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Naturgetreu abbilden

mkisofs, mount, md5sum

Alles klar?

Um ein ISO-Image auf eventuelle Fehler zu überprüfen, stehen Ihnen verschiedene Methoden zur Verfügung. Zunächst einmal bietet es sich an, das Abbild testweise ins Dateisystem einzuhängen.

Der Befehl mount kann nicht nur Datenträger, wie z. B. Festplatten oder CDs, in das Linux-Dateisystem einbinden, sondern mit dem Zusatz -o loop auch ISO-Images mounten. Als Administrator hängen Sie ein Image beispielsweise mit dem Kommando

mount -o loop datei.iso /mnt/tmp/

ein. Das Verzeichnis /mnt/tmp/ muss dabei (wie üblich) existieren, sonst beschwert sich mount:

mount: Einhängepunkt /mnt/tmp/ existiert nicht

Beklagt sich mount über ein unbekanntes Dateisystem, verwenden Sie zusätzlich den Parameter -t iso9660. Im Verzeichnis /mnt/tmp finden Sie den vollständigen Inhalt des ISO-Images – so wie dieser später auf der CD erscheinen wird. Um das Image wieder auszuhängen, benutzen Sie – ebenfalls als Administrator – den Befehl umount:

umount /mnt/tmp

Gut geprüft

Wenn Sie ISO-Dateien aus dem Internet herunterladen, bietet sich neben dem "Probe-Mounten" eine weitere Kontrollmöglichkeit über die so genannte MD5-Prüfsumme an. Unter Linux setzen Sie dazu das Programm md5sum ein – dieses erzeugt aus der Datei jeweils einen 128 Bit großen Hash-Wert.

Auf den meisten Download-Servern liegen daher neben den ISO-Images auch Angaben zu ihren MD5-Prüfsummen (Abbildung 1). Textdateien, die oft MD5SUM(s) oder xyz.iso.md5 heißen, enthalten die zu den angebotenen Image-Dateien passenden Hash-Werte. Da sich diese Prüfsumme schon ändert, wenn nur ein einziges Bit modifiziert wird, ist es schwer, zwei unterschiedliche Dateien zu erstellen, die dieselbe Prüfsumme haben. Dass nach einem fehlerhaften Download die heruntergeladene Datei trotz der Veränderungen die richtige Prüfsumme hat, ist also äußerst unwahrscheinlich.

Abbildung 1: Durch Überprüfen der MD5-Summe stellen Sie sicher, dass das heruntergeladene Image intakt ist.

Um den MD5-Fingerabdruck zu prüfen, setzen Sie das Kommandozeilenprogramm md5sum ein. Wer einfach nur den Hash-Wert ausgeben möchte, ruft md5sum datei auf, und die Prüfsumme erscheint nach kurzer Zeit im Terminal:

$ md5sum FC3-i386-DVD.iso
ca49964739f84848ca78fc03662272fb  FC3-i386-DVD.iso

Wenn Sie ISO-Images mit K3b brennen, können Sie sich die manuelle Ausgabe auf der Kommandozeile ersparen. Nachdem Sie sich im Menü Extras dafür entschieden haben, ein CD- oder DVD-Image zu brennen, berechnet K3b automatisch die Prüfsumme. Eine Statusanzeige informiert über den Fortschritt; anschließend präsentiert K3b zur Kontrolle die MD5-Summe im Dialogfenster (Abbildung 2).

Abbildung 2: K3b berechnet die MD5-Prüfsumme selbständig.

Natürlich könnten Sie jetzt die zugehörige Checksummen-Datei in einem Text-Editor öffnen oder mit cat im Terminal ausgeben und Zeichen für Zeichen vergleichen. Da dieses mitunter aber doch recht mühsam und auch fehleranfällig sein kann, empfiehlt sich der Einsatz von md5sum auf der Kommandozeile mit dem Parameter -c. Laden Sie dazu nicht nur das ISO-Image, sondern auch die Prüfsummendatei auf den eigenen Rechner und geben Sie den folgenden Befehl ein:

$ md5sum -c MD5SUM
FC3-i386-DVD.iso: Ok

Die Ausgabe zeigt: Das Fedora-Core-3-Image im Beispiel scheint komplett und intakt – die Prüfsummen stimmen überein. Schlägt die Überprüfung hingegen fehl, meldet md5sum:

FC3-i386-DVD.iso: Fehlschlag
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LinuxUser 06/2012

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