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Grafische Arbeitsumgebung jenseits von KDE und Gnome

Installation von Quellcode

Alle Xfce Module erhalten Sie in einem kompletten tar-Archiv direkt bei SourceForge [7]. Laden Sie die Dateien xfce-4.2.1.1-src.tar.bz2 sowie a2ps.tar.gz herunter. Letzteres Programm enthalten die meisten Distributionen bereits. Gibt Ihnen which a2ps den Pfad des Programms an, reicht der Download des Xfce-Paketes.

Installieren Sie zunächst a2ps – falls nötig. Entpacken Sie dann die Datei xfce-4.2.1.1-src.tar.bz2 mit dem Befehl tar xvfj xfce-4.2.1.1-src.tar.bz2. Der als Resultat entstandene Ordner xfce-4.2.1.1 enthält eine Reihe von Tar.gz-Archiven, die den eigentlichen Programm-Code enthalten. Sie entpacken diese mit dem Befehl tar xfvz dateiname.tar.gz.

Wechseln Sie nun nacheinander in die Verzeichnisse dbh-1.0.22, gtk-xfce-engine-2.2.6 und libxfce4util-4.2.1. Geben Sie in jedem der drei Verzeichnisse die Befehle ./configure, make und make install ein. Den letzten Befehl müssen Sie jeweils als root ausführen. Nach der installation von libxfce4util starten Sie als root das Programm ldconfig und setzen den Pfad zu Pkgconfig:

export PKG_CONFIG_PATH=/usr/loc↩
al/lib/pkgconfig

Nun setzen Sie die Installation mit den Verzeichnissen libxfcegui4, libxfce4mcs und xfce-mcs-manager fort. Weitere Module lassen sich danach in beliebiger Reihenfolge nachinstallieren. Ein abschließendes ldconfig sorgt dafür, dass Xfce beim Start seine Systembibliotheken findet.

Nehmen Sie die Installation von Xfce ohne Parameter vor, landet das Desktop Environment in /usr/local/. Möchten Sie Xfce hingegen nach /usr installieren, müssen Sie ./configure jeweils mit dem Parameter --prefix=/usr aufrufen. In diesem Fall ist der Aufruf von export PKG_CONFIG_PATH= nicht notwendig.

Die Komponenten von Xfce 4

Xfce 4.2 besteht aus zahlreichen Einzelanwendungen (siehe Tabelle 1), verschiedenen Skripten (siehe Tabelle 2) und Systembibliotheken. Letztere bieten Xfce grundlegende Funktionen und lassen sich mit den DLL-Dateien unter Windows vergleichen. Die Bibliothek libxfce4mcs zum Beispiel erlaubt die Verwaltung von verschiedenen Einstellungen. Sie wird von den meisten Xfce4-Applikationen verwendet. Libxfce4util enthält nicht-grafische Hilfe-Funktionen. Libxfcegui4 ist zuständig für die Interaktivität mit dem X Window System.

Tabelle 1: Die Hauptkomponenten von Xfce 4.2

Komponenten Funktion
xfwm4 Der eigentliche Window-Manager und damit das Herzstück der Xfce-4-Desktop-Umgebung.
xfce4-panel Intuitiv zu bedienende Startleiste, in die ohne grösseren Aufwand Menüs und Start-Buttons integriert werden können.
xfce4-session Der Session-Manager sorgt dafür, dass die Benutzeroberfläche bei der Neuanmeldung wieder so vorgefunden wird, wie der Benutzer sie verlassen hat.
xfce-mcs-manager Der Einstellungsmanager ist ein übersichtliches Konfigurationswerkzeug.
xfce-mcs-plugins Plugins für den Einstellungsmanager, die zwar nicht unbedingt notwendig sind, deren Einstellungsmöglichkeiten jedoch das Leben mit Maus, Tastatur und Bildschirm etwas erleichtern.
xffm Xffm ist ein schneller Datei-Manager. Für Netzwerker bemerkenswert ist die Integration eines Samba-Netzwerk-Browsers, der in etwa vergleichbar ist mit LinNeighborhood.
xfce4-appfinder Der Xfce-Application-Finder spürt installierte Programme auf, indem er – wie KDE und Gnome – die .desktop-Dateien ausgewert.
xfce4-icon-theme Das Standard-Icon-Theme von Xfce 4. Es unterstützt derzeit PNG- und SVG-Symbole.
xfce-utils Das Zubehör-Paket enthält diverse Verwaltungs-Utensilien, Skripte sowie eine Benutzer-Dokumentation für die Betrachtung im Browser.
xfdesktop Der Hintergrundmanager xfdesktop verwaltet den Desktop-Hintergrund und stellt über die rechte Maustaste ein Root-Menü bereit. Besondere Erwähnung verdient auch der Root-Menü-Editor, mit dessen Hilfe Sie das Root- oder Desktop-Menü an die eigenen Bedürfnisse angepassen. Der Menü-Editor dient als Interface für die Bearbeitung der Datei ~/.config/xfce4/desktop/menu.xml.
xfprint Xfprint ist ein eigenständiger Druck-Manager, der CUPS, BSD-LPR oder den Druck in eine Datei unterstützt.
xfwm4-themes Dekorations-Themen für den Fenstermanager xfwm4.
gtk-xfce-engine-2 Die gtk-xfce-engine-2 ermöglicht weitere Fenster-Dekorationen für GTK2. Sie ist zwar nicht notwendig, ist jedoch ein netter Augenschmaus für den Desktop.
xf-calendar Xf-calendar ist ein einfacher Kalender mit Erinnerungsfunktionalität.

Tabelle 2: Wichtige Skripte

startxfce4 Skript zum Starten des Windowmanagers Xfce 4
xfhelp4 Öffnet die lokal installierte Dokumentation zu Xfce 4 in einem Browser
xflock4 Sperrt den Bildschirm. Dazu benutz das Programm – sofern verfügbar – den Xscreensaver.
xfmountdev4 Xfmountdev4 hängt ein Device an einem gegebenen Mountpunkt ein und öffnet xffm dort. Beim Schließen von xffm wird das Laufwerk wieder ausgehängt.
xfterm4 Xfterm4 startet das in der Variable $TERMCMD definierte Terminal. Ist die Variable nicht gesetzt, ruft das Script xterm auf.
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Kommentare
Debian Stable etwa bleeding edge?
Maximilian Gerhard, Donnerstag, 09. September 2010 04:10:29
Ein/Ausklappen

Also das muss wohl ein Scherz sein oder?
Der Sinn, einen mehr als 5 Jahre alten Artikel auszugraben, erschließt sich mir auf Anhieb nicht unbedingt. Für sowas wird man in vielen Foren gegrillt :D

So und nun wieder back to the future ;)


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