Finetuning

Sagt Ihnen keines der Farbschemata zu, bestimmen Sie selbst, wie sich das Programm zeigt: Zum Einstellen der Farbe dienen die Parameter -wc, -sc und -lc jeweils gefolgt von einem Farbnamen. Gültige Namen erfahren Sie mit dem Kommando showrgb | less. Es listet alle Farbnamen zusammen mit dem jeweiligen RGB-Wert auf. Der Farbname hinter -wc legt die Farbe des Wassers fest, mit -sc definieren Sie die Farbe der Himmels- und -lc bestimmt die Farbe der Lichtreflektion. Die letzten beiden Farben sehen Sie erst, sobald Sie mit einer Mausbewegung Wellen erzeugen. Um ein wenig mit den Parametern herumzuspielen, bietet es sich an, xdesktopwaves nicht im Hintergrundmodus, sondern in einem eigenen Fenster zu starten. Das erreichen Sie mit dem Aufrufparameter -w.

Beim Test von Farbeffekten erweist sich manchmal der durchscheinende Desktop-Hintergrund als störend. Dem helfen Sie mit dem Parameter -o ab, der die Transparenz des Wassers deaktiviert. CPU-Zeit sparen Sie, indem Sie dem Programmaufruf ein -i (für idle) mitgeben. Dann benötigt das Programm keine Rechenzeit, wenn sich auf dem Desktop nichts bewegt.

Selbst die Ereignisse, die Wellen erzeugen, beeinflussen Sie mit Aufrufparametern. So deaktiviert -nwm die von Mausbewegungen erzeugten Wellen, -nww sorgt dagegen für ruhige See, wenn Sie ein Fenster verschieben.

Möchten Sie das Programm nicht jedes Mal mit einem Druck auf [Strg]+[C] in der Konsole beenden, aus der Sie es gestartet haben, verwenden Sie stattdessen den Befehl xdesktopwaves -e.

Sturmwarnung

Wirkt das stille Wasser allzu beruhigend auf Sie, bringen Sie mit dem Parameter -st gefolgt von einer Zahl von 1 bis 10 Bewegung ins Spiel. Damit erzeugen Sie leichten Wind (1) oder gar einen taifunartigen Sturm (10), der das Wasser entsprechend seiner Stärke aufwühlt. Einen Regeneffekt erhalten Sie mit -rn, ebenfalls gefolgt von einem Wert von 1 bis 10. Während es nach dem Kommando xdesktopwaves -rn 2 gerade einmal leicht tröpfelt, prasselt nach dem Aufruf mit -rn 10 ein virtueller Wolkenbruch auf den Desktop hernieder. Die beiden Parameter lassen sich kombinieren: Besonders schöne Effekte liefert etwa xdesktopwaves -rn 10 -st 6 (Abbildung 3).

Abbildung 3: Mit den Parametern "-rn" und "-st" lassen Sie es regnen und stürmen.

Wer bewegte Hintergründe mag, ist bei xdesktopwaves genau richtig. Da das Programm nicht direkt ins Root Window zeichnet, können Sie es sogar mit anderen Hintergrundapplikationen wie xpenguins [2] kombinieren. Eine noch idealere Ergänzung zum kühlen Nass stellt xfishtank [3] dar, das den Desktop in ein Aquarium verwandelt.

Glossar

Root Window

Die Mutter aller Fenster. Es präsentiert sich ohne Rahmen und lässt sich nicht verschieben. Unter den meisten Fenstermanagern stellt das Root Window den Desktop-Hintergrund dar. KDE legt ein weiteres Fenster des Programms kdesktop über das Root Window. Wenn Sie dieses Programm beenden, zeigt KDE keine Desktop-Symbole an.

RGB-Wert

Die drei Zahlen R,G,B stellen den Rot-, Grün- und Blauanteil einer Farbe dar. So steht der Wert 100 0 0 für rot, 0 100 0 ergibt dagegen Grün.

Infos

[1] xdesktopwaves: http://xdesktopwaves.sourceforge.net/

[2] Andrea Müller: "Antarktische Invasion aus Helsinki", LinuxUser 09/2003, S. 68 f.

[3] xfishtank:http://www.tuxfinder.com/packages?defaultname=xfishtank

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