Gnomogramm

01.06.2005

Kurz notiert

Die Arbeitsgruppe für Human Aspects of Software Engineering (kurz: HASE) startete eine Online-Umfrage zur Benutzbarkeit von Gnome und KDE. Jede Umfrage untergliedert sich in zwei Teilbereiche, von denen jeder in 15 Minuten zu bearbeiten sein soll. Der erste Teil beinhaltet aufgabenbezogene Fragen sowie anonymisierte Fragen zur Person. Auf diese Weise wollen sich die Wissenschaftler ein Bild der Probandengruppe machen. Im zweiten Teilbereich soll der Teilnehmer angeben, wie häufig er bestimmte Aufgaben ausführt und ggf. die Ausführung im Vergleich zu anderen Systemen wie Windows oder KDE bewerten. Abschließend wird der Proband mit 20 Aussagen konfrontiert, denen er zustimmen oder sie ablehnen kann. Die Ergebnisse der Umfrage sollen nach Ablauf und Auswertung veröffentlicht werden. Wann dies geschieht, steht jedoch noch nicht fest.

Seit Ende März ist es nun amtlich; Slackware wird künftig ohne GNOME ausgeliefert. Nachdem Slackware 10.1 nur mit dem veralteten Gnome 2.6 daherkam und Slackware Initiator Volkerding bereits Ende letzten Jahres die weitere Pflege von Gnome in der Distribution in Frage gestellt hatte, kommt der Ausschluss von Gnome für Slackware-Kenner nicht überraschend. Wer weiterhin Slackware mit Gnome nutzen will, hat mit GWARE und GNOME.Slackbuild die Auswahl zwischen gleich zwei Installationspaketen. Auch Dropline GNOME ist eine Alternative. Allerdings kritisierte Volkerding bei diesem GNOME Paket, dass es durch Änderungen im PAM- und X11-System die Slackware-Installation zu stark manipuliere. Letztlich hat jedoch der Benutzer die Wahl.

Dropline GNOME ist ab sofort in der GNOME 2.10 Version verfügbar. Vollständig auf Slackware 10.1 erstellt, ist es für i686 Prozessoren optimiert und soll schneller als alle vorherigen Versionen sein. Außerdem spendierten die Entwickler der neuen Versionen eine neue, freundlicher wirkende Oberfläche und verbesserten die Unterstützung des Hardware Abstraction Layer. Interessierte können das 380 MB große ISO-Image via Bittorrent herunterladen. Eine entsprechende Torrent-Datei steht auf den Web-Seiten von Dropline bereit.

Die plattformunabhängige Textverarbeitung AbiWord ist jetzt in der Version 2.2.7 erschienen. Bemerkenswerteste Neuerungen sind unter anderem der korrekte Import von Textfeldern in Word-Dateien, ein funktionierendes Drag'n'Drop für jpeg-Bilder und eine Aktualisierung der Mimetype-Liste. Darüber hinaus beseitigten die Programmierer eine Vielzahl von Fehlern, von denen sich die meisten auf die Mac OS X Version bezogen. Nichtsdestotrotz lohnt sich auch für Linux Benutzer ein Update.

Nach einer umfangreichen Überarbeitung steht die Website art.gnome.org seit Ende März den Anwendern in neuem Design zur Verfügung. Neben dem Design erhielt die Web-Seite auch eine neue Anwender-Verwaltung. Außerdem haben eingetragene Benutzer nun die Möglichkeit, Kommentare und Bewertungen zu den einzelnen Hintergrundbildern und Oberflächen abzugeben. Einziger Wermutstropfen der Umstellung ist der Verlust eines Großteils des alten Web-Inhalts. Eine Migration wäre zu aufwendig gewesen. Das art.gnome.org Team ist jedoch zuversichtlich, dass diese Lücken in Kürze durch die Community gefüllt werden.

Musikformate ändern mit SoundConverter

Sicher kennt der ein oder andere das Szenario; da bekommt man einen MP3-Player geschenkt, kurz nachdem man seine CD-Sammlung im OGG-Vorbis-Format archiviert hat. Dank SoundConverter http://soundconverter.berlios.de/ muss der Anwender heute nicht mehr den Abstieg in die Kommandozeile antreten, um seine Lieblingstitel ins richtige Format zu übertragen.

