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Grafische Arbeitsumgebung jenseits von KDE und Gnome
Der Datei-Manager xffm
Der schnelle Dateimanager Xffm unterscheidet sich hinsichtlich Konzept und Erscheinung gänzlich von seinen Konkurrenten Konqueror und Nautilus. Sein Funktionsumfang ist jedoch recht leicht zu erfassen und er ermöglicht auch Windows-Umsteigern einen problemlosen Einstieg. Xffm besteht aus acht Komponenten, die sich über das Main Menuauch einzeln starten lassen (siehe Abbildung 5).
- Xftree – Xftree ist der eigentliche Datei-Manager. Er stellt die lokalen Dateien dar und dient als File-Browser. Das Kommando, um
xffmnur zur Anzeige der lokalen Dateien zu starten, lautetxftree4. - Xfsamba – Der SMB-Client von Xfce. Der Netzwerk-Browser erlaubt es, nach Windows-Rechnern im Netz zu suchen und auf entfernte Verzeichnisse zuzugreifen. Als Einzelanwendung starten Sie das Programm mit
xfsamba4. - Xfbook – Hier legen Sie Bookmarks für virtuelle Ordner und Dateien an. Xfbook beherrscht nicht nur lokale Lesezeichen, sondern merkt sich auch Netzwerk-Ordner. Sie starten das Programm über
xfbook4. - Xfglob – Diese Komponente zeigt die Ergebnisse einer Datei-Suchabfrage an. Die Dateien und Programme können direkt von hier geöffnet oder ausgeführt werden. Das Kommando
xfglob4startet den Suchdialog. - Xffrequent – Diese Komponente beinhaltet eine Liste der häufig über Xffm aufgerufenen Dateien und Verzeichnisse. Als häufig aufgerufen gelten Dateien und Verzeichnisse, die Sie bereits 13 mal betrachtet haben. Dieser Schwellenwert kann jedoch im Hauptmenü vom Benutzer beliebig geändert werden. Sie starten das Programm als Einzelanwendung mit
xfapps4. - Xfrecent – Diese Komponente zeigt, welche Dateien Sie zuletzt über Xffm aufgerufen haben. Sie starten sie mit dem Befehl
xfrecent4. - Xffstab – Die Fstab-Komponente, die Sie über den Befehl
xffstab4starten, zeigt die physikalischen Geräte (Partitionen) und Mount-Punkte an. Bei entsprechenden Rechten ist auch das ein- und aushängen von Laufwerken möglich. - Xftrash – Der Papierkorb von Xfce. Das Konzept des Mülleimers ist im Vergleich zu KDE oder Gnome völlig neu. Verschieben Sie in einem Verzeichnis eine Datei in den Papierkorb, so erstellt Xfce darin automatisch einen versteckten Ordner mit dem Namen
.wastebasketund verschiebt die Datei in diesen Ordner. Mitxftrash4können Sie somit für jedes Verzeichnis den Inhalt des Mülleimers betrachten.
Fazit und Ausblick
Xfce 4 bietet eine stabile und sehr schnelle Arbeitsumgebung. Auf Grund ihres vergleichsweise geringen Funktionsumfangs kommt sie zwar nicht an KDE und Gnome heran, Sie eignet sich aber hervorragend für ältere Rechner mit wenig Arbeitsspeicher oder für Freaks, die Wert auf eine flinke Arbeitsumgebung legen.
Xfce lässt sich weitgehend intuitiv bedienen, so dass der Einstieg auch Anfängern und Umsteigern aus der Windows-Welt nicht schwer fällt. Um die Handhabung weiter zu vereinfachen ist auch die Unterstützung von Desktop-Icons geplant. Eine ausführliche Todo-Liste finden Sie unter [8]. Bis dahin bietet sich zum Beispiel das Programm Rox-Filer [9] an, um auch unter Xfce Symbole auf dem Desktop ablegen zu können.
Infos
[1] Disk based hashtables: http://sourceforge.net/projects/dbh/
[2] PostScript-Konverter: http://ftp.gnu.org/gnu/a2ps/
[3] Xfce-Homepage: http://www.xfce.org/
[4] Suse-Pakete: http://turing.fh-landshut.de/~bwalle/xfce/xfce-4.2.1.1/RPMS/
[5] Mandrake-Pakete: http://www.eslrahc.com/
[6] Xfce-Installer: http://www.os-cillation.de/article.php?sid=43
[7] Xfce-Sourcen: http://sourceforge.net/projects/xfce/
[8] Neue Features: http://www.myoo.de/xfce/index.php/4.4_TODO
[9] Rox-Filer: http://rox.sourceforge.net/phpwiki/index.php/ROX-Filer



