fenster1.jpg

© photocase.de

deskTOPia: skippy

FENSTER-VORSCHAU

Wenn Ihnen Ihr Fenstermanager zu langweilig oder spartanisch erscheint, peppen Sie ihn doch einfach ein wenig auf! Mit Skippy kommt ein phantasievoller Fensterwähler mit Vorschaufunktion auf den Rechner.

deskTOPia

Wie Ihr Linux-Desktop aussieht, bestimmen allein Sie. Mit deskTOPia nehmen wir Sie regelmäßig mit auf die Reise ins Land der Window-Manager und Desktop-Umgebungen, stellen Nützliches und Farbenfrohes, Hingucker und hübsches Spielzeug vor.

Fast jeder Window-Manager bringt eine Fensterliste mit. Er präsentiert auf Mausklick oder Tastendruck ein Menü, in dem er alle geöffneten Fenster auflistet. Hat der Programmierer des Fensterherrschers ein Faible für grafische Spielereien, sehen Sie in dieser Liste neben dem Programmnamen auch das passende Icon. Bei der Arbeit mit mehreren Browser- und Terminalfenstern, hilft der Fensterwähler nicht, schnell zum gewünschten Programm zu wechseln. Skippy [1] von Hyriand schafft Abhilfe: Statt einer einfachen Liste stellt er die geöffneten Anwendungsfenster grafisch im Vollbildmodus dar.

Anspruchsvoll

Window-Manager verwalten geöffnete Fenster unterschiedlich. Daher spielt Skippy nicht mit jedem zusammen. Damit der grafische Programmwechsel klappt, muss bei Ihnen ein Gnome- oder NetWM-kompatibler [2] Fenstermanager, wie etwa Waimea, laufen. Ob Sie es mit einem solchen zu tun haben, erfahren Sie meistens auf der Homepage der verwendeten Arbeitsoberfläche oder auch durch einen Blick in die mitgelieferte Readme-Datei. Der Programmierer listet auf der Skippy-Homepage einige Window-Manager auf, unter denen Skippy funktioniert. Dazu zählen etwa Fluxbox 0.9.9, XFWM4 [3] icewm [4] und WindowMaker [5]

Bei den beiden letztgenannten ist Gnome-Kompatibilität optional und nur vorhanden, wenn Sie sie beim Kompilieren mit dem configure-Parameter --enable-gnome aktiviert haben. Verwenden Sie einen der beiden von den Distributions-CDs müssen Sie sich bei WindowMaker keine Gedanken machen: Fast alle Distributoren schalten die Gnome-Unterstützung ein. icewm bieten zumindest Debian und Mandrake Linux in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen an. Das Paket icewm-gnome arbeitet mit Skippy zusammen, icewm enthält hingegen die schlankere Variante des Window Managers ohne Gnome-Unterstützung.

Schnellstart

Skippy gehört nicht zum Lieferumfang der meisten Distributionen, also greifen Sie selbst zum Compiler. Entpacken Sie das Programmarchiv, das Sie entweder auf unserer Heft-CD oder unter [1] finden. Sind die Bibliotheken imlib2 (bei Mandrake Linux heißt das Paket libimlib2) und freetype sowie die entsprechenden Entwicklerpakete auf Ihrem System installiert, übersetzen Sie Skippy mit einem einfachen make. Das als Root aufgerufene Kommando make install installiert das Programm nach /usr/local/bin.

Skippy liest seine Konfiguration aus der Datei .skippyrc in Ihrem Home-Verzeichnis. Diese müssen Sie nicht selbst anlegen, denn Skippy bringt bereits eine passende Vorlage mit. Sie liegt unter dem Namen .skippyrc-default im Quellcode-Verzeichnis des Fensterwählers. Kopieren Sie sie mit dem Befehl

cp skippyrc-default ~/.skippyrc

an den richtigen Ort.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • deskTOPia: icewm
    Anleitungen, wie Sie einen Rechner älterer Bauart sinnvoll im Netzwerk nutzen, gibt es im Überfluss. Auch einer Verwendung als grafischer Desktop-Rechner steht nichts im Weg – beispielsweise mit dem Window Manager icewm.
  • deskTOPia: coolicon
    Zu einer Desktop-Umgebung gehören Icons. KDE und GNOME bringen die Mini-Anwendungsstarter von Haus aus mit, doch auch die Nutzer einfacher Fenster-Manager müssen nicht darauf verzichten.
  • deskTOPia: bubblemon und wmfishtime
    Einen schicken Blickfang für den Desktop mag fast jeder – wäre da nur nicht das schlechte Gewissen ob der Nutzlosigkeit solcher Spielereien. Bubblemon und Wmfishtime bieten neben der bunten Erscheinung handfeste Informationen.
  • deskTOPia: Antiright Desktop Environment
    Kein Fenstermanager, nein, eine Desktop-Umgebung soll es sein. Möglichst ressourcenschonend und kompatibel mit jedem Window-Manager. Gleich drei Wünsche auf einmal, die das Antiright Desktop Environment alle erfüllt.
  • deskTOPia: SuxPanel
    Platz für ein Panel ist auf dem kleinsten Desktop. Hat der Fenstermanager kein passendes im Gepäck, rüsten Sie einfach selbst eines nach: zum Beispiel das SuxPanel.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 05/2018: GEODATEN

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

added to access control list
Ingrid Kroll, 27.03.2018 07:59, 10 Antworten
Hallo allerseits, bin einfache Nutzerin und absolut Linux-unwissend............ Beim ganz norm...
Passwortsicherheit
Joe Cole, 15.03.2018 15:15, 2 Antworten
Ich bin derzeit selbständig und meine Existenz hängt am meinem Unternehmen. Wahrscheinlich verfol...
Brother drucker einrichten.
Achim Zerrer, 13.03.2018 11:26, 1 Antworten
Da mein Rechner abgestürzt war, musste ich das Betriebssystem neu einrichten. Jetzt hänge ich wi...
Internet abschalten
Karl-Heinz Hauser, 20.02.2018 20:10, 2 Antworten
In der Symbolleiste kann man das Kabelnetzwerk ein und ausschalten. Wie sicher ist die Abschaltu...
JQuery-Script läuft nicht mit Linux-Browsern
Stefan Jahn, 16.02.2018 12:49, 2 Antworten
Hallo zusammen, ...folgender goldener Code (ein jQuery-Script als Ergebnis verschiedener Exper...