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HP-Notebook NC4200 mit Ubuntu Linux

Geht nicht, gibt's nicht

Durch meist hochspezialisierte Komponenten lassen sich einige Notebooks nur mit etlichen Kernel-Patches oder gar Windows-Treibern zur Zusammenarbeit mit Linux überreden. Das HP NC4200 ist hier eine Ausnahme: Das mit dem Notebook gelieferte Ubuntu Linux unterstützt nahezu alle Funktionen.

Die Notebook-Welt teilt sich vereinfacht in zwei Bereiche: Jene Geräte mit Centrino-Zertifizierung und solche mit anderer Hardware. Obwohl Centrino lediglich eine riesige Marketing-Masche von Intel ist, um auch den WLAN-Markt zu dominieren, hat die Zertifizierung den Vorteil, dass sich die Centrino-Notebooks aller Hersteller kaum voneinander unterscheiden. Dies gilt auch für das NC4200 von HP, das ab Juli mit einer angepassten Ubuntu-Linux-Distribution an Stelle von Windows XP ausgeliefert werden soll.

Prototyp im Test

Für unseren Test gelang es der Redaktion, schon vorab ein Vorserienmodell in der Ausstattung für den amerikanischen Markt zu ergattern. Das gerade einmal DIN-A4 große Sub-Notebook verfügt in der US-Version über einen Flip-Screen, womit das Gerät zu einem Tablet-PC mutiert, nebst Touchscreen und zusätzlichen Bedientasten an der Seite. Die europäische Variante wird statt dessen mit einem herkömmlichen, fest stehenden TFT-Display mit 12,1 Zoll Bilddiagonale und 1024x768 Pixeln ausgeliefert.

In der übrigen Ausstattung unterscheidet sich das Testgerät nicht von der Serienfertigung: Es handelt sich um ein Centrino-zertifiziertes Notebook mit Pentium Mobile 1,73 GHz, 512 MByte RAM und einer 40-GByte-Festplatte. Ein optisches Laufwerk besitzt das rund 1500 Euro teure Gerät genauso wenig wie einen Laufwerksschacht – aufgrund der geringen Abmessungen hat der Hersteller lediglich externe Laufwerke vorgesehen.

Damit steht der Anwender gleich vor der größten Hürde: Ubuntu Linux 5.0.4 liegt dem Notebook lediglich auf CD bei, auf der Festplatte ist nur Free-DOS vorinstalliert – ohne USB-CD-Laufwerk geht hier also nichts. Dabei spielt die Marke keine Rolle: Wer hier nicht auf ein mobiles Laufwerk von HP Wert legt, kann mit einem Standard-DVD-Brenner in einem günstigen stationären USB-2.0-Gehäuse über einhundert Euro gegenüber einem einfachen CD-ROM des Notebook-Herstellers sparen.

Kontaktfreudig

An Anschlussmöglichkeiten mangelt es dem Notebook hingegen nicht. Neben drei USB-2.0-Ports, einem PCMCIA-Schacht, einen SD/MMC-Slot, Modem- und Ethernet-Buchse sowie VGA-Ausgang und PS/2 hat HP den für Centrino üblichen Intel-WLAN-Adapter mit 54 MBit/s und eine Infrarot-Schnittstelle eingebaut. Ein Bluetooth-Modul gibt es gegen Aufpreis, eine Taste an der linken Seite des Notebooks (Abbildung 2) erlaubt, Bluetooth und WLAN im Betrieb ein- und auszuschalten.

Abbildung 2: Die linke Taste mit dem Antennensymbol schaltet WLAN und Bluetooth ab und ist hardwareseitig zugeordnet, während die rechte Info-Taste neben dem Einschalter einen Scan-Code liefert und standardmäßig mit der Gnome-Hilfe belegt ist.

Der Akku des Sub-Notebooks fasst rund 50 Wattstunden und reichte im Test für gut drei Stunden netzunabhängigen Betrieb. Da der Akku des Vorserienmodells bereits ein knappes Jahr alt war, verzichtete der Autor auf einen Laufzeittest mittels Tipptester – bei einem Neugerät sollten drei bis vier Stunden ohne Stromanschluss möglich sein.

Die Verarbeitung des Notebooks ist durchweg gut, es gibt keine klappernden Teile. Die Tastatur hat einen deutlich spürbaren Druckpunkt, und als Mausersatz hat HP sowohl einen Trackpoint mit zwei Maustasten unterhalb der Leertaste als auch ein Touchpad eingebaut.

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