Text ausrichten

Bei Textrahmen bieten das Eigenschaftsfenster andere Möglichkeiten, zum Beispiel die Art der Textausrichtung einzustellen. Dazu dienen die Buttons mit den horizontalen Linien, die schematisch den Textfluss andeuten. Zum Beispiel stellt das rechte (mit den gleichlangen Linien) Blocksatz ein, macht also alle Zeilen links- und rechtsbündig.

Abbildung 4: Bei Text-Objekten stellen Sie unter anderem Schriftart, -größe, Laufweite (Kerning) und den Zeilenabstand ein.

Ein Klick auf Text umfließt Rahmen lässt den Text nur dann fließen, wenn sich der verdrängende Rahmen über dem Textframe befindet. Die Reihenfolge der Objekte ändern die Punkte In den Vordergrund, In den Hintergrund, Weiter nach unten und Weiter nach oben des Menüs Objekt. Damit der Text sich über mehrere Rahmen erstreckt, verketten Sie die Frames mit dem dafür vorgesehenen Werkzeug (siehe Abbildung 2). Sie wählen erst einen Rahmen aus, dann das Werkzeug und klicken schließlich auf den zweiten Text-Frame.

Wichtig: gute Schriften

Professionelles Layout steht und fällt mit der Schrift. Freie Fonts bieten kaum die nötige Qualität für längere Texte, Flyer oder Plakate stellen geringere Anforderungen. Eine für nichtkommerzielle Anwendungen freie Schrift ist die Gentium, die zudem als Unicode-Font viele Sprachen abdeckt [5]. Im Zweifelsfall lohnt es sich, zu kommerziellen Schriften zu greifen.

Für die Verwendung von Schrift im eigenen Druckwerk gilt prinzipiell: weniger ist mehr. Schlecht gestaltete Seiten zeichnen sich meist durch ein Sammelsurium an Fonts aus – Ausnahmen bestätigen die Regel. Mehr allgemeine Hinweise für gute Gestaltung finden Sie in unserem Artikel auf S. 26.

Hochwertige Layoutprogramme zeichnen sich vor allem dadurch aus, wie sie Text innerhalb der gestalteten Flächen anordnen. Beim Blocksatz muss die Software möglichst viele Silben in einer Zeile verteilen, um möglichst wenig leere Fläche entstehen zu lassen. Scribus leidet in diesem Bereich etwas unter der nicht ganz ausgereiften Silbentrennung. Viele Wörter, die es nicht trennt, könnte man eigentlich noch trennen und damit Löcher im Text vermeiden. Handarbeit verhilft hier natürlich zu besseren Ergebnissen, macht aber mehr Mühe als eine ausgereifte Automatik.

Um den Text eines Rahmens zu bearbeiten, bringt Scribus den praktischen Story-Editor (Textbearbeitung) mit. Haben Sie einen Rahmen markiert, öffnen Sie den Editor über den entsprechenden Button (siehe Abbildung 2).

Abbildung 5: Scribus ist keine Textverarbeitung: Zum Editieren dient der eingebaute Story-Editor, der das bequeme Ändern von Absatzstilen erlaubt.

Er zeigt den Text absatzweise an, direkt daneben den jeweiligen Stil. Über die Dropdown-Felder wählen Sie einen voreingestellten Stil aus, der das Aussehen eines Gestaltungselements (Text, Bild, …) bestimmt. Ein fester Satz an solchen Stilen sorgt bei mehrseitigen Publikationen für Einheitlichkeit und damit für professionelles Aussehen. Die Absatzstile verwalten Sie über das Menü Bearbeiten | Absatzstile, das ein übersichtliches Fenster für Schriften, Formatierung usw. öffnet (Abbildung 6). Damit die Änderungen, die sie im Story-Editor durchgeführt haben, im Dokument wirksam (und sichtbar) werden, wählen Sie Bearbeiten | Textrahmen auffrischen oder verwenden die entprechende Tastenkombination [Strg+U].

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