IM ZEICHEN DER MOBILITäT
Suse Linux 9.2 auf dem Prüfstand
Startbereit
Als Neuerung beim ersten Start fällt gleich der mit Videosequenzen im mng-Format untermalte Splash-Screen auf, der allerdings kaum verrät, was das System gerade tut. Um bei Problemen eine aussagekräftige Fehermeldung zu erhalten, drücken Sie während des Starts [Esc], um die ausführlichen Boot-Meldungen einzublenden. Wie Sie den Splash-Screen dauerhaft in YaST deaktivieren, lesen Sie unter [2] nach. Als Oberfläche setzt die Distribution auf KDE 3.3, X.org 6.8.1 löst als Unterbau des grafischen Systems XFree ab. Das Einrichten des X-Servers erledigt SaX gewohnt professionell, wir mussten lediglich die Bildwiederholfrequenz des Laptops korrigieren.
USB-Probleme
Wie in der Vorgängerversion mountet Suse Linux Wechselmedien automatisch. Das funktionierte schon in der Vorgängerversion nicht mit allen Modellen [4]. Unter Suse Linux 9.2 sind die Probleme noch schwerwiegender: Von drei getesteten Sticks, die sich unter Suse 9.1 problemlos einbinden lassen, mountet die Distribution keinen einzigen automatisch. Den ersten, einen SWISSBIT Black Silver erkennt Suse Linux zwar und legt das Einhängeverzeichnis an, der Zugriff auf das Gerät führt jedoch reproduzierbar zu einer Fehlermeldung (Abbildung 2). Auch das Deaktivieren von subfs [3] ändert daran nichts.
Bei dem zweiten Gerät, einem DNT Fun256 MP3-USB-Stick, scheitert schon die Erkennung, stattdessen hängt das usb-storage-Modul und lässt sich auch mit rmmod nicht mehr entladen. Nur bei dem dritten Stick, einem No-name-Produkt, gelang das Einhängen, wenn auch nicht automatisch.
Ein Blick in einschlägige Foren und Archive von Mailinglisten [5] bringt zumindest Hinweise auf das erste Problem, das auch bei einigen Digitalkameras auftritt. Offensichtlich handelt es sich um ein Feature des USB-Systems im von Suse 9.2 verwendeten Kernel 2.6.8.



