K-splitter

01.05.2005

Kurz notiert

Eine von Jason Bainbridge aus dem KDE-Team gesponsorte Hostlösung bringt dem KDE Wiki mehr Performance und höhere Verfügbarkeit. Die in jüngster Zeit oft aufetretenen Probleme und Ausfälle sollen damit der Vergangenheit angehören. Sie lagen vor allem darin begründet, dass auf dem alten Server gleichzeitig Die KDE-News-Siete dot.kde.org und das Wiki gehostet werden mussten.

Gleich zwei Artikel des KDE-Mitglieds Tom Chance finden sich in der aktuellen Ausgabe des Free Software Magazine (http://www.freesoftwaremagazine.com/free_issues/issue_02/. In "Guerilla Marketing" vergleicht Chance die Werbeanstrengungen des KDE-Projekts mit denen von anderen freien Software-Projekten. Der zweite Artikel ist ein Interview mit Bernhard Reiter, dem Deutschlandchef der Free Software Foundation Europe, das im vergangenen Jahr am Rande des Entwicklertreffens Akademy stattfand. Die beiden sprechen darin über Werbung bei Behörden und "Software-Frieden" auf dem Desktop.

Einen guten Einblick in die Funktionsweise des Konfigurations-Framework Kiosk bietet das neue Online-Tutorial unter http://developer.kde.org/documentation/tutorials/kiosk/index.html. Der Text zeigt unter anderem, wie der KDE-Desktop zentral eingestellt wird. Dazu gibt es Bilder und Beispiele verschiedener Konfigurationsoptionen sowie Demonstrationen, welche unterschiedlichen Desktop-Restriktionen dem Administrator in Kiosk zur Verfügung stehen.

The Independent QT Tutorial ist eine QT-Antleitung, die einen beispielgeführten Ansatz verfolgt und so eine Brücke zwischen der technisch geprägten offiziellen QT-Dokumentation und den Ansprüchen eines Durchschnittsentwicklers schlagen möchte. Unter http://www.digitalfanatics.org/projects/qt_tutorial/ finden sich nun Links zur italienischen und französischen Version. Für eine deutsche Version des praxisorientierten Tutorials hat sich aber offenbar noch kein Übersetzer gefunden.

Flash-Animationen unter Linux

KToon heißt ein neues, GPL-lizensierte 2D-Animationswerkzeug. Die von der kolumbianischen Firma Toonka Films entwickelte Software, erstellt Animationen unter anderem im SWF-Format (Macromedia Flash) und könnte so für Webdesigner eine entscheidende Lücke im Anwendungsspektrum unter Linux füllen. KToon nutzt OpenGL sowie die QT-Bibliothek ab Version 3.3.2 und verfügt über eine ähnliche grafische Oberfläche wie die kommerziellen Produkte "Macromedia Flash" und "ToonBoom". Nach Angaben der Entwickler befindet sich KToon zwar schon in der Beta-Phase, allerdings fehlen noch viele Funktionen. Arbeitsfähig sind jedoch die beiden wichtigsten Module Illustration und Animation, die auch den Export von Animationen im SWF-Format erlauben. Für Postproduction von Trickfilmen eignet sich die Software nicht, außerdem unterstützt sie keine 3D-Animationen. (http://ktoon.toonka.com).

Mit KToon können Designer und Grafiker comicartige Illustrationen und Animationen erstellen. Der Export im SWF-Format macht es besonders als Linux-Alternative zu Macromedia Flash interessant.

Amarok als persönlicher Musikberater

Die wichtigste Neuheit der vor kurzen veröffentlichten Amarok-Version 1.2.1. stellt die integrierte Unterstützung für "Audioscrobbler" dar. Diese Software erlaubt es, den eigenen Musikgeschmack über die gleichnamige Plattform mit den Vorlieben anderer abzugleichen.

Dazu erstellt die Anwendung ein Profil der eigenen musikalischen Präferenzen, indem sie die gehörten Titel zum Audioscrobbler-Server sendet, der so das Profil aktualisieren kann. Jeder Benutzer von Audioscrobbler erhält eine eigene Webseite mit unterschiedlichen Statistiken. Dadurch soll das System andere Benutzer mit ähnlichem Musikgeschmack finden können, um so eine persönliche Musikempfehlung zu erstellen. Für verschiedene Mediaplayer wie Winamp, iTunes oder XMMS gibt es dafür Plugins, in Amarok ist die Audioscrobbler-Unterstützung jetzt direkt eingebaut und deshalb einfacher zu konfigurieren.

