Audio-Crossover
VST-Audio-Plugins in Linux Abspielen
Das FST-Projekt
Das FST-(FreeST-)System [8] bietet eine weitere Möglichkeit, VST/VSTi-Plugins unter Linux einzusetzen. Statt eines Servers implementiert es eine Bibliothek. Entwickler Paul Davis behauptet, dass FST "…eine passendere Lösung von Audioanwendungen ist, die viele VST-Plugins unterstützen müssen, weil sich die vom VSTserver verlangten Kontextänderungen nicht gut skalieren lassen". Ungünstig ist laut Davis der Aspekt, dass "…ein sich fehlerhaft verhaltendes Plugin die Hostanwendung zum Absturz bringt, was von Vstserver vermieden wird".
Das System umfasst zum momentanen Zeipunkt die libfst-Bibliothek sowie das Beispiel-Utility jack_fst, das VST/VSTi-Plugins lädt und ausführt. Um dieses System zu kompilieren, brauchen Sie eine komplette Wine- und JACK-Installation und die Dateien AEffect.h und aeffectx.h aus dem Steinberg-VST-SDK.
Die libfst-Funktionen lassen sich in Applikationen wie das Ardour-Festplatten-Recordingsystem, die Audiosynthese/Verarbeitungsumgebung gAlan und den Audio/MIDI-Sequencer Muse integrieren. VST-Plugins stehen dann in diesen Programmen genau wie native LADSPA-Plugins zur Verfügung. Mit dem Befehlszeilen-Starter jack_fst lassen sich VSTi-Plugins als Standalone-Instrumente ausführen. Dieses Beispiel ruft den Crystal-Synth auf:
jack_fst Crystal
Die Erweiterung .dll ist nicht erforderlich, aber Sie müssen unter Umständen den vollständigen Pfad zum Plugin-Verzeichnis angeben. Der JACK-Server muss laufen, und Sie müssen für die erforderlichen Audio- und MIDI-Verbindungen sorgen, die nicht automatisch hergestellt werden.
Bekannte Probleme
Sowohl Vstserver als auch Libfst hängen von bestimmten Wine-Versionen ab. Das FST-System läuft ziemlich gut unter manchen Wine-Version und stürzt bei anderen ab. Siehe dazu VST/Linux-Anleitung unter http://www.djcj.org/LAU/quicktoots/toots/vst-plugins/ für die neusten Meldungen zum Thema Wine-Kompatibilität und andere bekannte Probleme mit diesen Systemen.



