Auf den Spuren von Gnome

Live-CD Gnoppix 1.0

Die exklusive Gnoppix-Live-CD auf diesem Heft präsentiert Ihnen die brandneue Version des Linux-Desktops Gnome 2.10.

Die Live-CD Gnoppix [1] bietet Ihnen einen Überblick über das aktuelle Desktop-Enviroment Gnome 2.10 [2], ohne dieses dafür installieren zu müssen. Da das System von CD startet, ist für den Betrieb keine Festplatte erforderlich. Ebenso besteht keine Gefahr, Daten auf vorhandenen Festplatten versehentlich zu verändern. Da Gnoppix eine virtuelle Partition im Hauptspeicher des Systems erstellt, sollte dieser jedoch mindestens 128 Mbyte gross sein.

Gnoppix is not Knoppix

Trotz Namensähnlichkeit mit Knoppix [3] handelt es sich bei Gnoppix um ein völlig anderes System. Die Ähnlichkeiten beschränken sich im Wesentlichen auf den Namen und die Tatsache, dass es sich bei beiden Systemen um Live-CDs handelt. Das auf Ubuntu 5.04 basierende Gnoppix bezweckt in erster Linie, Ihnen Gnome zu präsentieren. Enthaltene Programme wie Gimp 2.2, Evolution Groupware oder Abiword dienen zur Demonstration, da benutzerspezifische Einstellungen nicht gespeichert werden.

Start me up

Etwas schwer zu finden – weil nicht dokumentiert – ist die Hilfestellung zu den Boot-Optionen, welche Sie über die Taste [F1] erreichen. Im Normalfall benötigen Sie diese jedoch nur, wenn das System nicht sauber hochfährt. Eine häufige Fehlerquelle beim Booten des Systems ist das Advanced Configuration and Power Management Interface (ACPI), welches Sie mit der Eingabe live acpi=off am Bootprompt deaktivieren (Abbildung 1). Da zu diesem Zeitpunkt noch das englische Tastaturlayout geladen ist, finden Sie das Zeichen [=] auf der Taste [`](Tick). Eine Auflistung gängiger Boot-Parameter erhalten Sie über die Taste [F5].

Abbildung 1: Wenn die Live-CD beim Booten Schwierigkeiten macht, hilft oft die Option "live acpi=off" weiter.

Alternativ bietet Gnoppix einen Experten-Kernel, den Sie mit dem Aufruf live-expert am Bootprompt starten. Damit beeinflussen Sie das genaue Startverhalten des Systems. Von der Auswahl der Hardware bis zum Laden optionaler Kernelmodule bestimmen Sie, wie das System zu konfigurieren ist. Ohne manuelle Korrekturen reicht jedoch die Bestätigung der [Enter]-Taste um das System zu booten.

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