Home / LinuxUser / 2005 / 03 / Notebook Ferrari 3400 mit Athlon 64 von Acer im Test

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Roter Renner

Notebook Ferrari 3400 mit Athlon 64 von Acer im Test

01.03.2005 Angewandte Leidenschaft in Ferrari-Rot, so bezeichnet Acer das offizielle Notebook der Scuderia Ferrari. Das Hardware-Labor hat dem roten Renner unter die Haube gesehen und einige Ecken und Kanten gefunden.

Das Ferrari 3400 ist ein Traum in rot, wie bei den Sportwagen aus der Scuderia Ferrari hat der Hersteller und Formel-1-Sponsor Acer peinlich auf ein geschmackvolles Äußeres und kraftvolles Innenleben geachtet: Acryldeckel und Gehäuselackierung im Original-Ferrari-Rot, maximal 2 GByte RAM, eine große Festplatte, ein DVD-Allesbrenner mit Slot-In-Technologie, Gigabit Ethernet, 54-MBit-WLAN, Bluetooth, Modem und Infrarot-Schnittstelle sichern die Kommunikation mit der Außenwelt. Die Rechenpower liefert ein Mobile Athlon 64 3000+ mit 64 Bit und 2 GHz Takt.

Abbildung 1: Das Acer Ferrari 3400 ist ein Traum in rot. Der Display-Deckel ist aus rotem Acryl und trägt das Ferrari-Logo, die Seitenteile sind in den Original-Ferrari-Farben lackiert.

Die Unterstützung von Prozessor und Chipsatz erweist sich im Test unter SuSE Linux 9.2 al zwar gut, aber noch lange nicht perfekt: Der Mobile Athlon 64 passt den Prozessortakt nicht automatisch der Auslastung an. Weiterhin zeigt /proc/acpi/processor/CPU0/performance zwar vier verfügbare Leistungsstufen zwischen 800 MHz und 2 GHz, behauptete aber felsenfest, der Prozessor würde immer auf der höchsten Stufe (P0) laufen. Tatsächlich befindet sich die CPU nach jedem Neustart jedoch im Stromsparmodus und ist nur mit 800 MHz getaktet, was /proc/cpuinfo auch korrekt anzeigt und auch die Leistungsaufnahme von "nur" 40 Watt nahelegt – bei 2 GHz verschlingt allein der Mobile Athlon 64 schon 35 Watt.

Schalten mit Zwischengas

Um auf volle Leistung zu schalten, muss folgender Befehl zwei mal eingegeben werden:

echo 0 > /proc/acpi/processor/CPU0/profile

Erst nach dem zweiten Aufruf schaltet der Prozessor tatsächlich um. Wie gehabt müssen Sie den Erfolg über /proc/cpuinfo kontrollieren. Tabelle 1 enthält die verfügbaren Leistungsstufen des Ferrari 3400 und die dazugehörige CPU-Taktung sowie Leistungsaufnahme.

Tabelle 1: Leistungsstufen

Stufe CPU-Takt Leistungsaufnahme
0 2,0 GHz 57 Watt
1 1,8 GHz 51 Watt
2 1,6 GHz 49 Watt
3 800 MHz 40 Watt

In Spitzenzeiten verbraucht das Notebook mit 90 Watt genau so viel Leistung wie ein herkömmlicher Desktop-PC. Allerdings hat der Hersteller dem Ferrari-Book lediglich einen kleinen Akku mit 65 Ah spendiert. Im Laufzeittest hält der Akku im sparsamsten Betriebsmodus bei 800 MHz CPU-Takt bei deaktiviertem Bluetooth und WLAN gerade einmal 2,5 Stunden. Bei 2 GHz Taktfrequenz und intensiver Nutzung der Festplatte und des DVD-Brenners – etwa bei der Installation der Distribution – schaltet das Gerät bereits nach 90 Minuten ab.

Auf Suspend-to-RAM und Suspend-to-Disk muss der Besitzer verzichten, zumindest unter SuSE Linux 9.2: Beim Suspend-to-RAM verabschiedete sich der Kernel wegen ACPI-Fehlern mit einem Panic, während der Rechner beim Fortsetzen einer Suspend-to-Disk-Session unvermittelt neu startete. Solche Widrigkeiten schränken die Eignung für den mobilen Einsatz stark ein.

Durstiger Geselle

Analog zur Leistungsaufnahme steigt natürlich auch die Abwärme, was sich durch ein relativ leises, aber doch hörbares Lüftergeräusch bemerkbar macht. Standardmäßig schaltet das Notebook laut /proc/acpi/thermal_zone/THRM/temperature den Hauptlüfter bei 39 Grad Rechnertemperatur ein und bei 32 Grad wieder aus. Während des Tests lief der Lüfter auffallend selten – von Pentium-4-Notebooks mit Desktop-Prozessoren, die eine ähnliche Leistungsaufnahme wie ein Mobile Athlon 64 haben, ist man Schlimmeres gewohnt.

Einen Patzer leistete sich der Hersteller Acer jedoch mit der Platzierung der Festplatte. Sie sitzt links vorne unter der Handauflage und heizt dem Benutzer kräftig ein: Während der Installation brachte es diese Stelle auf 40 Grad Außentemperatur, eine Messung direkt an der Platte scheiterte leider an den beengten Verhältnissen im Gehäuse. Zudem ist die 80-GByte-Festplatte von Hitachi ohne Not kopfstehend eingebaut. Zwar sind die Festplattenlager in den letzten Jahren verbessert worden, dennoch bleibt die Über-Kopf-Montage problematisch. In Kombination mit den über 40 Grad Betriebstemperatur dürfte der erste Plattentausch wohl noch im Garantiezeitraum erfolgen.

Als ebenfalls kritisch erweist sich die Temperatur des benachbarten Cardbus-Schachts: Hier liegen im Normalbetrieb fast 50 Grad an. Cardbus- und PCMCIA-Karten sind jedoch lediglich für 55 Grad spezifiziert, die Temperaturreserve für den Sommer beträgt also gerade einmal zehn Prozent.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

1428 Hits
Wertung: 46 Punkte (3 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...