Home / LinuxUser / 2005 / 07 / Apple iBook unter Debian

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Kraftvoll zubeißen

Apple iBook unter Debian

Wer bremst, gewinnt!

Eine elementare Funktion bei Notebooks stellt die Möglichkeit dar, die Geschwindigkeit des Prozessors während des Betriebs an die tatsächlich benötigte Leistung anzupassen. Es macht schließlich wenig Sinn, wenn die PowerPC-G4-CPU mit 1200 MHz vor sich hinbrät, obwohl man nur E-Mails lesen möchte.

Unter Linux soll cpufreq die Funktion zum dynamischen Heruntertakten für alle Architekturen vereinheitlichen. Auch das iBook spielt mit cpufreq zusammen, die Auswahl an Leistungsstufen aber ist begrenzt: Es stehen lediglich zwei davon zur Verfügung, 1,2 GHz oder 600 MHz. Dazwischen gibt es nichts; Sie haben also nur die Wahl zwischen voller Leistung und niedrigster Geschwindigkeit. Zudem erweist sich die Steuerung der Modi mit Linux-Mitteln als recht unzuverlässig: Mit cpufreqd schnellt die Leistung aus unerklärlichen Gründen regelmäßig in die Höhe, und auch powernowd arbeitet nicht besonders effizient.

Generell fällt auf, dass der CPU-Lüfter des iBooks bei der Arbeit mit Linux häufig aktiv ist, während man ihn bei Mac OS selten hört. Eine Rücksprache mit Benjamin Herrenschmidt, dem Linux-PowerPC-Guru, brachte die Gründe ans Licht: Apple rückt mit vielen Informationen über die in Apple-Computern verwendeten Hardware einfach nicht heraus, die Mac OS allerdings zur Verfügung stehen.

Zwar veröffentlicht Apple fast den kompletten Quellcode von Mac OS als OpenDarwin im Netz; detaillierte Informationen dazu, wie spezielle Hardware mit dem System arbeitet, lassen sich aber auch daraus nicht entnehmen. Den Linux-Entwicklern bleibt folglich nichts anderes übrig, als mit mageren Infos über die Struktur der Hardware auszukommen. Erst mit den entsprechenden Hintergrundinformationen ließen sich Treiber schreiben, die effizienter funktionieren.

Schwachpunkt WLAN

Eigentlich wäre es ja ein Grund zur Freude: Apple-Notebooks bringen inzwischen durch die Bank ein integriertes WLAN mit. "AirPort Express", so heißt die Technik bei Apple. Doch das drahtlose Netz funktioniert ausschließlich unter Mac OS: Während in iBooks früherer Generationen noch AirPort-Karten verbaut waren, die auch mit Linux funktionierten, gibt es für die jetzt integrierte Variante schlicht keinen Linux-Treiber.

Diesmal trifft die Schuld aber nur zum Teil Apple: Wo AirPort Express draufsteht, ist tatsächlich Broadcom drin. Der hierzulande hauptsächlich durch seine Gigabit-Netzwerkchipsätze bekannte Hersteller bastelt auch den Chipsatz für die Karten, die mit aufgedrucktem Äpfelchen verkauft werden – und weigert sich beharrlich, Informationen zur Hardware herauszurücken.

Begründung: Die Karten würden zuviel im Treiber erledigen, so dass die Offenlegung der Hardware-Spezifikationen tatsächlich eine Offenlegung der ganzen Karte wäre. Das Risiko will Broadcom aber offenbar aus Angst vor anderen Herstellern, die wohl schnell billige Plagiate auf den Markt werfen würden, nicht eingehen. Eine Änderung dieser Strategie ist nicht zu erwarten.

Ganz auf WLAN verzichten müssen Sie deshalb aber nicht: Mit USB-Adaptern wie dem DWL-122 von D-Link, der unter Linux mit dem Paket linux-wlan-ng problemlos zusammenspielt, rüsteten Sie die Funktion bei Bedarf nach. Den D-Link-Adapter gibt es zu Straßenpreisen ab 20 Euro. Allerdings blockiert er als externes Gerät konstant einen der beiden USB2-Ports des iBook. Die nicht mit Linux kooperierende AirPort-Extreme-Karte bleibt also ein echtes Ärgernis.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 0 Punkte (1 Stimme)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...