Mini-Videorekorder-Distribution LinVDR 0.7

Frisch renoviert

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Mit LinVDR 0.7 ist Anfang Dezember die erste Version der Mini-Videorekorder-Distribution seit neun Monaten erschienen. Die lange erwartete Release enthält eine aktuelle Entwickler-Version von VDR, die viele Neuheiten mitbringt.

Die Mini-Distribution LinVDR wurde als eine Art Firmware für einen Videorekorder entworfen. Zwar bildet noch immer ein Linux-System mit vorinstalliertem VDR von Klaus Schmidinger die Basis, die hohe Spezialisierung bedingt jedoch etliche Eigenheiten und sogar fehlende Systemteile. Wer LinVDR zu etwas anderem als zu Videorekorder-Betrieb einsetzen möchte, hat deshalb sehr viele Randbedingungen zu beachten.

Ursprünglich diente LinVDR den Autoren als Erleichterung beim Aufbau eines neuen VDRs. Vor der Entwicklung der Mini-Distribution installierten sie zunächst ein herkömmliches Linux-System, luden dann alle nötigen Quellen und Patches herunter und begannen schließlich mit dem Übersetzen – je nach Distribution ein mehr oder minder aufwändiges Unterfangen.

Installation von CD

Mit der Zeit wurde daraus eine Distribution für Einsteiger und Anwender, die noch nie mit Linux in Berührung kamen. Deswegen hatten eine breite Hardware-Unterstützung, einfache Installation und Handhabung sowie ein stabiles System oberste Priorität. Dementsprechend wird LinVDR auch nur als bootbares CD-Abbild ausgeliefert, das Sie von einem der Mirrors von [1] herunterladen, auf CD brennen und anschließend booten. Alternativ können Sie einfach die Heft-CD benutzen.

Dem Stabilitätsanspruch von LinVDR scheint auf den ersten Blick die eingesetzte VDR-Version zu widersprechen: Die neue Version 0.7 von Anfang Dezember enthält VDR Version 1.3.17 – eine Entwicklerversion von Ende November 2004, eigentlich nicht für den produktiven Einsatz gedacht. In der Praxis hat sich diese Version jedoch vielfach bewährt.

Nachdem Sie von der Installations- oder Heft-CD gestartet haben, erwartet Sie die Sprachauswahl. Zur Verfügung stehen in der Version 0.7 nur Englisch und Deutsch. Anschließend empfängt Sie das Installationsprogramm mit einer kurzen Übersicht, um was es sich bei LinVDR handelt und welche Ziele das Projekt verfolgt.

LinVDR als Einzelkind

Die Standardinstallation funktioniert nur dann, wenn Sie eine Festplatte als Master am primären IDE-Controller angeschlossen haben – kurzum, wenn es /dev/hda gibt. Dann entfernt das Installationsprogramm automatisch alle vorhandenen Partitionen, legt eine neue mit der Größe der gesamten Festplatte an und formatiert sie mit dem Dateisystem Ext3.

Alternativ dazu können Sie die manuelle Installation verwenden. Hier startet das Installationsprogramm einfach fdisk und überlässt Ihnen die Neupartitionierung Ihrer Festplatte. Wollen Sie nicht neu partitionieren, verlassen Sie fdisk statt dessen mit "q". Anschließend erfragt das Installationsprogramm die Bezeichnung der Partition, auf der es LinVDR installieren soll, und bietet an, sie zu formatieren.

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