Speichern und Drucken

Das Abspeichern der Zeichnung fördert ein sehr positive Eigenschaft von Qcad zutage: Das Programm legt seine Daten im weitverbreiteten DXF-Format ab. Dieser Dateityp avancierte durch den CAD-Branchenführer AutoCAD zum Industriestandard, weswegen nahezu alle Hersteller von CAD-Anwendungen den Import und Export von Konstruktionsdaten als DFX unterstützen. Dem Datenaustausch mit anderen Anwendern und auf andere Applikationen steht also nichts im Wege.

Wie Sie sicher während der Übungen bemerkt haben, arbeitet man mit Qcad zunächst auf einer unbegrenzt großen Arbeitsfläche im Maßstab 1:1. Um nun eine Zeichnung auszudrucken, muss sie für das vorgesehene Ausgabeformat – in der Regel DIN-A4 – skaliert werden. Dies erledigen Sie unter dem Menüpunkt DateiDruckvorschau (Abbildung 9). Hier zentrieren Sie zum einen die Zeichnung auf der Seite, zum anderen passen Sie die Ausgabegröße an. Dazu können Sie wahlweise die Ausgabe für die Druckseite optimieren oder alternativ mit einem gängigen Maßstabe operieren.

Abbildung 9: Mit dem Fertigstellen der Türfüllung ist die Konstruktionsarbeit abgeschlossen.

Im Laufe der Zeit werden Sie wahrscheinlich immer wieder Zeichnungen erstellen, die Sie als Ganzes oder in Teilen später wiederverwenden möchten. Zu diesem Zweck können Sie aus den betreffenden Zeichnungsteilen sogenannte Blöcke erstellt, die Sie dann bei Bedarf als Einheit wiederverwenden. Zum anderen können Sie sich auch aus Symbol-Bibliotheken bedienen. Viele Hersteller aus den unterschiedlichsten Branchen stellen vorgefertigte Symbole und Schnittzeichnungen zur Verfügung, um dem CAD-Anwender das Leben leichter zu machen. Auch für Qcad gibt es bereits eine recht umfangreiche Symbolbibliothek [5] im Download-Bereich von Ribbonsoft.

Fazit

Für 2D-Konstruktionen ist Qcad im kostenfreien Linuxbereich momentan absolut konkurrenzlos. Für Anwender die es bei der Installation etwas bequemer mögen ist auch die Lizenzgebühr für die Professional-Version mehr als angemessen, zumal auf diese Weise auch die Weiterentwicklung unterstützt wird. Auch die problemlose Anbindung an CAM-Expert (ebenfalls von Ribbonsoft) zur Umsetzung der Zeichnungsdaten für computergesteuerte Bearbeitungszentren macht dieses CAD-Programm nicht nur für Hobby-Anwender interessant. Das Preis-Leistungsverhältnis ist auf jeden Fall unschlagbar.

Informationsquellen zu CAD unter Linux

Wenn Sie sich regelmäßig über Fortschritte, Weiterentwicklungen oder spezielle Probleme bei CAD-Anwendungen unter Linux informieren beziehungsweise austauschen möchten, sollten Sie sich sich Foren wie http://freelists.org/archives/cad-linux näher ansehen.

Unter http://www.tech-edv.co.at/lunix/CADlinks.html erhalten Sie eine gute Übersicht über die momentan schon etablierten Programme sowie zahlreiche aktuelle Projekte. Gleichzeitig wird über den Lizenztyp des jeweiligen Programms informiert (GPL, Freeware, kommerziell).

Ein interessantes und vergleichszweise preisgünstiges Werkzeug für die professionelle, kommerzielle Nutzung von CAD ist VariCAD (http://www.varicad.com). Das Profiwerzeug für Konstrukteure stellt insbesondere AutoCAD-Anwender bei der Umstellung vor wenig Probleme. Die Vollversion kostet 399 US-Dollar. Außerdem stehen eine für 15 Tage gültige Demo-Version und ein freien Viewer für AutoCad-Dateien zum Download.

Ein besonders reichhaltiges Angebot an branchenspezifischen Linux-CAD-Lösungen gibt es für Architekten:

Bei Bocad (http://www.bocad.de) handelt es sich um eine professionelle 3D-CAD-Anwendung für Messe- und Stahlbauer sowie verwandte Sparten.

Infos

[1] Ribbonsoft: http://www.ribbonsoft.com/

[2] Qcad-Download: http://www.ribbonsoft.com/qcad_downloads.html

[3] AutoCAD: http://www.autodesk.de/

[4] Dokumentation zu Qcad: http://www.ribbonsoft.com/qcad_doc.html

[5] Symbolbibliotheken für Qcad: http://www.ribbonsoft.com/qcad_library.html

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