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Design im Rahmen

Desktop Publishing mit Scribus

Text laden

Der linke Button in der Werkzeugleiste legt ein neues Dokument an. Scribus zeigt dazu ein Fenster (Abbildung 1), in dem es grundlegende Einstellungen erfragt, zum Beispiel die Seitengröße und die Breite der Ränder.

Abbildung 1

Abbildung 1: Das Skribus-Haupfenster mit dem Dialog, der die Einstellungen für ein neues Dokument festlegt, unter anderem Seitengröße und Ränder.

Fürs erste können Sie mit den Standards arbeiten. Damit zeigt Scribus eine DIN-A4-Seite mit einem voreingestellten Grundlinienraster. Ein Klick auf das Werkzeug für Textrahmen (siehe Abbildung 2) schaltet den Cursor um. Mit ihm ziehen Sie einen Kasten auf, der ungefähr eine halbe Seite hochkant einnimmt. Der Menüpunkt Objekt | Duplizieren erzeugt eine Kopie des Frames. Mit dem Hand-Cursor schieben Sie ihn neben den ersten.

Abbildung 2

Abbildung 2: Die Funktion der einzelnen Scribus-Werkzeuge kurz erklärt.

Textdateien laden Sie über Text laden im Kontextmenü, das Sie mit der rechten Maustaste öffnen. Scribus beherrscht dabei neben reinen Textdateien auch das OpenOffice-Format. Achten Sie beim Textimport auf die Kodierung: Voreingestellt ist UTF-8, häufig sind Dateien aber in ISO-8859-1 (Latin-1) oder ISO-8859-15 kodiert. Im Zweifelsfall laden Sie die Datei einfach mit einer anderen Kodierung neu in den Rahmen.

Ein Bild in das Dokument einzubauen, erfordert etwas Vorarbeit, wenn das gedruckte Ergebnis der Vorschau auf dem Bildschirm entsprechen soll. Druckereien drucken üblicherweise mit den vier Farben Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) und Schwarz (BlacK), was sich im Kürzel CMYK ausdrückt. Deshalb muss man bei farbigen Publikationen eine Farbtrennung vornehmen, die diesem Schema entspricht. Scribus beherrscht das, aber das Bildbearbeitungsprogramm Gimp hat damit Schwierigkeiten. Problembeschreibung und Lösung finden Sie im Kasten "CMYK mit Gimp".

CMYK mit Gimp

Früheren Ankündigungen zum Trotz beherrscht Gimp auch in aktuellen Versionen noch keine CMYK-Farbtrennung. Ein Plugin [3] verschafft zumindest rudimentäre Unterstützung.

Das Paket auf enthält sowohl die Sourcen, als auch das ausführbare Plugin für Intel/AMD-Linux (aber zum Beispiel nicht für PowerPC). Wer es selbst kompilieren will oder muss, führt erst make clean aus, dann make. Voraussetzung sind das Gimp-Entwicklungspaket und einige andere Gnome-Bibliotheken. Nach dem erfolgreichen Compile kopieren Sie das Plugin in das Gimp-Verzeichnis: cp separate ~/.gimp-2.0/plug-ins

Das Plugin braucht für seine Arbeit ein mitgeliefertes Farbprofil und zwei andere, die Sie in einem Paket finden, das Adobe zum Download anbietet [4]. Im einfachsten Fall kopieren Sie die drei Profile an den Standardort:

mkdir -p /usr/share/color/icc
cp Adobe\ ICC\ Profiles/RGB\ Profiles/* /usr/share/color/icc/
cp Adobe\ ICC\ Profiles/CMYK\ Profiles/* /usr/share/color/icc/
cp separate-0.3_linux/sRGB/sRGB\ Color\ Space\ Profile.icm /usr/share/color/icc/

Prinzipiell ist es auch möglich, die Profile im Home-Verzeichnis zu installieren und ihren Ort im Plugin-Fenster einzustellen. Da sich das Plugin die Pfade aber nicht merkt, müssen Sie sie das bei jedem Gimp-Start wiederholen.

Laden Sie nach dem (Neu-)Start von Gimp ein Bild, finden Sie im Rechte-Maus-Menü unter Bild einen neuen Eintrag Separate. Der Punkt Separate (normal) legt vom Bild eine Kopie an, die für jede CMYK-Farbe einen Layer enthält. Um das neue Bild als Multilayer-TIFF zu speichern, benutzen Sie Speichern im Menü Separate, also nicht die gewöhnliche Speichern-Funktion von Gimp.

Alles im Rahmen

Bildrahmen dienen dazu, Bilder im Dokument einzubetten. Haben Sie mit dem passenden Tool (siehe Abbildung 2) einen solchen aufgezogen und platziert, öffnet ein Rechtsklick darauf ein Kontextmenü. Mit Bild laden weisen Sie dem Frame ein Bild zu, das Scribus im Rahmen anzeigt.

Einstellungen aller Gestaltungselemente nehmen Sie über das Menü Werkzeuge | Eigenschaften vor, wenn das jeweilige Objekt ausgewählt ist. Abbildung 3 zeigt das Eigenschaften-Fenster eines Bildobjekts, das auch über einen Rechtsklick auf das Bild erreichbar ist.

Abbildung 3

Abbildung 3: Im Eigenschaften-Fenster justieren Sie Bilder genauer, passen sie an den umgebenden Rahmen an oder skalieren sie frei.

Damit justieren Sie das geladene Bild genauer. Klicken Sie auf An Rahmen anpassen, vergrößert oder verkleinert Scribus es, bis es in einer Dimension in den Frame passt. Mit der Einstellung Proportional behält das Programm dabei das Verhältnis von Breite zu Höhe bei. Wenn Sie nun auf Freie Skalierung umschalten, können Sie das Bild über X-Größe und Y-Größe skalieren, bis es den Rahmen ganz ausfüllt. Am besten klicken Sie die Kette neben den beiden Werte an, damit das Seitenverhältnis erhalten bleibt.

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