AB INS KÖRBCHEN

Als Geschenk des Himmels für alle Informationsjäger und -sammler erweist sich die Anwendung BasKet, mit der alle wichtigen und unwichtigen Daten säuberlich sortiert nur einen Mausklick entfernt sind. Der große Bruder der KDE-Zwischenablage präsentiert sich dabei extrem vielfältig. In Basket können Sie nicht nur wie in vielen vergleichbaren Programmen markierte Texte oder vielleicht noch Links abspeichern: Es ist genug Platz für Bilder, Sound-Dateien, eigene Texte, Programm-Starter und einiges mehr.

An dem Tool selbst wird derzeit noch kräftig geschraubt, so dass ein Besuch auf der Homepage des Projekts in sporadischen Abständen durchaus lohnt – vielleicht findet sich ja dort bereits wieder eine neue Version der Software. Unter http://basket.kde.org/download.php führen Sie Links zu den Quellen des aktuellen Sourcecodes. Suse-Nutzer der Versionen 9.1. und 9.2 dürfen sich sogar über ein fertig gepackte RPM-Pakete freuen. Allen anderen bleibt leider nur der Weg, die Quellen per Hand zu übersetzen.

Hier haben die Basket-Entwickler ein kleines Wrapper-Skript für die üblichen Schritte configure; make; make install geschrieben, das Umgebungsvariablen richtig setzt, die Quellen übersetzt und das Programm installiert. Die devel-Pakete für KDE und Qt sollten Sie dazu auf Ihrem Rechner installiert haben, sonst hagelt es Fehlermeldungen.

Nach der Installation starten Sie Basket entweder über den Eintrag Dienstprogramme | BasKet im Startmenü oder die Eingabe eines basket & in einer Terminalemulation Ihrer Wahl. Das Ergebnis ist der zuächst wenig beeindruckende Startbildschirm aus Abbildung 1.

Abbildung 1

Abbildung 1: Basket wartet nur darauf, mit Informationen gefüttert zu werden.

Einfach hinschieben

Das Hinzufügen neuer Daten ist denkbar einfach: Auch dieses KDE-Programm hält sich strikt ans Drag & Drop-Prinzip. Wollen Sie ein Bild, einen Link oder eine Text-Datei in Basket aufbewahren, ziehen Sie diese einfach auf das geöffnete Fenster und schon ist sie sicher darin verwahrt. Und das Beste daran: Sie brauchen diese Änderungen noch nicht einmal abzupeichern. Sobald Sie diese in ihr "Körbchen" gezogen haben, übernimmt das Programm diese Aufgabe.

Selbstverständlich lassen sich neue Daten auch auf herkömmliche Weise einfügen. Wählen Sie dazu in der Menüleiste den Punkt Insert an und entscheiden Sie sich je nach Art der Daten für den entsprechenden Untereintrag, etwa Image für Bilder, Text für normalen Text oder Rich Text für RTF-Texte. Webdesigner können auch Farben auswählen und im HTML-Hexcode speichern, sodass Sie nie wieder den genauen Farbton ihres Seitenhintergrundes vergessen.

Basket fügt Ihre gesammelten Werke säuberlich getrennt untereinander ein und Sie haben diese sofort blick- und griffbereit, wie Abbildung 2 zeigt. Die Reihenfolge der Elemente können Sie entweder per Drag & Drop ändern oder mittels der Menüpunkte ItemNach oben, ItemNach unten und so weiter.

Abbildung 2

Abbildung 2: Ordnen Sie die Informationen ganz nach Ihrem Gusto.

Sollten Sie bereits mit anderen digitalen Notizzetteln wie KNotes, KJots oder Gnome Sticky Notes gearbeitet haben, so brauchen Sie auf die dort gesammelten Informationen auch nicht zu verzichten. Der Menüpunkt BasketImportieren und fügt Notizen aus den betreffenden Programmen in Basket ein.

