Die Leine lösen

Als nächstes starten Sie den Beagle-Daemon. Dies geschieht ebenfalls in einem Terminalfenster mit dem Befehl

beagled --fg --debug

Der Parameter --fg legt fest, dass beagled im Vordergrund läuft, --debug schaltet ein ausführliches Protokoll ein. Möchten Sie das Programm weniger geschwätzig im Hintergrund laufen lassen, genügt der Aufruf von beagled.

Anhand der folgenden Ausgaben können Sie die Arbeit des Spürhundes verfolgen. Er arbeitet sich durch sämtliche Pfade des Home-Verzeichnisses, wobei er symbolische Links ignoriert. Andere Verzeichnisse können derzeit nur umständlich durch eine Änderung des Quellcodes hinzugefügt werden.

In der Regel nimmt Beagle alle existierenden Dateien in den Index auf. Um das zu verhindern, legen Sie eine Textdatei mit dem Namen .noindex in das Verzeichnis, das einschließlich seiner Unterverzeichnisse ausgeschlossen werden soll. Für eine Verfeinerung listen Sie die auszuschließenden Dateien in .noindex auf. Platzhalter wie ? oder * sind dabei erlaubt. Analog dazu enthält .neverindex eine Liste mit allen Dateien, die Beagle immer ausschließt.

Abhängig von der Zahl der Dateien in Ihrem Home-Verzeichnis kann die Suche durchaus eine Weile dauern. Wenn Sie bereits während der Indexierung eine Suchanfrage stellen, wird diese zwar beantwortet, die Ergebnisse berücksichtigen aber nur die bis dato indexierten Dateien.

Such!

Um eine Suchanfrage an Beagle zu richten, benötigen Sie einen Beagle-Client. Im Beagle-Paket enthalten ist der Client Best, den Sie unter Suse Linux 9.3 im Startmenü finden. Alternativ rufen Sie das kleine Werkzeug per best von der Kommandozeile auf. Nach seinem Start verankert es sich als Symbol in der Taskleiste.

Abbildung 2: Der Such-Client Best als Symbol in der KDE-Leiste. Die beiden Suchbegriffe "Gnome" und "Linux" wurden bereits zuvor verwendet.

Mit einem Rechtsklick auf das Icon zeigt Best alle bisherigen Suchbegriffe an. Ein Klick auf einen der Einträge öffnet das zugehörige Ergebnisfenster. Über die linke Maustaste gelangen Sie zum Fenster aus Abbildung 1. Diese Oberfläche arbeitet nach dem gleichen simplen Schema wie Google: Einfach den Suchbegriff eingeben, dann rechts daneben eine Dokumentenkategorie auswählen und dann auf Suchen klicken. Best sendet die Anfrage an den Beagle-Daemon, dieser sucht in seinem Index nach passenden Dokumenten und liefert das Ergebnis an Best zurück, der sie schließlich in seinem Fenster anzeigt. Ein Klick auf eines der gefundenen Dokumente startet ein passendes Programm.

Abbildung 3: Alternativ zu Best gibt es das Kommandozeilenwerkzeug "beagle-query". Es erwartet als Parameter den Suchbegriff und liefert als Ergebnis eine Liste mit allen gefundenen Dokumenten. Im Hintergrund arbeitet der BeagleDaemon.
Abbildung 4: Das Beagle-Wiki ersetzt herkömmliche Dokumentation.

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