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KDE 3.4 im Überblick

KPDF

Der neue PDF-Reader von KDE 3.4 muss sich nicht hinter dem Acrobat Reader verstecken. Das Programm startet wesentlich schneller, zeigt Vorschaubilder an und bietet einen Präsentationsmodus mit zahlreichen Übergangseffekten. Sehr schön gelöst haben die Entwickler von KPDF das Markieren von Textpassagen (siehe Abbildung 3). Möchten Sie eine Textstelle kopieren, klicken Sie zunächst auf das Auswahl-Symbol ganz rechts und ziehen dann einen Rahmen um den zu kopierenden Text. Kpdf hinterlegt diesen farblich, was den Auswahlbereich optisch hervorhebt.

Nach dem Markieren erscheint automatisch ein Kontextmenü, über das Sie den Text wahlweise in die Zwischenablage kopieren, vorsprechen lassen (zu den Voraussetzungen dazu lesen Sie weiter unten im Abschnitt Zugangshilfen) oder als Bild speichern. Auch die Suchfunktion erleichtert das Auffinden der Treffer im Text durch farbige Markierungen.

Abbildung 3: Der PDF-Betrachter von KDE braucht sich nicht hinter dem Acrobat Reader zu verstecken.

Das Panel

An der grundlegenden Funktion des Panels hat sich nichts geändert. Es bringt jedoch ebenfalls einige Erweiterungen mit. Verweilt der Mauszeiger einen kurzen Moment über einem Programmknopf, erscheint ein nicht zu übersehender, animierter Tooltip (siehe Abbildung 4).

Abbildung 4: Die animierten Tooltips sind hübsch und kaum zu übersehen.

Zuwachs erhielt die KDE-Startleiste durch ein Mülleimer-Applet. Was anfänglich nach einem Entwickler-Scherz tönt, erweist sich im täglichen Betrieb als nützliches Feature, ist doch der Mülleimer oft gerade dann durch ein Fenster verdeckt, wenn man ihn nötig hätte. So haben Sie über das Panel jederzeit Zugriff auf den Inhalt des Mülleimers und können auch per Drag & Drop neue Dateien in den Abfall befördern. Zusätzlich zeigt der Tooltip des Mülleimers an, wieviele Elemente sich darin befinden.

Das direkte Löschen von Dateien über Konquerors Kontextmenü ist jetzt nicht mehr möglich, es steht nur noch der Punkt In den Mülleimer werfen zur Auswahl. Möchten Sie Dateien ganz löschen, müssen Sie dazu die Tastenkombination [Shift]+[Del] benutzen. Als weiteres Feature stellt der Trash-Ordner gelöschte Dateien in dem Verzeichnis wieder her, aus dem Sie sie entfernt haben. Es empfiehlt sich daher, vor dem Wiederherstellen über das Kontextmenü Eigenschaften | Meta-Info den Pfad zur Datei zu notieren.

Ein weiteres nützliches Panel-Applet stellt der Netzwerk-Ordner dar. Er ist Teil des neuen Programms KNetAttach. Um einen neuen Netzwerkorder als Panel-Applet zu erstellen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine leere Stelle des Kickers und wählen Zur Kontrollleiste hinzufügen | Spezialknopf | Netzwerkordner. Nach einem Rechtsklick auf das neue Symbol erreichen Sie jetzt entweder die URL service:/, smb:/ oder zeroconf:/ oder Sie starten über den Menüpunkt Netzwerkordner hinzufügen den Assistenten KNetAttach. Hier wählen Sie im ersten Dialog, für welches Protokoll Sie einen Ordern anlegen möchten. Im zweiten Bildschirm tragen Sie die benötigten Daten ein und klicken dann auf Speichern & Verbinden. Den neuen Ordner erreichen Sie anschließend über das Applet (siehe Abbildung 5) und die URL remote:/

Abbildung 5: Das neue Netzwerkordner-Applet bietet direkten Zugriff auf entfernte Verzeichnisse.

Abbildung 6: Von links nach rechts: Mülleimer, Tastaturstatus und Netzwerk-Ordner.

Ebenfalls neu dazugekommen in KDE 3.4 ist eine Statusanzeige für die verschiedenen Feststelltasten (siehe Abbildung 6). Das Applet dient sowohl als Statusanzeige, als auch als Schaltzentrale. Sie können damit per Mausklick Capslock und Numlock, sowie zahlreiche Feststelltasten schalten. Das Applet gibt beim Betätigen einer Feststelltaste visuell und akkustisch Rückmeldung, um ein versehentliches Schalten zu vermeiden. Allgemein hat sich im Bereich der Zugangshilfen in KDE 3.4 viel getan.

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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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