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Gnome 2.10 im Überblick

01.05.2005
Mit dem jüngsten Release besinnt sich der Gnome-Desktop zurück auf klassische Grundwerte wie einfache Bedienung und Konfiguration. Dazu bringt er zahlreiche neue Anwendungen und Applets mit. Aber auch unter der Haube bietet Gnome 2.10 eine solidere Basis und innovative Lösungen.

Gnome hat seit der Version 2.0 sowohl Kritik als auch Zuspruch geerntet. Noch vor zweieinhalb Jahren hätte niemand für möglich gehalten, dass eine grafische Benutzeroberfläche bei sechsmonatigen Veröffentlichungszyklus so hochwertig sein kann. Trotz der Integration neuer Funktionen bleiben die Basis-Bibliotheken abwärts kompatibel – was IT-Größen wie Red Hat, Novell oder Sun überzeugt hat, Gnome als Basis für ihre Produktlinien zu verwenden.

Die neue Gnome-Version 2.10 steht seit dem 9. März 2005 zum Download bereit. Damit hält der freie Desktop die Tradition aufrecht, alle 6 Monate in einer neuen Version zu erscheinen. Im Folgenden beschreiben wir auf die wichtigsten Neuerungen in Gnome 2.10. Viele davon sind nicht nur unter der Oberfläche zu finden, sondern fallen auch angenehm ins Auge.

Augenfällige Änderungen

Beim Start des Desktops fällt sofort die neue Menüstruktur im Gnome-Panel auf. Frühere Versionen besaßen zwei übergeordnete Einträge: Anwendungen und Aktionen. Gnome 2.10 bringt eine komplett neue Struktur mit, die sich in drei übergeordnete Einträge gliedert: Anwendungen, Orte und System (Abbildung 1).

Abbildung 1: Das Gnome-Panel-Menü wartet mit einer überarbeiteten Struktur auf.

Der Menüpunkt Anwendungen enthält nach wie vor alle Gnome-Programme. Zudem findet sich hier auch der Punkt Anwendung ausführen..., der früher den Aktionen zugeordnet war.

Unter Orte erreichen Sie oft benutzte Verzeichnisse. Dazu zählen beispielsweise der persönliche Ordner, der Desktop, Lesezeichen aus dem Dateiauswahl-Dialog, die aktuell eingehängten Wechselmedien, alle Netzwerk-Server sowie die zuletzt geöffneten Dokumente. Von hier aus können Sie sich mit einem Server verbinden und nach lokalen oder entfernt gespeicherten Dateien suchen.

Schließlich enthält System ein Untermenü für die Konfiguration des Desktops sowie Einträge zum Erstellen von Bildschirmfotos, Sperren des Bildschirms und Abmelden vom System. Über das Untermenü zur Systemverwaltung administrieren Sie mit Hilfe der Gnome System Tools alle Bereiche des Systems.

Einfache Systemkonfiguration

Mit Hilfe der Gnome System Tools lassen sich sehr einfach Benutzer verwalten oder Datum und Uhrzeit einstellen. Letztere können Sie über einen NTP-Server automatisch synchronisieren. Auch die Netzwerkkonfiguration ist ein Kinderspiel. Speziell für Laptop-Besitzer interessant ist die Möglichkeit, Profile bzw. Standorte anzulegen. Je nach Umgebung, etwa im Büro oder zu Hause, wählt man das entsprechend angepasste Profil aus. Über die Gnome System Tools konfigurieren Sie auch Modems, ISDN-Geräte und das drahtlose Netzwerk. Hier geben Sie Ordner via NFS oder Samba frei, so dass sie anderen Benutzern zur Verfügung stehen. Abbildung 2 zeigt die Gnome System Tools.

Abbildung 2: Die Gnome System Tools dienen als komfortable Schnittstelle zur Systemverwaltung.

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