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Web-Baukasten

Komfortabler HTML-Editor mit integrierter IDE

Projektmanagement

Seine wahren Stärken spielt Bluefish aber dann aus, wenn es darum geht, mehrere Dateien aus einem größeren Projekt zu verwalten. Hier bietet das Programm einen entsprechenden Dialog an. Darin legt der Anwender fest, in welchem Verzeichnis sein Projekt liegen soll und welchen Namen es Bluefish-intern trägt. Über einen Rechtsklick lassen sich in der Sidebar dann nach und nach Ordner und Dateien zu dem Projekt hinzufügen.

Abbildung 4: Bei der Übersetzung der Dialoge hilft die deutsche Beschriftung manchmal nur bedingt: URL Vorschau hieß im Original Remote Directory.

Zu dem erlaubt der Projektdialog dem Anwender, eine Remote-Site anzugeben, der das lokale Projekt entspricht. Die deutsche Lokalisierung hilft allerdings in diesem Fall nur bedingt weiter, da der englische Ausdruck Remote Directory im deutschen als URL Vorschau erscheint.

Fazit

Auch wenn die Entwickler die aktuelle Version 1.0 als stabil gekennzeichnet haben, weist die Software noch die eine oder andere kleinere Macke auf: So stürzte das Programm beispielsweise beim Anlegen eines Projektes während des Versuchs, ein Template für das Projekt auszuwählen, wiederholt ab. Vor dem Einsatz mit Produktionsdaten ist also eine Sicherheitskopie angeraten.

Laut Web-Seite bemühen sich die Entwickler darum, die Human Interface Guidelines des Gnome-Projekts zu berücksichtigen, wo immer es möglich ist. Trotzdem wirkt die Oberfläche des Programms ein wenig unaufgeräumt und überladen. Auch sind einige Dialoge, wie etwa der für die Einstellungen mit der seitlichen Tab-Leiste, gewöhnungsbedürftig.

Unterm Strich bleibt ein solider Editor, der den Anwender nach einer gewissen Einarbeitungsphase und Anpassung gut bei der Arbeit mit Web-Seiten oder bei der Programmierung unterstützt. Gerade die Code-Bausteine befreien von stupidem Eintippen und reduzieren so die Fehlerquelle Nachlässigkeit.

Außer den bereits genannten Abhängigkeiten, die aber auf einem Gnome-System ohnehin erfüllt sein sollten, braucht die Software einige Bibliotheken aus dem Gnome-Projekt, die aber in allen aktuellen Distributionen vorhanden sind. Der Verbrauch von Festplattenplatz und Arbeitsspeicher hält sich ebenfalls erfreulich in Grenzen, sodass sich das Programm auch für den Einsatz auf älteren Rechnern eignet.

Infos

[1] Bluefish-Homepage: http://bluefish.openoffice.nl

[2] HTML-Tidy: http://tidy.sourceforge.net

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