Nur mit den Quellen

Das VMware-Modul lässt sich nur übersetzen, wenn die zum laufenden Kernel gehörenden Quellen installiert sind. Suse verpackt diese Quellen im Paket kernel-source, das Sie in der Regel nachinstallieren und passend zum installierten Kernel konfigurieren müssen. Das Installieren ist mit YaST schnell erledigt, danach präparieren Sie die Quellen:

cd /usr/src/linux
su -c "make cloneconfig && make ↩
prepare-all"

Derart gewappnet starten Sie das Konfigurationsskript mittels su -c vmware-config.pl. Es verlangt, dass Sie die Lizenzbestimmungen lesen und akzeptieren. Auf die Frage nach dem Lagerplatz der Kernel-Header-Files drücken Sie nur die [Enter]-Taste und übernehmen damit den Vorschlag des Skripts. Nach kurzem Kompilieren folgt die Frage, ob VMware netzwerkfähig sein soll. Wenn ja, sollten Sie die zusätzlich NAT-Unterstützung wählen und das Skript nach einem sinnvollen privaten Subnetz suchen zu lassen.

Netz und Platte teilen

Die Frage Do you want to be able to use host-only networking in your virtual machines? beantworten Sie mit Ja, wenn Sie diese Vernetzungsvariante später zur Verfügung haben wollen. In der Host-only-Variante darf der emulierte PC via Netzwerk ausschließlich auf seinen Gastgeber zugreifen. Alternativ benutzt er per NAT oder Bridge-Modus auch den Internetzugang des Wirts.

Soll der VMware-PC auch das Dateisystem seines Gastgebers einbinden, dann erzeugt das Skript ein Host-only-Netzwerkgerät. VMware greift darüber mittels Samba auf den Host zu. Das Skript braucht nur einen User-Namen und ein Passwort für die Samba-Konfiguration – die Samba-Nutzer müssen aber reguläre User auf dem Wirt sein. Um im Nachhinein noch Benutzer zu ergänzen, geben Sie als Root den Befehl /usr/bin/vmware-smbpasswd vmnet1 -a Benutzername ein. Dabei ist vmnet1 das Samba-Netzwerkgerät.

Abbildung 2: Beim ersten Start präsentiert sich VMware jungfräulich. Sie können eine neue virtuelle Maschine anlegen oder eine vorhandene Konfiguration laden.
Abbildung 3: Der Benutzer hat sich dafür entschieden, Windows XP innerhalb der virtuellen Maschine zu installieren und VMware entsprechend vorbereitet.

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