SuSE Linux 9.1 installieren

Suse, spiel auf!

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Die Installation einer modernen Linux-Distribution hat längst die Schrecken der frühen Jahre verloren. SuSE Linux 9.1 spielen Sie mit wenigen Mausklicks auf Ihren Rechner auf und richten es so ein, dass Sie sofort damit arbeiten können.

In den allermeisten Fällen erkennt das System bei der Installation automatisch die Hardware Ihres Rechners, so dass Sie keine zusätzlichen Eingaben machen müssen. Sollten Sie ein modulares System besitzen, also verschiedene externe Geräte an Ihren Rechner angeschlossen haben, einen Hinweis vorweg: Es ist immer ein guter Anfang, die Installation, also das Aufspielen Ihres neuen Linux-Betriebssystems, mit allen angeschlossenen – und eingeschalteten – Geräten zu beginnen. Die Chancen stehen gut, dass auf diesem Weg alles klappt und die Geräte in einem Aufwasch bei der Installation eingebunden werden.

WinModems, GDI-Drucker & Co.

Manchmal macht Ihnen Zusatz-Hardware oder auch ein internes Gerät einen Strich durch die Rechnung: Es gibt Geräte, in denen – damit Sie kostengünstiger hergestellt werden können – bestimmte Funktionen nicht "fest verdrahtet" eingebaut sind. Stattdessen muss der Computer, an den diese Geräte angeschlossen werden (genauer: dessen Programme) diese Funktionen ersetzen.

Solche Geräte werden in der Regel nur mit Treibern für Windows ausgeliefert. Die Hersteller nennen das gerne beschönigend "Windows-optimiert" oder ähnlich. Also: Achtung, wenn Sie solche Hardware einsetzen; manchmal sieht man es den Geräten schon am Aufkleber an – oft aber nicht, etwa bei den meisten internen Modems.

Geht etwas schief, versuchen Sie die Installation noch einmal, diesmal aber mit dem absoluten Minimum an Hardware-Ausstattung. Übrigens: Die meisten dieser beschränkten Geräte können Sie später doch noch auf die eine oder andere Art in Ihr Linux-System einbinden, das ist aber eine andere Geschichte.

Start der Installation

Um mit der Installation zu beginnen, muss der Rechner mit der eingelegten DVD booten. Das Installationsprogramm wird dann automatisch gestartet. Passiert nichts, obwohl die DVD beim Anschalten des Rechners eingelegt ist, müssen Sie eventuell die Boot-Reihenfolge im BIOS Ihres Rechners ändern (siehe Kasten 1 auf Seite S03).

Ins BIOS des Rechners gelangen Sie, indem Sie beim Starten des Rechners die [Entf]- oder eine Funktionstaste drücken; das ist je nach Hersteller unterschiedlich. Suchen Sie dann im BIOS nach einer Einstellung für die "Boot Sequence". Dort stehen die Laufwerke Ihres Rechners in der Reihenfolge, in der Sie beim Start angesprochen werden. Damit Ihr Rechner von DVD bootet, muss der entsprechende Eintrag (meist CDROM, D oder E) vor dem Eintrag für Ihre Festplatte (in der Regel C) stehen.

Abbildung 1: So präsentiert sich der Installationsbildschirm von Suse Linux 9.1.

Nach dem Booten von der DVD begrüßt Sie der ganz in Blau gehaltene SuSE-Bootscreen. In dem großen Auswahlfeld in Bildschirmmitte sehen Sie die verfügbaren Boot-Varianten, vorausgewählt ist der Punkt Boot from Hard Disk. Unter dem Auswahlfeld zählt ein Countdown von 20 Sekunden herunter (Abbildung 1). Wählen Sie während dieser Zeitspanne mit den Pfeiltasten die Option Installation an, um den Countdown zu stoppen.

Nun können wir einen näheren Blick auf die weiteren Installationsmöglichkeiten werfen. Der Punkt Installation - ACPI disabled dient zur Einrichtung von Systemen, die die ACPI-Spezifikation (Advanced Configuration and Power Interface) nicht unterstützen. In diesem Fall installiert sich Suse Linux ohne ACPI-Support. Sehr alte Rechner haben möglicherweise sogar Probleme mit der DMA-Funktion für die Laufwerke oder dem Powermanagement. Dann sollten Sie die Installation über Installation - Safe Settings vornehmen. Eine Manual Installation schließlich startet Treiber nicht automatisch, sondern nur auf manuelle Anforderung, um so eventuelle Probleme bei der Installation zu umgehen.

Unter dem Auswahlfeld für die Boot-Varianten sehen Sie noch eine Eingabezeile für Boot Options. Solche zusätzlichen Startparameter sollten Sie eigentlich nur in ganz besonderen Ausnahmefällen angeben müssen: Etwa wenn Linux die technischen Daten Ihrer Festplattenlaufwerke nicht erkennt oder die Stromsparfunktionen Ihres Laptops sonst nicht funktionieren.

Sollten Sie so außergewöhnliche Hardware verwenden, dass an dieser Stelle Eingaben nötig sind, rufen Sie am Besten mit [F1] die Hilfefunktion auf und informieren sich dort über die verfügbaren Bootoptionen. Vorher sollten Sie jedoch mit [F4] die Anzeigesprache auf Deutsch umstellen – es liest sich dann leichter. Mit [F2] können Sie einen anderen Videomodus wählen.

Außer den grafischen Auflösungen steht auch noch ein Textmodus zur Verfügung. Wählen Sie diesen, verzichtet Suse Linux bei der Installation völlig auf Grafikdarstellung. Selbst wenn Linux mit Ihrer Grafikkarte oder dem Monitor überhaupt nichts anfangen kann, lässt sich die Installation in diesem Modus auf jeden Fall vornehmen. Das ist zwar unkomfortabel – auf die Maus müssen Sie dann verzichten – aber besser als gar nichts.

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