Das kleine auf der GStreamer Bibliothek basierende Programm erlaubt es dem Anwender, bequem Audiodaten zwischen den gängigen Formaten WAV, FLAC, MP3 und OGG zu konvertieren. Der Benutzer muss nur die zu bearbeitenden Dateien auswählen und das Zielformat sowie die Qualität in der Konfiguration festlegen. Nach erfolgreichem Durchlauf befindet sich dann die neue Audiodatei im Heimatverzeichnis des Benutzers. Bei Bedarf kann der Anwender die Namensgebung der neuen Datei sowie die Verzeichnisstruktur für den Speicherplatz entsprechend modifizieren. Das Programm liegt aktuell in der Version 0.7.1 vor, die aber lediglich einige Fehler beseitigt, die beim Schreiben der Audiodatei auftraten.

Die Konfiguration von SoundConverter geht schnell von der Hand.

Schnell notiert mit Notebook

Wer einfach und schnell Notizen verwalten will, für den ist Notebook http://www.acronycal.org/~mathias/notebook/ genau das Richtige. Das Programm ist einfach und übersichtlich strukturiert, so dass jeder sofort eine Notiz eingeben und diese mit entsprechendem Status und Typ versehen kann. Leider hat der Benutzer zur Zeit noch keine Möglichkeit, die vorgegebenen Typen- und Status-Einträge durch eigene zu ergänzen. Dafür ist Noteobook jedoch in der Lage, jeder Notiz eine oder mehrere Dateien als Anhang anzuheften. Dies ist sogar via Drag'n'Drop möglich.

Sämtliche Notizen legt das Programm als XML-Datei in ihrem Heimatverzeichnis ab. Außerdem erlaubt Notebook das Exportieren von ausgewählten Eintragstypen. Exportieren bedeutet in diesem Fall lediglich, dass nur die auswählten Einträge in eine eigene XML-Datei geschrieben werden. Ein Austausch mit anderen Notizsystemen ist nicht möglich.

Notebook ist noch ein sehr frisches Projekt, was an der Version 0.2 deutlich wird und auf viele neue Funktionen hoffen lässt. Die aktuelle Version führt neben einer verbesserten Oberfläche auch das Anhängen von Dateien an Notizen sowie die Drag'n'Drop-Unterstützung ein.

Besonders die Möglichkeit Dateien an eine Notiz zu heften ist ein echter Vorteil.

Postscript im Griff dank gsview

Zur Betrachtung von Postscript- oder PDF-Dateien ist Ghostscript unter Linux das Mittel der Wahl. Damit Sie nicht jedes Mal die Kommandozeile bemühen müssen, existiert mit gsview http://www.cs.wisc.edu/~ghost/gsview/ eine komfortable Oberfläche. Mit ihr können Sie schnell in den Seiten eines Dokumentes blättern oder nach bestimmten Ausdrücken suchen. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, die Ausrichtung des Dokuments zu ändern oder in eine Seite hineinzuzoomen.

Darüber hinaus können Sie das Dokument aus gsview heraus drucken oder in ein anderes Format konvertieren. Kurz, gsview bildet nahezu die ganze Funktionalität von ghostscript in seiner grafischen Oberfläche ab. Dabei ist das Programm auf allen gängigen Betriebssystem wie OS/2, Windows und Linux verfügbar. Fast so alt wie Ghostscript selbst, liegt gsview in der Version 4.7 vor, die primär kleinere Fehler bereinigt.

Auch PDF-Dokumente wie die LinuxUser Jahres CD kann gsview anzeigen.

GNOME-sshman hilft SSH-Verbindungen bequem zuverwalten

Wer oft auf viele verschiedene Systeme via ssh zugreift, für den ist eine Verwaltungsoberfläche wie GNOME-sshman http://www.oronetes.net/webs/gnome-sshman/ eine echte Arbeitserleichterung. Das Programm legt für jeden entfernten Rechner ein Verbindungsprofil an. Zum Verbindungsaufbau muss der Anwender lediglich das gewünschte Profil wählen und sein Passwort eingeben. Öffnet der Anwender mehr als eine ssh-Verbindung, werden diese als Reiter im GNOME-sshman-Fenster angelegt. So können Sie bequem zwischen den Verbindungen wechseln, ohne Fenster verschieben zu müssen.

GNOME-sshman liegt momentan in der Version 0.5.1 vor. Im Gegensatz zum Vorläufer tauschten Entwickler die Schriftverwaltung xft gegen pango aus und setzten den Standardhintergrund auf weiß. Eine 30-sekundige Verzögerung während der Anmeldung behebt darüber hinaus das Problem mit blockierten Fenstern wenn ein Rechner nicht auf den Verbindungsaufbau reagiert.

Der Funktionsumfang von GNOME-sshman ist noch sehr spartanisch.

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