Die GUADEC (Gnome User and Developer European Conference) findet dieses Jahr zum ersten Mal in Deutschland statt. Von Sonntag, 29. Mai bis Dienstag, 31. Mai finden sich Entwickler von Gnome, Gimp, Mozilla, OpenOffice und KDE in Stuttgart im "Haus der Wirtschaft" ein.
Außerdem sind auf der GUADEC auch einige bekannte Vertreter aus Politik und Wirtschaft vertreten. Dazu zählen unter anderem:
- Mark Shuttleworth, Gründer von HBD Venture Capital und der Shuttleworth Foundation, Geldgeber des Ubuntu-Projekts,
- Dr. Barbara Held, Spezialistin der Europäischen Kommission für Freie Software, und
- Daniel Kusnetzky, Vize-Präsident von IDC System Software Research.
Unter [2] können Sie sich für die GUADEC anmelden. Die Preise fallen angesichts der qualitativ hochwertigen Vorträge sehr moderat aus: So zahlen Endanwender lediglich 34,80 Euro für alle drei Tage.
Buntes Vortragsprogramm
Wie schon in der Vergangenheit hat die GUADEC Vorträge aus den verschiedensten Bereichen zu bieten. Die Vortragsthemen reichen von "Wie man zu Gnome beitragen kann" über "Entwickeln mit Gnome" bis hin zu "Ausblick auf die neue Gnome-Version 3.0". Gerade das letzte Thema hat in letzter Zeit für sehr viel Zündstoff in der Community gesorgt.
Die ersten beiden Tage der Veranstaltung richten sich vor allem an Entwickler und jene, die es noch werden wollen. Das Vortragsprogramm [1] am 31. Mai orientiert sich dagegen eher an Endanwendern. Das Themenspektrum dieses Tages reicht von Podiumsdiskussionen über den Einsatz von Open-Source-Software in Universitäten bis hin zu "Was Sie immer schon über Gnome wissen wollten".
Außerdem sind so genannte Freeforms geplant – offene Vortrags-Slots, die noch mit Aktuellem aufgefüllt werden können [3]. Die Keynotes von Mark Shuttleworth und Daniel Kusnetzky werden das Vortragsprogramm etwas auflockern und sicherlich interessante Punkte rund um Linux und Co. an den Tag bringen.
Zusammenarbeit an allen Fronten
Dass die GUADEC nicht nur ein Forum für Gnome-Enthusiasten ist, zeigt die Tatsache, dass in diesem Jahr besonders viele Entwickler anderer Projekte eingeladen sind. Die Veranstaltung war schon bisher einer der Motoren für die Zusammenarbeit und Interoperabilität der großen Open-Source-Projekte. Ein prominentes Resultat dieser Bemühungen ist beispielsweise Freedesktop [4].
Besonders interessant dürfte das "Desktop Interoperability Panel" am 30. Mai verlaufen, wo sich die Menschen hinter den Projekten Gnome, KDE, Mozilla und OpenOffice zeigen. Die Runde dürfte selbst eingefleischten Pessimisten klar machen, wie gut die Projekte bereits zusammenarbeiten. Sie wird aber auch aufzeigen, wo es noch Probleme zu lösen gibt.



