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Auspackhelfer

Yum Version 2.x und Fedora Core 3

Ausnahmen bei Updates

Eine Aktualisierung aller installierten Programme ist in den meisten Fällen recht aufwändig, und nicht jeder verfügt über genügend Zeit dafür oder besitzt eine DSL-Flatrate. Beim OpenOffice-Paket beispielsweise kommt man meist auch ohne Update aus. . Die einzelnen Releases unterscheiden sich oft nur sehr wenig von den Vorgängerversionen.

Der Befehl yum list updates führt zwar verfügbare Updates auf, liefert aber keine Informationen über das zu erwartende Übertragungsvolumen. Beim Beispiel OpenOffice kommen aber schnell mehr als hundert MByte zusammen. Um bestimmte Pakete vom Update auszuschließen, dient die Kommandozeilen-Option --exclude. Sie verhindert im folgenden Beispiel, dass Yum OpenOffice-Pakete anzeigt:

yum --exclude=openoffice* ↩
list updates

Genauso schließt sie bestimmte Pakete ganz vom Update aus. Behebt ein Update allerdings schwere Sicherheitsmängel einer installierten Version, sollten Sie es auf jeden Fall einspielen. Mehr Informationen zu Yum liefern die Man-Pages zu yum und yum.conf (Abbildung 2). Wer es ganz genau wissen möchte, findet auf der Yum-Homepage auch eine Mailing-Liste, die sich dem Paketmanager widmet.

Abbildung 2: Fragen zur Konfigurationsdatei: "man yum.conf" gibt die Antwort.

Nochmal besser

Die aktuelle Version des Paketmanagers Yum bietet etliche Verbesserungen. Die Konfiguration gliedert sich nun in je eine Datei für jedes Repository. Das Programm selbst kennt einige neue Parameter, beispielsweise zur Feinsteuerung von Updates.

Dass Yum gelegentlich einfach hängen bleibt, ist unschön, bringt aber wenigstens die Paketdatenbank nicht durcheinander. Ansonsten stören lediglich die langen Startzeiten. Dieses Problem teilt Yum jedoch mit seinen Gegenstücken bei anderen Distributionen, zum Beispiel Apt-get (Debian) und Yast (Suse). Einen gewissen Preis muss man eben für die Verwaltung tausender Pakete inklusive Abhängigkeiten bezahlen.

Glossar

Repository

Häufiger Begriff für eine Software-Sammlung auf einem Server im Internet. Während Fedora Yum-Repositories benutzt, greifen Debian und Ubuntu auf Apt-Repositories zurück.

Infos

[1] Homepage des Projekts yum: http://linux.duke.edu/projects/yum

[2] Fedora mit Yum updaten, LinuxUser 10/04, S. 52, http://www.linux-user.de/ausgabe/2004/10/052-yum

[3] Inhaltsverzeichnis der Fedora-Extras: http://download.fedora.redhat.com/pub/fedora/linux/extras/3/i386

Der Autor

Roman Jordan beschäftigt sich seit zirka 15 Jahren mit dem Thema Linux. Zur Zeit verwendet er als Distribution Fedora Core 3.

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