Yum Version 2.x und Fedora Core 3

Auspackhelfer

Mit Fedora Core 3 hat der Paketmanager Yum einige Änderungen erfahren. So ist die neue Version leichter konfigurierbar als der Vorgänger. Dieser Artikel erklärt, was sich geändert hat und gibt Tipps zur Benutzung.

Schon seit längerem bringt die Distribution Fedora Core den Paketmanager Yum [1] mit. Dabei handelt es sich um ein textbasiertes Frontend zu RPM, das selbst Abhängigkeiten auflöst und nötigenfalls Pakete aus dem Netz holt [2] . Yum hat sich mittlerweile gut etabliert, wird aber von den Entwicklern immer noch verbessert. Zur Zeit ist bei Fedora Core 3 die Yum-Version 2.2.0 aktuell. Anwender von Fedora Core 2 (oder anderen Systemen) führen als Administrator mit yum update yum ein Update durch. Welche Version installiert ist, zeigt der Befehl yum --version

Die richtige Einstellung

Als zentraler Anlaufpunkt für die Konfiguration dient die Datei /etc/yum.conf . Sie enthält die grundlegenden Optionen, die das Standardverhalten vom Yum festlegen. In Version 1.x fanden sich hier auch die Einträge für die Repositories. Ab Version 2.x können diese in ein separates Unterverzeichnis ausgelagert werden – voreingestellt ist yum.repos.d . Wie in Abbildung 1 zu sehen, steht für jedes Repository jeweils eine Datei, deren Name mit .repo endet.

Abbildung 1: Das Verzeichnis "yum.repos.d": pro Repository existiert eine Datei.

Mehr Dateien

Da es sich bei den Dateien um reine Text-Dateien handelt, lassen sie sich einfach mit einem beliebigen Texteditor bearbeiten. Listing 1 zeigt den Aufbau der Datei fedora-updates.repo .

Listing 1

Datei

fedora-updates.repo
[updates-released]
name=Fedora Core $releasever - $basearch - Released Updates
#baseurl=http://download.fedora.redhat.com/pub/fedora/linux/core/updates/$releasever/$basearch/
mirrorlist=http://fedora.redhat.com/download/mirrors/updates-released-fc$releasever
enabled=1
gpgcheck=1

In der ersten Zeile muss ein eindeutiger Name stehen, in diesem Fall [updates-released] . Diesen Namen verwendet Yum beim Zugriff auf das Repository und zeigt ihn dabei auch an. Dann erfolgt die Angabe der URL, inklusive der Zugriffsart: Neben http sind noch ftp und file (für lokale Repositories) möglich. Die Angabe erfolgt entweder über das Schlüsselwort baseurl (im Beispiel-Listing auskommentiert) oder mit dem Schlüsselwort mirrorlist , falls der Server eine Liste möglicher Spiegelserver enthält.

Der Eintrag enabled=0 deaktiviert das Repository trotz vorhandener Konfigurationsdatei. Ein deaktiviertes Repository aktiviert man mit der Option --enablerepo=repo beim Aufruf von yum . Das Löschen der repo -Datei entfernt das Repository vollständig. Die Zeile gpgcheck=1 sorgt dafür, dass Yum den PGP-Schlüssel eines Repositories überprüft. Auf diese Weise stellt es sicher, dass ein Paket nicht von Dritten manipuliert wurde. Dieser Test setzt voraus, dass Sie den Schlüssel mit rpm importiert haben. Beim Extras -Server von Fedora sieht das wie folgt aus:

rpm --import http://download.↩
fedora.redhat.com/pub/fedora/linux/↩
extras/RPM-GPG-KEY-Fedora-↩
Extras

Die in den Repo-Dateien festgelegten Einstellungen gelten für das jeweilige Repository und besitzen Vorrang gegenüber den globalen Optionen. Nur Kommandozeilenparameter von yum genießen höhere Priorität.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Das System mit yum auf dem aktuellen Stand halten
    Auch Linux ist nicht fehlerfrei. Deshalb ist es wichtig, das System mit korrigierten Paketen auf dem Laufenden zu halten. In Fedora hilft dabei das Programm Yum. Und es bringt altes Red Hat auf den neuesten Stand.
  • Tiefgefroren
    Mit TuxOnIce frieren Sie produktive Sitzungen mit mehreren Anwendungen und geöffneten Dokumenten zuverlässig ein und können sie beim nächsten Rechnerstart im Handumdrehen wieder fortsetzen.
  • Schnelle Paketmanager-Alternative
    Der Paketmanager gehört zu den zentralen Komponenten jedes Linux-Systems. Wenn er – wie im Fall von Suse Linux 10.1 – nicht oder nur unzulässig funktioniert, muss eine Alternative her. Hier setzt Smart an.
  • Die besten Paketquellen
    Was die Distributoren nicht paketieren, finden Sie Netz. Wir zeigen, wie Sie Ihr System mit inoffiziellen Repositories komplettieren.
  • Fedora Core 6 im Test
    Vor kurzem erblickte Fedora Core 6 (Codename: "Zod") das Licht der Welt. LinuxUser hat die aktuelle Version der von Red Hat geförderten Community-Distribution unter die Lupe genommen.
Kommentare

Infos zur Publikation

title_2016_06

Digitale Ausgabe: Preis € 5,99
(inkl. 19% MwSt.)

Mit der Zeitschrift LinuxUser sind Sie als Power-User, Shell-Guru oder Administrator im kleinen Unternehmen monatlich auf dem aktuelle Stand in Sachen Linux und Open Source.

Sie sind sich nicht sicher, ob die Themen Ihnen liegen? Im Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben zum reduzierten Preis . Einzelhefte, Abonnements sowie digitale Ausgaben erwerben Sie ganz einfach in unserem Online-Shop .

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!       

Aktuelle Fragen

thema ändern
a b, 29.05.2016 16:34, 0 Antworten
Hallo Linuxer zuerst alle eine schönen Sonntag, bevor ich meine Frage stelle. Ich habe Ubuntu 1...
Ideenwettbewerb
G.-P. Möller, 28.05.2016 10:57, 0 Antworten
Liebe User, im Rahmen eines großen Forschungsprojekts am Lehrstuhl für Technologie- und Innova...
Welche Drucker sind Linux-mint kompatibel?
Johannes Nacke, 20.05.2016 07:32, 4 Antworten
Hallo Ihr Lieben, ich bitte um mitteilung welche Drucker Kompatibel sind mit Linux-Mint. LG Joh...
MS LifeCam HD-5000 an Debian
Kay Michael, 13.04.2016 22:55, 0 Antworten
Hallo, ich versuche die oben erwähnte Cam an einem Thin Client mit Debian zu betreiben. Linux...
Import von Evolution nach KMail erzeugt nur leere Ordner
Klaus-Christian Falkner, 06.04.2016 12:57, 3 Antworten
Hallo, da ich vor einiger Zeit von Ubuntu auf Kubuntu umgestiegen bin, würde ich gerne meine E...