Im Olymp des Datentauschs
File-Sharing mit Apollon und GiFT
Endlich dabei!
Das GiFT-Projekt beendet den Zwangsverzicht auf das Kazaa-Netzwerk und Apollon bietet für diese und andere Tauschbörsen eine benutzerfreundliche Oberfläche. Blinde Freude über die vielen Treffer, die praktisch jede Suche liefert, empfiehlt sich jedoch aus juristischen Gründen nicht (Kasten 2). Wer ohne Sorge um Lizenzfragen herunter- und hochlädt, macht sich schnell strafbar – und Unwissenheit schützt bekanntlich nicht vor Strafe.
Kasten 2: Legal, illegal?
Seine große Popularität verdankt das File-Sharing via Internet wohl der einfachen Möglichkeit zum Tausch von in den meisten Ländern illegalen Kopien von Musik und kommerzieller Software. Ihren Durchbruch erzielten die Tauschbörsen Ende der 90er-Jahre, besonders beliebt war damals das inzwischen kostenpflichtige Napster. Der kurz zuvor entwickelte MP3-Algorithmus ermöglichte erstmals das Komprimieren von Musikdateien auf ein bequem via Internet kopierbares Maß. So gibt es seitdem die neuesten Alben aller mehr oder weniger bekannten Musiker sofort nach der Veröffentlichung zum kostenlosen, aber illegalen Download. Ebenso verhält es sich mit der meisten kommerziellen Software.
Insbesondere die Musikindustrie sah ihr Geschäft bald bedroht durch das fast unbegrenzte Angebot unbezahlter Kopien. Doch juristisch steht trotz gegenteiliges suggerierender Werbekampagnen fest: Tauschbörsen sind prinzipiell legal. Nur wer sie nutzt, um Musik oder Software ohne entsprechende Lizenz herunterzuladen oder weiterzugeben, verstößt gegen das Urheberrecht. Anbieter so genannter Raubkopien wurden in der EU und den USA bereits zu Geldstrafen von mehreren Tausend Euro verurteilt.
Infos
[1] Kazaa: http://www.kazaa.com/
[2] GiFT: http://gift.sourceforge.net/
[3] Gnutella: http://www.gnutella.com/
[4] Ares: http://www.aresgalaxy.org/
[5] Napster: http://www.napster.com/
[6] Soulseek: http://www.slsknet.org/
[7] E-Donkey: http://www.edonkey2000.com/
[8] Apollon: http://apollon.sourceforge.net/