Neben dem dem Körbchensystem bietet Ihnen Basket mit den Meta-Daten ein weiteres Hilfsmittel, um in der Informationsvielfalt den Überblick zu behalten. In diese Daten können Sie alle für Sie wichtigen Infos zu dem jeweiligen Bild, Text oder Link vermerken. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste das Objekt an, wählen Sie Edit Meta-data... und fügen Sie Text hinzu. Der wird dann sichtbar, wenn Sie mit der Maus über den entpsrechenden Eintrag fahren.

Alles eine Sache der Einstellung

Wie alle KDE-Programme passt sich Basket Ihren persönlichen Bedürfnissen an. Wählen Sie dazu den Menüpunkt EinstellungenBasKet einrichten.... Im Tab Allgemein (Abbildung 4) legen Sie fest, ob Sie die oben erwähnten Tool-Tipps angezeigt bekommen möchten oder lieber doch nicht. Soll Basket sich im Panel einnisten oder nicht – Sie haben die Wahl. Dies gilt ebenfalls hinsichtlich der Darstellung der gewählten Objekte. Dinge wie etwa die Text- und Hintergrundfarben, die Größe der Bilder oder Icons usw. lassen sich jederzeit über die Tabs Items Default Values und Items Look verändern.

Abbildung 3

Abbildung 3: Tooltipps oder nicht?

Ob und mit welchem zusätzlichen Programm Basket die unterschiedlichen gespeicherten Datei-Typen wie beispielsweise Text, Sounds oder Animationen zur weiteren Bearbeitung öffnen soll, legen Sie über den Punkt Programme fest (Abbildung 4). Sollten Ihnen die voreingestellten Applikationen nicht zusagen, klicken Sie lediglich auf den Button Choose und stellen in der daraufhin erscheinenden Dialogfenster das Programm Ihres Herzens ein.

Abbildung 4

Abbildung 4: Auch die Hilfsprogramme können Sie in Basket eigenständig festlegen.

Checklisten und mehr

Sollten Sie gerne mit Check- oder To-Do-Listen arbeiten, wie KOrganizer Sie verwendet – kein Problem. Basket hilft Ihnen auch an dieser Stelle weiter. Um eine solche To-Do-Liste anzulegen, legen Sie im Menü BasketNew eine neue Check list an (Abbildung 5).

Abbildung 5

Abbildung 5: Basket stellt Ihnen unterschiedliche Aufbewahrungsmöglichkeiten zur Verfügung. Wie Abbildung 6 zeigt, weist diese Liste nun vor jedem Objekt eine Check-Box auf, die Sie der Reihe nach abhaken können.

Abbildung 6: Eine solche Checkliste hilft dabei, den Überblick zu behalten.

Wer interessante Informationen gesammelt hat, möchte diese sicher gerne auch teilen. Basket unterstützt Sie dabei, indem es Ihre Informations-Container in HTML-Code umwandelt. Wählen Sie dazu die jeweilige Liste aus und klicken Sie in der Menüleiste den Punkt BasketExport to HTML... an. Ob Sie die lokalen Dateien und Verzeichnisse dabei einbetten wollen und wie die Seite letztlich heißen soll, legen Sie im folgenden Fenster fest. Einmal abgespeichert., wartet die Seite dann nur noch darauf, in Ihr Netzwerk eingespeist oder auf Ihre Homepage hochgeladen zu werden, damit auch andere Nutzer von Ihren gesammelten Werken profitieren.

Glossar

RTF

RTF ist die Abkürzung für Rich Text Format. Es wurde von Microsoft als allgemeines Format zum Austauschen von Dokumenten definiert. Mit RTF können Dokumente, die unter verschiedenen Betriebssystemen und mit verschiedenen Software-Applikationen erstellt wurden, zwischen diesen Betriebssystemen und Applikationen ausgetauscht werden. Das RTF-Dokument besteht dabei überwiegend aus Steuersequenzen zur Einstellung des RTF-Readers. Dies können entweder Control Words (Kontrollwörter) oder Control Symbols (Kontrollsymbole) sein.

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