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Neues Getriebe

KDE 3.4 im Überblick

Zugangshilfen

Allen Änderungen voran sei hier die Implementation des Sprachgenerators KTTSD (KDE Text-To-Speech Daemon) erwähnt. Im Paket kdeaccessibility bietet KDE 3.4 die Programme Ksayit und Kmouth, die Ihre Sprachausgabe über Kttsd steuern. KDE stellt dazu aber lediglich das Framework zur Verfügung, den Sprachsynthetisator müssen Sie selbst installieren. Ein Test mit dem Synthetisator Festival [2] zeigte, dass für das Programm lediglich ein englischer Sprecher zur Verfügung steht. Für deutschsprachige Stimmen kommen Sie nicht an der Einrichtung von Txt2pho [3] und Mbrola [4] vorbei.

Für den schnellen Erfolg installieren Sie Festival als RPM-Paket und starten dann den Konfigurationsdialog von KTTSD im KDE-Kontrollzentrum unter Regionaleinstellung & Zugangshilfen | Sprachausgabe (siehe Abbildung 7). Hier klicken Sie auf dem Reiter Sprecher auf Hinzufügen und wählen dann als Sprache Englisch und als Synthetisator den Eintrag Festival Interactive aus. Nach einem Klick auf OK und nachfolgendem Anwenden wechseln Sie auf den Reiter Allgemein. Hier kreuzen Sie die Option Sprachausgabe aktivieren (KTTSD) an und bestätigen erneut mit Anwenden.

Um nun einen Text vorsprechen zu lassen, wechseln Sie entweder auf den Reiter Aufträge und klicken auf Zwischenablage vorsprechen oder starten ksayit. Die Sprachausgabe steht auch in KPDF, über Extras | Speak Text in Konqueror und über die Zwischenablage in praktisch jeder Anwendung zur Verfügung. Haben Sie aus Versehen einen längeren Text zum Vorsprechen ausgewählt, können Sie den Auftrag im Sprachausgabe-Modul auf dem Reiter Aufträge unterbrechen oder stornieren.

Abbildung 7: Das neue KDE bringt zahlreiche Tools für die Sprachausgabe mit.

KDE 3.4 bietet auch neue Themen für Sehbehinderte. Sie können zwischen einem speziell hellen und speziell dunklen Thema wählen, auf Wunsch mit extra großen Schriften und kontrastreichen Symbolen (siehe Abbildung 8).

Abbildung 8: Sehbehinderten erleichtern spezielle Themen den Zugang zu KDE 3.4.

Fazit

Trotz der geringen sichtbaren Änderungen hat sich bei KDE 3.4 einiges getan. Die Desktop-Umgebung wirkt flinker, übersichtlicher und ausgereifter. Dies ist nicht zuletzt den rund 6500 Fehlerbehebungen und mehreren Millionen Zeilen an neuem Code zu verdanken. Ist Ihnen KDE trotzdem noch zu langsam, lesen Sie die Artikel zu den Alternativen Gnome und Xfce in diesem LinuxUser oder kaufen sich ein neues Speichermodul, um ein Wenig Öl auf das Getriebe von KDE 3.4 zu gießen.

Glossar

Kio-Slave

KDE Input/Output Slave. Virtuelle Adresse, um auf einheitliche Art und Weise Zugang zu allen möglichen Arten von Daten zu erlangen.

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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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