelangt man sehr schnell bei Drag & Drop in den Bereich des Scroll-Rads – auf der linken Seite wäre es besser untergebracht gewesen.

Abbildung 3: HP verbaut im NC4200 sowohl einen Trackpoint als auch ein Touchpad, um den Anhängern beider Bedien-Philosophien gerecht zu werden. Der geriffelte Bereich am rechten Rand des Touchpads dient als Scroll-Rad und dritte Maustaste.

Die Stromsparmechanismen des Pentium Mobile lassen sich weitgehend ohne Probleme verwenden, einzig Suspend-to-RAM (S3) funktionierte nicht: Zwang der Tester das Notebook in den laut ACPI unterstützten Schlafmodus, wachte es nicht wieder auf. Laut HP soll dies aber in der nächsten Ubuntu-Version korrigiert sein. HP arbeitet auch weiterhin an Verbesserungen in der Linux-Unterstützung, den für die Umsetzung verantwortlichen HP-Mitarbeiter Thomas Schneller erreichen Sie bei Rückfragen unter der Adresse mailto:hp_linux_laptops@swipp.de.

Fazit

Bei der Hardware-Ausstattung des NC4200 hat HP eine gute Wahl getroffen, die Komponenten vertragen sich fast ausnahmslos mit Linux. Das fängt bei der gut unterstützten Centrino-Plattform an und endet bei liebevollen Detailarbeiten der Ubuntu- und HP-Entwickler. Wer das NC4200 lieber mit anderen Distributionen betreiben will, muss ein paar Abstriche bei der Hardware-Unterstützung machen: Die Quellen für Kernel-Änderungen werden voraussichtlich erst bei der Markteinführung des NC4200 mit Ubuntu Linux veröffentlicht.

Durch die geringe Größe muss der Käufer jedoch Beschränkungen in Kauf nehmen – keine internen optischen Laufwerke, ein Zweitakku nur als Unterbau und kein Display mit einer höheren Auflösung als 1024x768 Bildpunkten. Zwar sind Displays mit 12,1 Zoll Diagonale und mehr als XGA-Auflösung selten, dennoch stellen 1024x768 Bildpunkte das untere Minimum dar und sind heute kaum noch zu empfehlen.

Sollte es HP noch gelingen, Suspend-to-RAM oder den SD/MMC-Kartenleser nutzbar zu machen, wäre das NC4200 dennoch ein optimales Linux-Notebook.

HP Compaq NC4200

Hersteller: Hewlett Packard http://www.hewlett-packard.de
Bezugsquelle: LinuxLand http://www.linuxland.de
Prozessor: Pentium-M, 1,73 GHz
Speicher: 512 MB DDR (max. 2 GB)
Laufwerke: Festplatte 40 GB, 2,5 Zoll
Display: TFT, 12,1 Zoll, 1024x768 Pixel
Akku: LiIo, 10,8 Volt, 4500 mAh (48,6 Wh)
Zeigegeräte: Trackpoint, Touchpad mit Scroll-Rad und 3. Taste
Netzwerkgeräte: Intel Pro Wireless 2200BG WLAN-Adapter (802.11b/g), Ethernet-Anschluss 10/100/1000 MBit/s (Broadcom), 56k-Smartlink-Modem, Bluetooth (optional)
Schnittstellen: 3 x USB 2.0, Modem, Ethernet, Monitor, PS/2, Kopfhörer/Mikrofon, PCMCIA, SD/MMC-Slot
Abmessungen: 28,5 cm x 23,5 cm x 3 cm
Gewicht: ca. 1,8 kg
Preis: ca. 1500 Euro
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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


Infos zur Publikation

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LinuxUser 06/2012

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