Aufpoliert
gDesklets installieren und nutzen
gDesklets entpacken und kompilieren
Sind alle zum Auflösen der Abhängigkeiten notwendigen Dateien auf dem System installiert, dann packen Sie den Tarball zunächst mit tar xvjf gDesklets-Versionsnummer.tar.bz2 aus.
Das anschließende Kompilieren erledigen Sie in der gewohnten Linux-Manier mittels der Befehlsfolge ./configure, make und make install. In der Voreinstellung wird gDesklets in /usr/local/ installiert. Mit der Option ./configure --prefix=Verzeichnis ändern Sie bei Bedarf den Installations-Präfix.
Der erste Start
gDesklets bietet sowohl ein Frontend für die Kommandozeile an, als auch eine graphische Variante, die so genannte gDesklets-Shell. Das textbasierte Frontend stellt dem Benutzer eine ganze Reihe von Befehlen und Optionen zur Verfügung. Die Aufruf-Syntax lautet gdesklets Option Befehl. Dazu ein paar Erläuterungen:
helpgibt einen kurzen Hilfetext und eine Erklärung der einzelnen Befehle und Optionen aus.startstartet den gDesklets-Daemon. Über ihn wickelt gDesklets die komplette Kommunikation ab. Daher dientstartauch als Vorgabe-Befehl, falls der Benutzer vergisst, einen anderen Befehl anzugeben.stopbeendet den gDesklets-Daemon.restartkombiniertstartundstop, startet also den gDesklets-Daemon neu.slayhilft weiter, wenn gDesklets auf keine Eingaben mehr reagiert.statuszeigt an, ob der gDesklets-Daemon läuft.- profile <Profil>: gDesklets unterstützt Profile. Falls <Profil> nicht angegeben wird, zeigt der Befehl alle verhandenen Profile an. Mit
gdesklets profile testwechseln Sie in das Profiltest. - open <display(s)> startet ein oder mehrere Desklets (die Dateierweiterung für Desklets ist
display). Sie können sogar nicht-lokale Desklets zu starten, etwa viasmb://,ssh://,(s)ftp://oderhttp(s)://. listzeigt alle laufenden Desklets im aktuellen Profil an.shellstartet die gDesklets-Shell (mehr dazu später).configurestartet den Konfigurationsdialog (siehe nächster Abschnitt)checkprüft, ob alle notwendigen Abhängigkeiten für gDesklets erfüllt sind. Damit prüfen Sie bei Bedarf, ob gDesklets auf dem System funktionieren kann oder nicht. Diesen Test nimmt gDesklets beim ersten Start automatisch vor.aboutzeigt ein paar Informationen zu gDesklets an.versiongibt die Versionsnummer von gDesklets an.--no-tray-icondeaktiviert das Systray-Icon, falls Sie beispielweise weder GNOME noch KDE verwenden.--translucentteilt gDesklets mit, dass Sie einen X.org-Server mit aktivierter XComposite-Erweiterung verwenden. Dies ermöglicht echte Transparenz (Kasten 2). Sie ist bis zum Beenden von gDesklets verfügbar, dauerhaft aktivieren Sie sie über den gDesklets-Konfigurationsdialog.
Kasten 2: Echte Transparenz
gDesklets unterstützt dank der XComposite-Erweiterung neuerer X.org-Versionen echte Transparenz. Wenn diese Erweiterung in der xorg.conf nicht aktiviert ist, erscheint lediglich der Desktop-Hintergrund unter dem Desklet. Um sich an echter Transparenz zu erfreuen, nehmen Sie folgende Anpassung in der xorg.conf vor:
Section "Extensions"
Option "Composite" "On"
EndSection
Nun starten Sie den XComposition-Manager xcompmgr [8]. In der gDesklets-Konfiguration aktivieren Sie zusätzlich die Checkbox Translucency. Läuft gDesklets bereits, müssen Sie die einzelnen Desklets oder alternativ gDesklets selbts neu starten.
Außer Metacity unterstützen bislang leider die wenigsten Window-Manager transparente Fenster. Im Zweifelsfall sollten Sie also Metacity zu diesem Zweck einsetzen. Einige ältere Versionen des Window-Managers enthalten jedoch einen fehlerhaften Composition-Manager. Treten seltsame Effekte auf, müssen Sie sich eine neuere Metacity-Version besorgen oder das Programm ohne Composition Manager selbst kompilieren.



