Home / LinuxUser / 2005 / 04 / Schriften bearbeiten mit Fontforge

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

War doch klar...
(243 Punkte bei 15 Stimmen)
Re: War doch klar...
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Re: Skype für 64-Bit-Prozessor u. Suse 12.1
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Kubuntu verliert Finanzierung
(130 Punkte bei 4 Stimmen)
Offen fürs Geschäft
(80 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.
blau.jpg

© photocase.de

Schöne Buchstaben

Schriften bearbeiten mit Fontforge

01.04.2005 Im Internet freie Schriften zu finden, ist kein Problem. Oft fehlen allerdings die deutschen Umlaute. Mit Fontforge bearbeiten Sie Schriftsätze und fügen die gewünschten Zeichen hinzu.

Eigene Schriften zu entwerfen, ist nicht gerade alltäglich, denn nur Spezialisten beherrschen diese Kunst wirklich. Kleine Veränderungen einzelner Zeichen oder die Erweiterung existierender Schriftsätze sind jedoch auch ohne tiefe Typografiekenntnisse möglich. Mit dem freien Programm Fontforge [1] steht angehenden Schriftendesignern ein mächtiges Werkzeug zur Verfügung.

Der Schriftexperte

Die Software beherrscht die gängigsten Schriftformate: TrueType, Postscript Type 1 bis 3, OpenType und einige andere. Sie alle beschreiben die Umrisse von Schriften als mathematische Kurven. Das bringt den Vorteil, dass solche Fonts ohne Qualitätsverlust vergrößert und verkleinert werden können. Tatsächlich bieten diese Schriftformate buchstäblich hunderte von Einstellmöglichkeiten, bis hin zur eingebauten Programmiersprache – dementsprechend komplex gibt sich Fontforge.

Jede Font-Datei ordnet einem Zeichen ein bestimmtes Schriftbild (Glyph) zu. Das Zeichen "A" kann je nach Font zum Beispiel oben dreieckig, rechteckig oder auch rund abgeschlossen sein. Grundsätzlich unterscheidet man bei Schriften zwei Klassen: mit so genannten Serifen und ohne. Damit sind die zumeist spitzen Schnörkel an den Enden eines Buchstabens gemeint (Abbildung 1). Der Legende nach haben die Römer bei Inschriften solche Kerben angebracht, um das Absplittern des Steins zu verhindern.

Abbildung 1: Die linke Schrift enthält Serifen, die rechte gilt als Sans Serif.

Serifenschriften kommen meist bei längeren Texten zum Einsatz, wie etwa in Büchern. Auch LinuxUser benutzt eine Serifenschrift, die Garamond. Bekanntestes Mitglied der Familie ist die Times – Word-Benutzern als Times New Roman bekannt.

Serifenlose Schriften wirken, sehr allgemein gesprochen, moderner – auf Kosten der Lesbarkeit. Die Kunst der Schriftdesigner hat aber auch Mischformen hervorgebracht, die modern wirken und gut lesbar sind.

Die zweite wichtige Unterscheidung bezieht sich auf die Zeichenbreite. In nichtproportionalen Schriften nehmen alle Zeichen dieselbe Breite ein, egal ob es sich um ein breites m oder ein schmales i handelt. Der freie Raum links und rechts vom sichtbaren Teil zählt typografisch zum Zeichen dazu. Solche Schriftarten werden vor allem am Bildschirm verwendet, vorzugsweise beim Programmieren. Die Listings in LinuxUser sind in serifenlosen Font gesetzt.

Bei proportionalen Schriften nimmt dagegen jedes Zeichen nur den Raum ein, den es auch braucht. Bei gedruckten Texten kommen praktisch ausschließlich solche Fonts zum Einsatz.

Aufs Aussehen kommt es an

Hochwertige Schriften legen nicht nur das Aussehen jedes einzelnen Zeichens fest, sondern verbessern auch das Erscheinungsbild für einzelne Zeichenpaare: folgt dem P ein o, rückt die Anzeigesoftware das o etwas näher an das P heran. Durch den freien Raum unter dem Bogen des P entstünde sonst der Eindruck eines zu großen Abstands. Folgt nach dem P zum Beispiel ein l, ist diese Korrektur nicht nötig. Font-Dateien legen für viele Buchstabenpaare solche Sonderregeln fest, das so genannte Kerning (Anpassung der Laufweite).

Letztlich entscheidet also der subjektive Eindruck darüber, was eine gute Schrift ausmacht, nicht der mathematische Abstand. So verhält es sich auch mit der Schriftgröße: Üblicherweise ist das o etwa drei Prozent größer als das i, denn das Auge würde das i kleiner wahrnehmen, wäre es genauso groß wie das o.

Das sind nur einige von vielen Regeln, die man beachten muss, um hochwertige Schriften zu entwerfen. In anderen Bereichen genügt es, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen, zum Beispiel bei Schmuckschriften fürs Web. Obwohl es empfehlenswert ist, auf Papier zu entwerfen, geht es bei der konkreten Umsetzung nicht ohne Software-Unterstützung.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

759 Hits
Wertung: 69 Punkte (1 Stimme)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 03/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Duden Korrektor unter 64-Bit
Duden Korrektor unter 64-Bit
Tim Schürmann, 06.02.2012 10:36, 0 Kommentare

Der Duden Korrektor bietet eine äußerst nützliche Rechtschreib- und Grammatikkorrektur für LibreOffice und bringt in der aktuellen Version 8 e...

Aktuelle Fragen

Ubuntu 11.10 Compiz 3D Cube flackern
Moritz Obenauer, 12.02.2012 12:25, 0 Antworten
Hallo! Ich habe Ubuntu 11.10 mit Unity und den Compiz 3D Cube ein gerichtet. Er funktioniert...
Suse 12.1 Bootvorgang bleibt seit Update stehen
Wimpy *, 12.02.2012 09:22, 2 Antworten
Seit Update auf Kernel 3.1.9-1.4-desktop i686 bleibt der Bootvorgang stehen. Es erscheint der gr...
N24 Stick (Huawei E173) und Ubuntu 11.04
Patrick Obenauer, 11.02.2012 11:54, 1 Antworten
Hallo zusammen! Ich benutze einen alten Laptop, der mit Ubuntu 11.04 flott und problemlos läuft....
Wie kann man beim Einsatz von Compiz die Fenster-Dekoration einstellen?
GoaSkin , 10.02.2012 20:12, 0 Antworten
Hallo, ich nutze Linux Mint mit dem Gnome-Derivat Mate. Da die Distribution Compiz nicht autom...
rndc reload zone - failed bad zone
Ludwig jun. B., 06.02.2012 16:08, 2 Antworten
Schönen guten Tag, ich habe folgendes Problem. Immer wenn ich folgendes Kommando ausführen bek...