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Frei und stabil

Debian Sarge für vier Prozessortypen

Installation

Haben Sie Ihr BIOS so konfiguriert, dass das System vom DVD-Laufwerk bootet, startet bei eingelegter Heft-DVD automatisch der Debian-Installer. Um Debian Sarge auf einem 64-Bit-Prozessor von AMD zu installieren, geben Sie im Boot-Screen den Parameter amd64 an. In diesem Fall benötigt die Maschine außerdem einen funktionierenden Netzwerkzugang, da die Systemeinrichtung den Zugriff auf einen Debian-Server voraussetzt.

Beim erstmaligen Einrichten des Systems setzt Debian andere Schwerpunkte als die meisten Distributoren. Während besonders die Anbieter mit der Zielgruppe "Linux-Einsteiger" auf ein grafisches Interface Wert legen, wartet Debian mit einem textbasierten Installationsmenü auf (Abbildung 1). Die ungewohnt spartanische Optik tut der Bedienbarkeit jedoch keinen Abbruch. Außerdem sorgt diese ressourcenschonende Methode dafür, dass die Installation auch auf älteren Rechnern nicht zum reinen Geduldsspiel wird.

Abbildung 1: Trotz ihrer textbasierten Oberfläche erfordert die Debian-Installation inzwischen kein Expertenwissen mehr.

Sie navigieren mit den Pfeiltasten durch das Menü und wählen mit [Enter] die gewünschten Optionen aus. Bei der automatischen Installation reichen vier Eingaben, um die Basisinstallation anzustoßen. Drei davon beziehen sich allein auf die Lokalisierungsoptionen; Debian spricht stolze 41 Sprachen. Die automatische Methode empfiehlt sich jedoch ausschließlich auf Rechnern, auf denen kein anderes Betriebssystem erhalten bleiben soll. Denn in der Standardauswahl nimmt der Debian-Installer die gesamte erste Festplatte in Beschlag und überschreibt alles, was nicht niet- und nagelfest ist.

Nach der Basisinstallation erfolgt der erste Start von der Festplatte. Das frische Debian erfragt das gewünschte Root-Passwort und legt einen ersten Benutzer-Account an. Dann haben Sie die Möglichkeit, via Internet direkt auf die neuesten Programmversionen zuzugreifen; bei der hohen Update-Frequenz empfiehlt sich dies jedoch nur mit einer Breitbandanbindung oder viel Geduld. Schließlich fragt der Installer nach den zu installierenden Software-Kategorien. Reine Server-Systeme werden vermutlich keine Desktop-Umgebung benötigen, dagegen verwenden die wenigsten Endanwender beispielsweise einen DNS-Server. Wer alle Details festlegen möchte, hat in der manuellen Paketwahl die Möglichkeit, jedes Programm einzeln zur Installation an- oder abzuwählen. Abschließend richtet der Installer die entsprechende Software ein – ob von der DVD oder aus dem Internet – und dem ersten Login steht nichts mehr im Wege.

Abbildung 2: Debian Sarge bietet eine aktuelle Desktop-Oberfläche.

Infos

[1] Debian: http://www.debian.org/

[2] Errata für die Debian-Ausgabe zur CeBIT: http://kaputt.debian.net/

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LinuxUser 06/2012

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