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Abgestaubt und Aufpoliert

Neue Funktionen und unangenehme Überraschungen im neuen Adobe Acrobat Reader 7

01.06.2005 Der Adobe Acrobat Reader bildet einen praktisch unverzichtbaren Teil der Software-Austattung jedes Rechners – gleich, unter welchem Betriebssystem. Vier Jahre mussten Linux-Anwender seit dem Release der Version 5 auf eine Aktualisierung warten. Nun ist es endlich so weit.

Mit einem Satz liegt die Linux-Gemeinde wieder mit anderen Betriebssystemen gleich auf: Adobe [1] veröffentlichte Anfang März die Version 7 des PDF-Readers für Linux. Sie löst den schon arg angestaubten Adobe Reader 5 ab. Die Version 6 hat Adobe nie ausgliefert.

Installation

Das Unternehmen stellt die Software in zwei Formen zur Verfügung: Als RPM-Paket und als gezippter Tarball. Beide Pakete enthalten die gleichen Komponenten. Das RPM-Paket lässt sich laut beiliegendem Readme auf beinahe allen aktuellen Distributionen installieren, die dieses Paketmanagementsystem unterstützen. Auf anderen Linux-Systemen bietet sich das Tar-Archiv an, das jedoch nicht etwa den Quellcode enthält, sondern die Binärdateien sowie ein Installationsskript. Beide finden Sie auf der Heft-CD, die dieser Ausgabe beiliegt.

Um die software aus dem Tar-Archiv zu installieren, gehen sie wie folgt vor: Kopieren Sie die Datei AdbeRdr70_linux_enu.tar.gz nach /var/tmp und wechseln Sie in dieses Verzeichnis. Mit gnuzip AdbeRdr70_linux_enu.tar.gz und tar xvf AdbeRdr70_linux_enu.tar entpacken Sie das Archiv. Die Installationsdateien werden daraufhin in das Verzeichnis AdobeReader extrahiert.

Wechseln Sie in das Verzeichnis und geben Sie das Kommando ./INSTALL ein. Die Installationsroutine des Acrobat Reader zeigt nun zunächst die Lizenzbestimmungen an. Beenden Sie die Anzeige durch Drücken der Taste [Q]. Nun fragt der Installer, ob Sie die Lizenzbedingungen akzeptieren (accept) oder ablehnen (decline) wollen. Tippen Sie zum fortsetzen der Installation accept und bestätigen Sie mit der Eingabetaste. (Durch Eingabe von decline brechen Sie dagegen die Installation ab.)

Das Setup gibt nun aus, wieviel Platz der eingerichtete Acrobat Reader auf der Platte benötigen wird. Anschließend fragt er den vorgesehenen Installationspfad ab. Als Vorgabe dient das Verzeichnis /usr/local/Adobe/Acrobat7.0. Bestätigen Sie durch Drücken der Taste [Y], gefolgt von der Eingabetaste.

Plugins

Nach dem Abschluß der Installation können Sie den Acrobat Reader 7.0 durch Eingabe des Befehls /usr/local/Adobe/Acrobat7.0/bin/acroread starten. Um eine Anzeige von PDF-Dateien im Web-Browser zu ermöglichen, müssen Sie noch das Browser-Plugin einrichten. Dazu liegt unter /usr/local/Adobe/Acrobat7.0/Browser das Skript install_browser_plugin bereit.

Rufen Sie mit der Tastenkombination [Alt-F2] das Schnellstart-Fenster auf. Tragen Sie in die Befehlszeile das Kommando konsole -e su -c /usr/local/Adobe/Acrobat7.0/Browser/install_browser_plugin ein und bestätigen Sie mit dem Schalter Ausführen. Geben Sie im daraufhin erscheinenden Terminal-Fenster Ihr Root-Passwort an und quittieren Sie mit der Eingabetaste. Das Skript fragt nun zunächst den Installationspfad des Acrobat Reader ab. Da Sie das Skript von dort gestartet haben, ist hier bereits der richtige Pfad vorgegeben. Bestätigen Sie mit der Eingabetaste.

Wählen Sie bei der nächsten Abfrage durch Drücken der Taste [2] und Bestätigung mit der Eingabetaste die Option 1. Perform global installation, dann können Sie für mehrere Web-Browser durch die Angabe des jeweiligen Installationsverzeichnisses das Adobe-Reader-7-Plugin in das dortige Verzeichnis plugins installieren.

Der Dateimanager Konqueror kann die entsprechenden Plugins mit verwenden, um PDF-Dateien direkt auf Mausklick anzuzeigen. Um ihm den Speicherort des Plugins bekannt zu machen, öffnen Sie ein Konqueror-Fenster und wählen aus dem Menü Einstellungen / Konqueror einrichten .... Im daraufhin erscheinenden Fenster wählen Sie in der Symbolleiste den Punkt Plugins, worauf rechts der Dialog Plugins für Web-Browser erscheint. Hier klicken Sie im Abschnitt Netscape-Plugins im Reiter Durchsuchen auf die Schaltfläche Nach neuen Plugins suchen. Dies bindet für Netscape, Mozilla oder Firefox installierte Plugins automatisch in den Konqueror ein.

Auf einem Debian-System ließ sich das RPM-Paket mit dem Tool Alien umwandeln und installieren. Allerdings waren dann noch zwei symbolische Links notwendig, weil das Programm auf LDAP-Funktionen zugreifen will. Diese müssen in /usr/local/Adobe/Acrobat7.0/Reader/intellinux/lib/ angelegt werden und laut Readme liblber.so sowie libldap.so heißen. Ansonsten erscheint die Fehlermeldung PPKLite.api Failed to Load

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