Vorsicht bei Neuem

Bei den Tests zu diesem Artikel scheiterte der Versuch, VMware auf einem Suse Linux 9.2 auszuführen. Zwar verliefen Installation und Konfiguration so wie oben beschriebenen, anschließend zickte VMware aber mächtig. Das Wirtssystem konnte seinen WLAN-USB-Adapter nicht mehr richtig konfigurieren und das Booten von CD innerhalb eines virtuellen PCs klappte nur sporadisch.

Immerhin wies VMware darauf hin, dass das verwendete System zu neu ist. Es empfiehlt sich also, die Liste der offiziell unterstützten Linux-Distributionen (Kasten 2) ernst zu nehmen. Wenn Sie ein anderes Linux verwenden, sollten Sie zunächst die 30-Tage-Testlizenz probieren.

Kasten 2: Host-Distributionen

Die Linux-Version von VMware läuft unter vielen verbreiteten Distributionen. Da VMware ein eigenes Kernel-Modul mitbringt, ist der Einsatz auf anderen Linux-Varianten heikel. Der Hersteller gibt an, folgende Distributionen zu unterstützen:

  • Mandrake Linux 9.0 (Kernel 2.4.19)
  • Mandrake Linux 8.2 (Kernel 2.4.18-6mdk)
  • Red Hat Enterprise Linux 3.0 (Kernel 2.4.21 oder 2.4.21-15.EL)
  • Red Hat Enterprise Linux 2.1 (Kernel 2.4.9-e3)
  • Red Hat Linux Advanced Server 2.1 (Kernel 2.4.9-e3)
  • Red Hat Linux 9.0 (Kernel 2.4.20-8 oder 2.4.20-20.9)
  • Red Hat Linux 8.0 (Kernel 2.4.18)
  • Red Hat Linux 7.3 (Kernel 2.4.18)
  • Red Hat Linux 7.2 (Kernel 2.4.7-10, 2.4.9-7, 2.4.9-13, 2.4.9-21 oder 2.4.9-31)
  • Red Hat Linux 7.1 (Kernel 2.4.2-2 oder 2.4.3-12)
  • Red Hat Linux 7.0 (Kernel 2.2.16-22 oder 2.2.17-14)
  • Suse Linux 9.1 (Kernel 2.6.4-52)
  • Suse Linux 9.0 (Kernel 2.4.21-99)
  • Suse Linux Enterprise Server 8 (Kernel 2.4.19)
  • Suse Linux 8.2 (Kernel 2.4.20)
  • Suse Linux 8.1 (Kernel 2.4.19)
  • Suse Linux 8.0 (Kernel 2.4.18)
  • Suse Linux Enterprise Server 7 (Kernel 2.4.7 und patch 2)
  • Suse Linux 7.3 (Kernel 2.4.10)

Der Autor

Hagen Höpfner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technische und Betriebliche Informationssysteme der Fakultät für Informatik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Was er dort so alles treibt, steht auf http://wwwiti.cs.uni-magdeburg.de/~hoepfner/. In seiner Freizeit spielt der begeisterte Vater Gitarre in der Rockband "Gute Frage", http://www.gutefrage.de/.

Glossar

NAT

Die Network Address Translation (NAT) verändert IP-Adressen und Portnummern von Datenpaketen. VMware nutzt diese Methode, um im emulierten PC private IP-Adressen zu verwenden. Die NAT-Funktion ersetzt die Adresse der virtuellen Maschine bei der Kommunikation mit externen Rechner durch die IP-Adresse des Wirts.

Subnetz

Einige IP-Adressblöcke sind für private Netze reserviert. Sie dürfen diese Adressen beliebig vergeben, allerdings taugen sie nicht für die Kommunikation im Internet – dort brauchen Sie öffentliche Adressen.

Bridge

Im Bridge-Modus verhält sich der emulierte PC so, als ob er direkt an das LAN angeschlossen wäre. Er braucht dann eine eigene IP-Adresse, die im lokalen Netz gültig ist.

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