Home / LinuxUser / 2005 / 04 / Debian Sarge für vier Prozessortypen

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Frei und stabil

Debian Sarge für vier Prozessortypen

01.04.2005 Auf unserer Heft-DVD finden Sie eine exklusive Pre-Release von Debian Sarge, die direkt von den Entwicklern des Debian-Projekts erstellt wurde. Sie installiert die freie Linux-Distribution auf vier verschiedenen Rechnerarchitekturen.

Debian, diese Kombination aus den Vornamen des Projektgründers Ian Murdoch und seiner Frau Debra, hält die Linux-Welt ständig auf Trab. Als eine der ältesten Distributionen hat sie zahlreiche Benutzer auf der ganzen Welt. Aber nicht nur das Alter macht Debian zu etwas Besonderem.

Das komplett freie Linux-Derivat unterstützt elf Prozessortypen gleichermaßen. Das Debian-Team hat anläßlich der CeBIT 2005 eine spezielle Installations-DVD zusammengestellt, die auf vier dieser Plattformen bootet und Debian installiert. Außer auf den 386-kompatiblen 32-Bit-PCs läuft die Heft-DVD auf der AMD64-Architektur, auf PowerPCs sowie auf PA-RISC-basierten Rechnern.

Neben der weitreichenden Plattformunabhängigkeit bietet Debian [1] ein schier unerschöpfliches Software-Reservoir – freie Software, die es nicht auch als Debian-Paket vorliegt, lässt sich nur schwer finden. Mehr als 16000 Pakete erfüllen fast jeden Wunsch selbst anspruchsvoller Software-Sammler.

Optimismus und Realismus

Es klingt also alles perfekt: Freie Software, von Freiwilligen ohne kommerzielle Hintergedanken getestet und paketiert, noch dazu stabil und für fast alle denkbaren Systeme verfügbar. Doch leider stimmt die Realität mit dem Computer-Utopia auch hier nicht komplett überein. Denn wer sich unbedarft die offiziell aktuelle Debian-Version herunterlädt und installiert, wird nach der Installation staunen: Debian 3.0, Codename Woody, erschien am 19. Juli des Jahres 2002 – sie nähert sich also bald ihrem dritten Geburtstag. Natürlich wirkt sich das auf die enthaltene Software in puncto Alter aus. Mit Enttäuschung wäre der erste Eindruck eines Desktop-Anwenders wohl unzureichend beschrieben, wenn er sich beispielsweise mit KDE 2.2 konfrontiert sieht. Außer Sicherheits-Patches erfährt das fertige Woody keinerlei Updates.

Der Nachfolger von Woody trägt den Codenamen Sarge und voraussichtlich die Versionsnummer 3.1. Sarge befindet sich derzeit noch im Stadium testing. Das bedeutet, sie enthält Software, die eigentlich als stabil gilt, jedoch vor der offiziellen Freigabe noch gründlich ausprobiert werden muss. Sarge wird ständig aktualisiert; neue Software aus dem unstable-Zweig von Debian geht ständig über in den testing-Bereich, wenn sie in einem gewissen Testzeitraum keine schwerwiegenden Fehler aufweist. Wann das Debian-Team den Woody-Nachfolger endlich als stabil deklariert, ist nach wie vor offen. Den angestrebten Termin verschiebt es bereits seit Monaten immer wieder, denn den Ausschlag gibt die Maxime: "Wir veröffentlichen erst, wenn es fertig ist".

Debian Sarge enthält also meist aktuelle Programmversionen und funktioniert gleichzeitig trotz testing weitgehend zuverlässig. Nur wer einen Server oder andere sicherheitsrelevante Dienste betreibt, sollte vorsichtig sein, denn außer den neuen Programmversionen, die aus unstable einfließen, gibt es keinerlei Updates: das ändert selbst das Bekanntwerden von Sicherheitslücken nicht. Dem Einsatz auf dem Desktop-Rechner steht dagegen nichts im Wege und Sarge findet in diesem Bereich bereits zahlreiche Anwender.

Auch bei der Debian-Version auf unserer Heft-DVD handelt es sich noch um eine Pre-Release. Trotz intensiver Tests durch das Debian-Team ist es nicht auszuschließen, dass bei der Einrichtung oder am installierten System selbst noch kleinere Schwächen auftreten. Alle noch in Zusammenhang mit der Sarge-Version auf unserer Heft-DVD auftauchenden Problemquellen protokolliert das Debian-Projekt auf einer eigens eingerichteten Webseite [2] – ein kurzer Blick dorthin schadet also im Zweifelsfall nicht.

Technisches

Seine große Beliebtheit hat sich Debian durch unterschiedliche Qualitäten verdient. Die Anhängerschar rekrutiert sich grob aus zwei Lagern, allerdings mit einer großen Überschneidungsmenge: Der eher ideologisch motivierte Anteil schätzt vor allem die prinzipiellen Vorteile freier Software und möchte von den proprietären Programmen kommerzieller Distributoren unabhängig bleiben. Die Quelltexte sämtlicher Debian-Software liegen offen und jeder darf das Betriebssystem kostenlos herunterladen und vorbehaltlos verändern und weiterverbreiten.

Andere Debian-Anhänger betrachten vor allem die technischen Aspekte. Debian gilt als äußerst robust und zuverlässig – auch wenn dieser Vorteil vor allem für die offiziell stabile Version Woody gilt; der lange Entwicklungszyklus relativiert diesen Vorteil ein wenig. Andererseits landen auch im testing-Zweig nur getestete Programme und schwerwiegende Bugs treten sehr selten auf.

Beim Paket-Management zeigt Debian ebenfalls viele Pluspunkte gegenüber anderen Distributionen. Das selbstentwickelte Debian-Paketformat bietet einige Features, die das beispielsweise von Suse, Mandrake und Red Hat (Fedora) verwendete RPM-Format vermissen lassen. Das Debian-Paketwerkzeug APT installiert mit einem kurzen Aufruf wie apt-get install gimp nicht nur jede verfügbare Software einfach und schnell. Es kümmert sich zugleich darum, dass sämtliche dazu erforderlichen Pakete ebenfalls automatisch auf der Festplatte landen. Abhängigkeitsprobleme kennen Debian-Benutzer also nur in seltenen Ausnahmefällen.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

470 Hits
Wertung: 0 Punkte (0 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...