Die aktuelle Version unterstützt auch auch MySQL-Datenbanken, so dass sich die eigene Musiksammlung auf einen Server auszulagern lässt. Zudem soll die Playliste schneller arbeiten und Amarok zu einem aktuell gespielten Titel automatisch den Text anzeigen. Ebenfalls neu ist ein grafischer 10-Band-Equalizer. Selbst Gnome-Nutzer dürfen sich freuen, denn das Programm funktioniert laut Aussage der Entwicjler jetzt deutlich besser in Nicht-KDE-Umgebungen.

Den Sourcecode gibt es unter http://amarok.kde.org/wiki/index.php/Download. Unter dieser Adresse finden Sie auch Links zu fertigen Binärpaketen für die meisten aktuellen Distributionen.

Zusätzlich haben sich die Amarok-Entwickler etwas besonderes einfallen lassen. Bei der Amarok Live-CD http://amarok.kde.org/wiki/index.php/AmaroK_Live handelt es sich um ein bootfähiges System, das neben dem Media-Player auch Musik enthält – von bekannten Künstlern wie den Beastie Boys, der Thievery Corporation, David Byrne (Ex-Talking Heads) und anderen. Die Musik stammt von einer CD des Technik-Magazins Wired und unterliegt verschiedenen Creative-Commons-Lizenzen. Sampling und Weiterverbreiten sind ausdrücklich erlaubt, nur die kommerzielle Nutzbarkeit bleibt meist eingeschränkt. Das Projektes soll die Nutzer zu einem kreativen Umgang mit Musik und die Musiker zu einem kreativen Umgang mit dem Copyright ermutigen: "Spiele mit Musik, spiele sie nicht nur ab", heißt es auf der Website.

Noch mehr Features stellt die neue Version des beliebten Audio-Players Amarok für seine Nutzer bereit.

Klax Slackware-Live-CD mit KDE 3.4

Die Live-CD Klax erlaubt Update-Muffeln einen exklusiven Blick auf KDE 3.4. Stephan Binner hat auf Basis der Slackware-Live-CD Slax eine CD zusammengezimmert, die zwar mit den gleichen Scripten erzeugt wurde wie Slax, jedoch auf der aktuelleren Slackware-Version 10.1 basiert. Zudem packte Binner die neue Beta 2 ("Keinstein" der kommenden KDE-Version 3.4 bei. So lässt sich ohne großen Aufwand ein Blick auf KDE 3.4 werfen, ohne bestehende Systeme zu ändern.

Das 373 Megabyte große ISO-Image finden Sie unter http://download.kde.org/unstable/3.4.0-rc1/contrib/x86_live-cd/klax-kde-3.4-rc1.iso. Neben der aktuellen KDE-Version enthält es auch ein gepatchtes Qt 3.3.4, KOffice 1.3.5 und das fantastische KDE-Brennprogramm k3b in der Version 0.11.20. Das Sound-System Arts ist jedoch in der Standard-Einstellung deaktiviert, da es Probleme macht. Klax ist derzeit nicht dokumentiert. Wer tiefer einsteigen will, muss sich daher mit der Slax-Dokumentation unter http://slax.linux-live.org/documentation.php begnügen.

Pakete für ein Suse-Update und die Quellen des inzwischen fertig gestellten KDE 3.4 finden Sie übrigens auf unserer Heft-CD.

KDE neu definiert

KDE-Entwickler Scott Wheeler stellte auf der Brüsseler Entwicklerkonferenz Fosdem seine Gedanken zum Desktop der Zukunft vor. Seiner Meinung nach ergibt die hierarchische Darstellung von Dateien, Verzeichnissen, aber auch Diensten und Einstellungen bei heutigen Desktopsystemen keinen Sinn mehr. Wheeler stellte dem herkömmlichen Desktop-Ansatz das Modell des WWW gegenüber. Erst die kontextabhängige Vernetzung habe den Erfolg des Internets hervorgerufen. Hierarchische Ansätze wie Gopher scheiterten. Heute seien die Datenmengen auf einer einzigen Festplatte mit denen des Internet zu Beginn der 90er Jahre vergleichbar, meinte Wheeler. Um Informationen zu handhaben und überhaupt wiederzufinden, müsse man sich deshalb auch ähnlicher Modelle bedienen, etwa Links und Google-ähnliche Suchmaschinen. Seine Vision des zukünftigen Desktops ist die des "durchsuchbaren Context-Web". Erste Ansätze könnten Wheeler zufolge bereits in KDE 4.0 Eingang finden. Stefanie Teufel, Ulrich Wolf)

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