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Auspackhelfer

Yum Version 2.x und Fedora Core 3

Neue Konfigurationsdateien

Das Extras-Repository [2] wurde Anfang des Jahres von Fedora freigegeben und enthält zahlreiche zusätzliche Programme für Fedora Core 3. Mit einer geeigneten Konfigurationsdatei binden Sie dieses Software-Archiv in die Yum-Konfiguration ein. Die einfachste Methode besteht darin, eine vorhandene Datei zu kopieren und dann zu modifizieren.

Listing 2

Extra-Pakete für FC3:

fedora-extras.repo
[extras]
name=Fedora Extras - $releasever - $basearch
baseurl=http://download.fedora.redhat.com/pub/fedora/linux/extras/$releasever/$basearch/
gpgcheck=0
#gpgkey=http://download.fedora.redhat.com/pub/fedora/linux/extras/RPM-GPG-KEY-Fedora-Extras

Listing 2 zeigt den Inhalt der Datei fedora-extras.repo im Verzeichnis /etc/yum.repos.d. Welche Pakete das neue Archiv bietet, listet yum list auf. Dabei steht das Repository extras in der letzten Spalte.

Das Ausgliedern der Repository-Einträge in ein eigenes Unterverzeichnis macht die Konfiguration wesentlich übersichtlicher. Es bannt auch die Gefahr, beim Eintragen eines neuen Repositories die bestehende Konfiguration zu überschreiben.

Repositories ausschalten

Yum hat die unangenehme Eigenschaft, einfach abzubrechen, wenn es auf ein Repository nicht zugreifen kann. In diesem Fall kann man das betreffende Repository bei der Ausführung des Paketmanagers mit Option --disablerepo=repo deaktivieren. Das macht dauerhafte Änderungen an den Konfigurationsdateien bei kurzfristigen Problemen überflüssig. Folgendes Beispiel zeigt das anhand der Repositories sunsite.java und ayo.fresh.

yum --disablerepo=ayo.fresh ↩
--disablerepo=sunsite.java info xine*

Der Name des anzugebenden Repositories entspricht dem, der in der Konfigurationsdatei in eckigen Klammern steht, nicht etwas dem Dateinamen. Repositories zu aktivieren, die in der Konfigurationsdatei mit der Option enable=0 deaktiviert sind, funktioniert analog mit der Kommandozeilen-Option --enablerepo=repo.

Ein Update besteht aus drei Teilen. Zuerst stellt Yum fest, ob überhaupt ein Update vorhanden ist. Falls ja, fragt es den Anwender, ob es mit dem Einspielen beginnen soll. Dann lädt Yum das Paket herunter und installiert es. Bei einem Systemupdate kann der erste Teil mitunter eine Menge Zeit beanspruchen. Der Anwender muss dann vor dem Rechner warten, bis die Abfrage erscheint. Um das zu vermeiden, gibt es die Option -y, die alle auftretenden Fragen mit Ja beantwortet.

Gelegentlich bleibt Yum ohne weitere Fehlermeldung hängen. In diesem Fall unterbrechen Sie das Programm mit der Tastenkombination [Strg]+[C]. Beim nächsten Start macht Yum dann an dieser Stelle weiter.

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